Platztausch, Schneetreiben und neue Kräfte – das war das Sportwochenende
Radquer-Spezialist Kevin Kuhn ist in Belgien gleich doppelt gefordert. Die Joner Volleyballer starten mit einer Niederlage ins Jahr. Und der FC Rapperswil-Jona holt zwei Spieler von YB.
Radquer-Spezialist Kevin Kuhn ist in Belgien gleich doppelt gefordert. Die Joner Volleyballer starten mit einer Niederlage ins Jahr. Und der FC Rapperswil-Jona holt zwei Spieler von YB.
Volleyball, NLA: Joner unterliegen Schönenwerd zu Hause klar
In äusserst knappen drei Sätzen hatte der TSV Jona das Hinspiel in Schönenwerd gewonnen. Mit Blick auf das Heimspiel vom vergangenen Samstag machten sich die Joner also berechtigte Hoffnungen auf einen abermaligen Punktgewinn gegen die Solothurner. Die Gastgeber mussten allerdings auf ihren Zuspieler Nathan Lietzke verzichten, der aus persönlichen Gründen länger als geplant in den USA geblieben ist.
Mindestens im ersten Satz tat dies dem Joner Spiel keinen Abbruch. Immer in Führung liegend, kam das Heimteam zu ersten Satzbällen, konnte aber keine der vier Gelegenheiten zum Satzgewinn nutzen. Nach einem Annahmefehler der Joner hatte plötzlich Schönenwerd einen Satzball – und nutzte diesen prompt zum 28:26.
Der knappe Satzverlust hatte eine Zäsur im Spiel der Joner zur Folge. Es gelang ihnen nicht mehr, an die Leistung des ersten Satzes anzuknüpfen. Nachdem der zweite Satz mit 25:22 an Volley Schönenwerd ging, war der dritte Satz mit 25:17 eine klare Angelegenheit zugunsten der Gäste.
Damit überholt Volley Schönenwerd (neu 4. Rang) den TSV Jona (5.) in der Tabelle.
TSV Jona Volleyball – Volley Schönenwerd 0:3 (26:28, 22:25, 17:25)
Grünfeld, 160 Zuschauende. – SR: Greller/Sikanjic. – Spieldauer: 78 Minuten.
Jona: Weiss (Libero); Frischmuth, Caviezel, Süess, Birchler, Lauener, Ulrich; Heynen, Clement, Schwotzer, Endl, J. Maag, Fuchs.
Schönenwerd: Fischer (Libero); Egger, Haikal, Kolb, S. Maag, Lengweiler, Wurster; Von Burg, Hunziker, Kennel, Licka, Charpilloz, Winzenried.
Fussball: FCRJ verpflichtet zwei neue Spieler
Der FC Rapperswil-Jona leiht für die zweite Saisonhälfte der Challenge League zwei junge, talentierte Spieler aus der Nachwuchsabteilung der BSC Young Boys aus. Stevan Raicevic und Janis Lüthi wechseln leihweise bis zum 30. Juni 2026 zum Klub vom Obersee.
Raicevic sei ein moderner Innenverteidiger, heisst es in der Medienmitteilung des Vereins. Der 18-Jährige durchlief die Nachwuchsabteilung der Young Boys und kam zuletzt hauptsächlich in der U-21-Equipe der Berner in der Promotion League zum Einsatz. Darüber hinaus gehört Raicevic dem Kader der Schweizer U-18-Nationalmannschaft an. FCRJ-Sportchef Alessandro Ciarrocchi sagt zur Verpflichtung: «Stevan bringt ein grosses Potenzial mit. Er ist schnell, verfügt über einen guten linken Fuss und ist stark im Spielaufbau von hinten.»
Auch Lüthi spielte zuletzt für die U-21 der Berner. Er ist 20-jährig und aktueller Schweizer U-20-Nationalspieler. Zuletzt trainierte er wiederholt mit der 1. Mannschaft der Young Boys und stand bei den Europa-League-Play-off-Spielen gegen Slovan Bratislava im Aufgebot.
Lüthi stammt ursprünglich vom SC Jegenstorf, wechselte über den FC Köniz im Jahr 2020 zu YB und entwickelte sich dort kontinuierlich weiter. Sportchef Ciarrocchi beschreibt Lüthi wie folgt: «Janis hat grosses Potenzial, ist flexibel in der Offensive einsetzbar, kräftig und schnell. Er sucht konsequent die Tiefe und bringt trotz seines jungen Alters bereits wertvolle Erfahrung mit.»
Den beiden Zuzügen stehen beim FCRJ zwei Abgänge gegenüber. Hakija Canoski ist zum FC Widnau (1. Liga) gewechselt und Torhüter Laurent Seiji nach dem Ende seiner Leihe per 1. Januar 2026 zum Grasshopper Club Zürich zurückgekehrt. Letzterer war Ende November kurzfristig verpflichtet worden, weil mit Alan Omerovic und Cyrill Emch gleich beide Stammgoalies verletzt ausfielen, und hinterliess einen sehr starken Eindruck. Ersterer hingegen kam beim FCRJ nur zu einem einzigen, kurzen Einsatz.
Radquer: Kuhn zeigt im winterlichen Belgien gute Rennen
Kevin Kuhn vom VC Eschenbach startete mit einem Doppeleinsatz ins neue Jahr. Am Samstag stand das Rennen der Superprestige-Serie in Gullegem im Programm. Die Strecke war schnell und der Winter machte auch in Belgien Halt, und so schneite es während des Wettkampfes. Kuhn zeigte ein starkes Rennen, liess sich von den garstigen Bedingungen nicht beeinflussen und ersprintete sich den sehr guten 6. Rang. Der 27-Jährige zeigte sich hinterher zufrieden: «Es war ein Rennen, wie ich es mag. Und es ist richtig gut gelaufen.» Den Sieg sicherte sich der Belgier Niels Vandeputte mit drei respektive vier Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Michael Vanthourenhout und den Niederländer Joris Nieuwenhuis. Kuhn büsste 47 Sekunden ein nach einer Renndauer von einer knappen Stunde.
Am Sonntag ging es mit dem Weltcup in Zonhoven weiter. Zonhoven ist bekannt für die vielen Sandpassagen inklusive rasanter Abfahrten und langer Laufpassagen, aber auch für die vielen Zuschauenden. 20'000 standen diesmal am Streckenrand und feuerten die Rennfahrer an. Die Strecke zeigte sich dieses Jahr nicht nur sandig, sondern auch schneebedeckt. Kuhn startete gut ins Rennen und positionierte sich knapp hinter den Top 10. Bis Rennhälfte konnte sich der Schweizer Meister um Position 12 herum halten. Dann verlor er in den Positionskämpfen einige Ränge und fuhr letztlich als 17. ins Ziel. Dominiert und gewonnen wurde das Rennen vom niederländischen Rad-Superstar Mathieu van der Poel vor seinem Landsmann Tibor del Grosso und dem Belgier Emiel Verstrynge. Van der Poels eindrückliche Siegesserie geht damit weiter. Er hat in der laufenden Saison neun Radquer-Rennen bestritten (fünf davon auf Stufe Weltcup) – und alle gewonnen. (eing)
Schwingen: Ziegler überzeugt bei Räbsamen-Triumph
Am Samstag stand in der Zürcher Saalsporthalle mit dem Berchtoldschwinget der Saisonstart im Schwingen an. Im Schlussgang stellten die Eidgenossen Marcel Räbsamen und Nick Alpiger, der Tagessieg ging trotzdem an Räbsamen, der vier der fünf Gänge zuvor mit der Maximalnote gewann.
Platz 3 sicherte sich Andreas Ziegler aus Kaltbrunn. Der 23-Jährige zeigte eine starke Leistung, blieb ungeschlagen. Neben vier Siegen (drei davon mit der Maximalnote) erreichte er gestellte Gänge gegen die beiden Eidgenossen Fabian Kindlimann und Martin Roth. Die weiteren Athleten des Schwingerverbandes Rapperswil und Umgebung verpassten die Auszeichnung. Es waren dies Sandro Gmür (11. Rang), Manuel Weber (13.), Noah Weber (16.), Lukas Steiner (17.), Adrian Bohl (18.), Dario Bohl (19.), Jan Schnyder (20.) und Nicolas Schatt (27.).
Überschattet wurde der Anlass vom Unfall Alexander Würmlis, der kurz vor dem Schlussgang regungslos im Ring liegen blieb. Minutenlang regte sich der junge Zürcher nicht und wurde dann ins Spital überführt. Es geisterte schon das Wort Querschnittlähmung durch die Arena. Gemäss «Blick» bestätigte sich der böse Verdacht aber nicht. Nach ersten Erkenntnissen erlitt Würmli «nur» ein stumpfes Wirbeltrauma – und spürt seinen ganzen Körper. Genaueres zur Art und Schwere der Verletzung soll ein MRI hervorbringen. (rvo/red)
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