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Starke Auftritte im Dreck, Siege in der Halle, Enttäuschung im Schnee

Kevin Kuhn verpasst an der Radquer-WM knapp die Top Ten. Jonas Volleyballer sichern sich Quali-Rang 4. Boarderin Ladina Caviezel missglückt die Olympia-Hauptprobe. Das und mehr lief im Regionalsport.

Silvano
Umberg
02.02.26 - 13:00 Uhr
Linthgebiet
Radquer-WM in Hulst (NED): Etwas abseits des riesigen Zuschauerinteresses fährt Kevin Kuhn vom VC Eschenbach ein starkes Rennen und verpasst die Top 10 als Elfter nur knapp.
Radquer-WM in Hulst (NED): Etwas abseits des riesigen Zuschauerinteresses fährt Kevin Kuhn vom VC Eschenbach ein starkes Rennen und verpasst die Top 10 als Elfter nur knapp.
Bild: Elisa Haumesser / Swiss Cycling

Radquer-WM: Kevin Kuhn stark unterwegs, Jana Glaus solide

Die ganz grosse Geschichte an den Radquer-Weltmeisterschaften vom Wochenende in Hulst (NED) schrieb Mathieu van der Poel. Der niederländische Ausnahmekönner sicherte sich in überlegener Manier zum achten Mal den Titel und ist damit nun alleiniger Rekordweltmeister in dieser Disziplin. Van der Poel krönte sich zum vierten Mal in Serie zum Weltmeister. Diesbezüglich zog der 31-Jährige mit dem legendären Schweizer Albert Zweifel gleich, welcher von 1976 bis 1979 ungeschlagen blieb.

Eine starke Leistung zeigte in Hulst auch Kevin Kuhn. Der amtierende Schweizer Meister vom Veloclub Eschenbach verpasste die Top Ten als Elfter um lediglich neun Sekunden. Es handelt sich um das zweitbeste WM-Resultat des 27-jährigen Zürcher Oberländers in der Elite-Kategorie. Weiter vorne eingereiht hatte sich der U23-WM-Silbermedaillengewinner von Dübendorf (2020) einzig vor vier Jahren in Fayetteville (USA), als er Neunter geworden war.

«Ich kann mit diesem Resultat ganz zufrieden sein», sagt Kuhn. Er bewegte sich zu Beginn innerhalb der Top Ten, fiel dann aber nach einem Fehler in der zweiten Runde zurück und verlor den Anschluss etwas. Als es in der Schlussphase des Rennens zu regnen begann, kam ihm das entgegen. «Ich riskierte in den Abfahrten ziemlich viel, aber so konnte ich das Loch wieder zufahren.» Auch Nationaltrainer Andreas Kugler war mit Kuhns Darbietung zufrieden. «Kevin hat in einem Rennen auf hohem Niveau eine gute Leistung gezeigt», hielt der Ostschweizer fest.

Unterwegs zu Rang 22 bei den U23-Juniorinnen: Die 21-jährige Schännerin Jana Glaus klassiert sich an den Radquer-Weltmeisterschaften in Hulst in etwa dort, wo sie Nationaltrainer Andreas Kugler erwartet hatte.
Bild: Elisa Haumesser / Swiss Cycling

Neben Kuhn stand mit Jana Glaus in Hulst noch ein zweites Mitglied des VC Eschenbach im Einsatz. Die 21-Jährige aus Schänis fuhr in der U23-Kategorie und erreichte Rang 22. Auf die niederländische Siegerin Leonie Bentveld büsste sie knapp vier Minuten ein. Damit landete Glaus «ungefähr dort», wo sie Nationalcoach Kugler erwartet hatte.

Unter dem Strich fiel Kuglers WM-Fazit insbesondere dank Rang 5 von Juniorin Shana Huber und dem 6. Platz von Elite-Fahrerin Jolanda Neff äusserst positiv aus: «Wir fahren mit zwei Top-6-Plätzen nach Hause, das darf sich sehen lassen.»

Neff, die Mountainbike-Olympiasiegerin von Tokio, war von Beginn weg vorne dabei und lange Teil jener fünf- bis sechsköpfigen Gruppe, welche um den Gewinn der Bronzemedaille kämpfte. In der sechsten und letzten Runde vermochte sich die Niederländerin Puck Pieterse aus dieser Gruppe zu lösen. Die Mountainbike-Weltmeisterin des Jahres 2024 landete hinter ihren Landsfrauen Lucinda Brand und Ceylin del Carmen Alvarado auf Platz 3. Die Differenz zwischen Neff und dem Podest belief sich auf lediglich elf Sekunden. Schon bei ihrer Premiere an einer Radquer-WM vor sieben Jahren in Dänemark war Neff auf Platz 6 gefahren. (pd/sda/red)

Volleyball, NLA: Joner sind bereit für Play-offs und Cup-Halbfinal

Zum Abschluss der Qualifikation empfing der Tabellenvierte TSV Jona am Samstag das sechstplatzierte Lausanne UC. Dabei war klar: Gewinnt das Heimteam, verbleibt es auf Rang 4 – und geht damit am 14. Februar mit Heimvorteil in den im Modus Best of 5 ausgetragenen Play-off-Viertelfinal gegen Chênois Genf, das bereits als Gegner feststeht.

Aus Joner Sicht war also ein überzeugender Auftritt gegen Lausanne wünschenswert. Und die Spieler lieferten ab: In drei Sätzen war der TSV Jona die klar bessere Mannschaft. Nur einmal, gegen Ende des dritten Satzes, kamen die Gäste gefährlich nah an einen Satzgewinn. Die Joner behielten aber auch da die Nerven und drehten den 19:21-Rückstand in einen 25:23-Satzerfolg.

Dieser 3:0-Sieg sicherte das beste Qualifikationsergebnis der Joner Volleyballer seit dem Wiederaufstieg in die NLA im Jahr 2014.

Bevor es in den Play-offs losgeht, kämpft der TSV Jona am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) auswärts gegen Näfels um den Einzug in den Cupfinal. (bom/red)

TSV Jona Volleyball – Lausanne UC 3:0 (25:21, 25:19, 25:23)
Grünfeld, 120 Zuschauende. – SR: Schemeth/Sanapo. – Spieldauer: 82 Minuten.
Jona: Weiss (Libero); Lietzke, Garett, Süess, Birchler, Lauener, Ulrich; Clement, Caviezel, Schwotzer, Frischmuth, Fuchs.
Lausanne: Favre (Libero); Burgi, Montavon, Ineichen, Ezeonu, Matheney, Bayet; Schneider, Ketrynski, Luong, Dijkstra.


Einmal mehr der erfolgreichste Angreifer: Topskorer Luca Ulrich (rechts, beim Smash) steuert 17 Punkte zum klaren 3:0-Sieg von Jona gegen Lausanne bei.
Archivbild: TSV Jona Volleyball

Eishockey, SWHL B: Für die Lakers Ladies wird es eng

Für das Frauenteam der Rapperswil-Jona Lakers spitzt sich die Lage im Kampf um den Play-off-Einzug in der zweithöchsten Liga immer mehr zu. Drei Runden vor Ende der Qualifikation haben die Rosenstädterinnen als Tabellenachte nur noch zwei Punkte Vorsprung auf das neuntplatzierte Thun. Während die Thunerinnen sich gegen Bassersdorf (6.) auswärts mit 3:2 nach Penaltyschiessen durchsetzten, mussten sich die Lakers Ladies zu Hause dem direkt vor ihnen klassierten Worb mit 0:1 geschlagen geben. Das einzige Tor dieser Partie fiel bereits nach einer knappen Viertelstunde. Im Anschluss konnten die Rapperswil-Jonerinnen unter anderem drei Powerplays nicht in ein Tor ummünzen. Nach der jüngsten Entwicklung deutet immer mehr darauf hin, dass die Entscheidung um das letzte Play-off-Ticket in der vorletzten Qualifikationsrunde im Direktduell zwischen den Lakers und Thun fallen wird. Dieser Showdown steigt am 15. Februar um 19.45 Uhr am Obersee, sprich in der SGBK-Arena. (red)

Faustball, NLA, Halle: Joner müssen trotz erstem Sieg in die Barrage

Die Doppelrunde vom Wochenende markierte für das Männerteam des TSV Jona Faustball das Ende einer schwierigen Qualifikationsphase in der aktuellen NLA-Hallenmeisterschaft. Insgesamt standen für das junge Joner Team vier Partien an. Die beiden am Samstag gingen klar verloren. Affeltrangen unterlag die Equipe von Trainer Stefan Helbling mit 0:3 (9:11, 6:11, 7:11), Elgg-Ettenhausen mit 0:3 (6:11, 8:11, 11:13). Am Sonntag ging es im gleichen Stil weiter: Auch gegen den Qualifikationssieger Oberentfelden blieb Jona ohne Satzgewinn, zog mit 0:3 (5:11, 7:11, 8:11) den Kürzeren. Es folgte das Duell gegen den Konkurrenten am Tabellenende, Wigoltingen. Und da gelang den Jonern endlich der lang ersehnte erste Saisonsieg. Mit einer hochkonzentrierten Leistung und der nötigen Kaltblütigkeit im Abschluss sicherte sich das Team die ersten beiden Sätze (11:7, 11:9). Zwar folgte im dritten Durchgang ein kurzer Einbruch (4:11), der an die schwierigen Phasen der Vorrunden erinnerte, doch diesmal fingen sich die Joner rechtzeitig. Mit einem entschlossenen 11:7 im vierten Satz machten sie den 3:1-Sieg perfekt.

Schwierige Saison: Zum Abschluss der Qualifikation erkämpfen sich die Joner Faustballer zwar den ersten Sieg, den Ligaerhalt müssen sie nun aber in der Barrage sicherstellen.
Archivbild: Jessica Matuh / Swiss Faustball

Trotz dieses Erfolgs beendete Jona die Qualifikation auf dem letzten Tabellenrang und wird sich nun den Klassenerhalt in der Barrage sichern müssen. Mit Blick darauf könnte der Sieg im letzten Qualifikationsspiel aber doch nicht ganz unbedeutend sein – zumindest mental: Das Erfolgserlebnis dürfte den Jonern Rückenwind geben.

Die entscheidenden Spiele um den letzten offenen Platz in der nächsten NLA-Hallensaison finden am 28. Februar statt. Die Joner treffen dabei auf die beiden NLB-Gruppensieger Rickenbach-Wilen und Vordemwald. (eing/red)

Snowboard alpin: Ladina Caviezel fährt auch bei Olympia-Hauptprobe hinterher

Der letzte Wettkampf vor den Olympischen Spielen ist für das Schweizer Alpin-Snowboardteam nicht nach Wunsch verlaufen. Zwar qualifizierten sich beim Parallel-Riesenslalom im bulgarischen Rogla am Samstag mit Julie Zogg, Flurina Bätschi, Gian Casanova und Dario Caviezel vier Akteure für den Achtelfinal, doch alle schieden bereits in der ersten K.-o.-Runde aus.

Eine nächste grosse Enttäuschung in diesem Winter setzte es für Ladina Caviezel ab. Die 32-jährige Uznerin, die ihre letzte Saison bestreitet, scheiterte im elften Weltcuprennen zum zehnten Mal bereits in der Qualifikation, wenn auch einmal mehr knapp. Als 18. fehlten ihr diesmal 13 Hundertstelsekunden zum Einzug in die Finalläufe der Top 16. Als entscheidend erwies sich der zweite Qualifikationslauf, in dem der WM-Dritten von 2019 in dieser Disziplin lediglich die 23.-beste Zeit gelang.

Im zweiten Qualifikationslauf zu wenig schnell: Die Uzner Alpin-Snowboarderin Ladina Caviezel verpasst im elften Weltcup der Saison zum zehnten Mal die Finalläufe der Top 16.
Archivbild: Keystone

Der Sieg bei den Frauen ging an die Japanerin Tsubaki Miki, bei den Männern gewann der Koreaner Sangho Lee. Der Olympia-Wettkampf im Snowboard alpin findet am Sonntag, 8. Februar, statt. Für Ladina Caviezel sind es die vierten Olympischen Spiele nach Sotschi 2014 (Ränge 14 und 24), Pyeongchang 2018 (13. Platz) und Peking 2022 (17.). (rvo/su)

Snowboardcross: Valerio Jud fährt in Frankreich statt Italien

Sein grosses Saisonziel, die Olympischen Winterspiele, hat Valerio Jud verpasst. Sein Alternativprogramm heisst Europacup. Am Wochenende stand der Uzner zweimal im französischen Puy St. Vincent im Einsatz. Mit unterschiedlichem Erfolg: Am Samstag sah der 23-Jährige in der Qualifikation das Ziel nicht, schied somit aus dem Wettkampf aus, und am Sonntag klassierte er sich als bester Schweizer auf Rang 11. (red)

Skispringen: Geschwister Wasser in Lillehammer im Einsatz

Wie Snowboardcrosser Valerio Jud müssen auch Celina Wasser und ihr Bruder Yanick die Olympischen Winterspiele nur als Zuschauer mitverfolgen – wobei bei den Geschwistern aus Benken es schon sehr überrascht hätte, wenn sie sich das Olympia-Ticket hätten sichern können. Am vergangenen Wochenende standen beide im norwegischen Lillehammer im Einsatz. Der 21-jährige Yanick Wasser bestritt zwei Wettkämpfe des Continental Cups und klassierte sich auf den Rängen 21 und 18, wodurch er jeweils der klar beste der drei teilnehmenden Schweizer war. Die 19-jährige Celina Wasser absolvierte zwei Springen im Intercontinental Cup und erreichte die Ränge 39 und 37 – womit sie zweimal die klar schwächste der vier Schweizerinnen war. (red)

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