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Klare Zustimmung zu Berufsschule, Sanierung der Eishalle, Doppelturnhalle und Posträumen

Das Stimmvolk im Kanton sagt klar Ja zum 91-Millionen-Neubau des BWZ im Lido. Derweil sind auch die weiteren beiden kantonalen sowie die drei kommunalen Vorlagen in der Region unbestritten.

Linth-Zeitung
08.03.26 - 14:45 Uhr
Linthgebiet
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Volk sagt Ja: Auf dem Ara-Parkplatz im Südquartier wird die neue Berufsschule gebaut.
Bild: Pascal Büsser

Bildungspolitiker in der Region jubeln. Die Stimmbevölkerung im Kanton sagt deutlich Ja zu einem Neubau des Beruf- und Weiterbildungszentrums (BWZ) in Rapperswil-Jona. Der Entscheid fiel mit 126'276 Ja-Stimmen (80,1 Prozent) gegen 31'351 Nein-Stimmen (19,9 Prozent).

Auch die Region sagt deutlich Ja zum neuen BWZ. Wobei die Zustimmung interessanterweise nicht in Rapperswil-Jona (gut 80 Prozent), sondern in Schmerikon und Uznach mit über 85 Prozent am höchsten ausfällt.

Der Kanton hat nun politisch grünes Licht, um im Südquartier gegenüber des Hockeystadions ein neues BWZ zu bauen. Bisher mietet der Kanton für die Berufsschule Gebäude der Stadt im Zentrum. Der Neubau soll im besten Fall im Jahr 2033 stehen.

Ja auch zu Wil West und zum Autobahnanschluss

Vom Stimmvolk gutgeheissen wurden am Sonntag auch die beiden weiteren Vorlagen im Kanton. Der Kanton St. Gallen kann das Entwicklungsgebiet Wil West dem Nachbarn Thurgau verkaufen. Die Stimmberechtigten sagten auch Ja zu einem zusätzlichen Autobahnanschluss in der Region Rorschach.

Die Vorlage zu Wil West wurde mit 85'420 (54,7 Prozent) gegen 70'794 Stimmen (45,3 Prozent) angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 50,1 Prozent.

Den Autobahnanschluss plus Zubringerstrasse bewilligten die Stimmberechtigten mit 83'034 (54,0 Prozent) gegen 70'678 Stimmen (46,0 Prozent).

Deutliches Ja für Eishallen-Sanierung

Nicht gleich massiv wie beim BWZ, aber ebenfalls deutlich Ja sagte die Stimmbevölkerung von Rapperswil-Jona zur Sanierung der Eishalle Lido für insgesamt rund 6,4 Millionen Franken. Gut 70 Prozent der Stimmenden hiessen am Sonntag die Vorlage gut.

Die Stadt kann nun den Ersatz der Kälteanlage, die Vergrösserung der Schneegrube, die Sanierung von Sanitäranlagen sowie die Erneuerung von Aussentüren, Fassade und Brandschutz an die Hand nehmen. Die Arbeiten sollen etappenweise bis Ende 2028 stattfinden.

Ja zum 15,5-Millionen-Baukredit: So soll die neue Doppelturnhalle mit Schul- und Musikräumen in Gommiswald aussehen.
Visualisierung: zVg

Neue Doppelturnhalle in Gommiswald klar angenommen

Das Stimmvolk in Gommiswald sagt heute deutlich Ja zum Kredit über 15,5 Millionen Franken für den Bau einer neuen Doppelturnhalle inklusive Schulräumlichkeiten für Primar- und Oberstufe. Auch Räume für die Musikschule und öffentliche Schutzräume sind geplant. Die Stimmberechtigten der Gemeinde Gommiswald haben den Baukredit mit einem Ja-Stimmenanteil von 70,5 Prozent gutgeheissen. Die Stimmbeteiligung betrug 58 Prozent. Als nächster Schritt wird jetzt das Baugesuch für das Projekt eingereicht – die Inbetriebnahme ist auf Sommer 2028 geplant. 

Neue Besitzerin: Nach dem Ja der Stimmbürger kann die Politische Gemeinde die ehemaligen Posträumlichkeiten kaufen – somit gehört nun das ganze Gemeindehaus der Gemeinde.
Bild: Archiv

Weesen gehört bald das ganze Gemeindehaus

Mit über 85 Prozent sagen die Weesnerinnen und Weesner am Sonntag überaus deutlich Ja zum Kauf der Räume der ehemaligen Postfiliale im Gemeindehaus. Bis jetzt besass die Gemeinde knapp die Hälfte des Gebäudes. Jetzt kann sie die gesamte Liegenschaft übernehmen. Der von der Stimmbevölkerung am Sonntag bewilligte Kaufpreis liegt bei 1,15 Millionen Franken.

Die neuen Räume sollen ab 1. Juli 2026 der Gemeinde gehören. Der Gemeinderat möchte kostengünstige Massnahmen prüfen, die eine Zwischennutzung der Räume ermöglichen. 

Gemäss Gutachten zur Abstimmungsvorlage überzeugt der heutige Standort langfristig. Wie es heisst, könnte eine abgestimmte Weiterentwicklung die Aufenthaltsqualität steigern und die Belebung des Zentrums unterstützen. Der Gemeinderat geht davon aus, dass er in einem Jahr einen Projektierungskredit vorlegen könnte. 2028 könnten die Stimmberechtigten dann voraussichtlich über einen Baukredit entscheiden.

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