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Doppelt so viele Unfälle: Betrunkene E-Trottinett-Fahrer halten die Polizei auf Trab

2025 starben zwei Menschen im Linthgebiet im Strassenverkehr. Das sind weniger als im Vorjahr. Dafür nehmen Unfälle mit E-Bikes und E-Trottinetts ungebremst zu.

Agentur
sda
17.03.26 - 17:00 Uhr
Linthgebiet
Starke Zunahme: Doppelt so viele Unfälle mit alkoholisierten E-Trottinette-Fahrer ereigneten sich im letzten Jahr.
Starke Zunahme: Doppelt so viele Unfälle mit alkoholisierten E-Trottinette-Fahrer ereigneten sich im letzten Jahr.
Symbolbild: Kantonspolizei St. Gallen

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist 2025 marginal um acht Unfälle zurückgegangen, teilte die St. Galler Kantonspolizei am Dienstag mit. Konkret waren es 2508 Unfälle. Weil die Bevölkerung erneut gewachsen sei und auch die Zahl der in Verkehr gebrachten Fahrzeuge erneut anstieg, könne diese Entwicklung als positiv gewertet werden.

Bei den Unfällen auf St. Galler Strassen starben im letzten Jahr 13 Menschen. Das ist ein Rückgang um acht Todesfälle gegenüber dem Vorjahr. Im Linthgebiet gab es je einen tödlichen Unfall in Kaltbrunn und in Rapperswil-Jona. Im Vorjahr waren es fünf Todesfälle in der Region. Kantonsweit stagniert seit 2017 die Anzahl der Todesopfer und Schwerverletzten im Strassenverkehr.

Zu den Ursachen gehörten unter anderem zu hohe Tempi und Alkohol. Laut der Statistik sind 12 Prozent der Unfälle auf eine überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Fast 10 Prozent wurden durch alkoholisierte Fahrerinnen und Fahrer verursacht.

Warum E-Bikes und E-Trottinetts Polizei beschäftigen

Diese Zahl wurde weiter aufgeschlüsselt. Betroffen sind nämlich nicht nur die Lenkerinnen und Lenker von Autos. Bei den E-Bikes stellt die Polizei einen erneuten Anstieg von Unfällen fest, bei denen Alkohol im Spiel war. Unabhängig von der Ursache waren es insgesamt 116 Unfälle, bei denen mindestens ein E-Bike beteiligt war. 111-mal kam dabei eine Person zu Schaden.

Bei den E-Trottinetts hat sich die Zahl der alkoholisiert verursachten Unfälle verdoppelt. Die neuen Trends machten sich unschön bemerkbar, schrieb Philipp Sennhauser, Leiter der Verkehrspolizei, in der Einleitung zum Bericht. «Die weiter stark steigende Anzahl der E-Trottinett-Unfälle steht stellvertretend hierfür.»

Wer am stärksten gefährdet ist

Herausgestrichen werden zwei weitere Entwicklungen: So hat sich die Zahl der Velounfälle erhöht. Auffallend seien die vielen Selbstunfälle. Ebenfalls einen Anstieg gibt es bei den Motorradunfällen. Nach wie vor seien junge Fahrerinnen und Fahrer von Motorrädern am meisten gefährdet.

Die Kantonspolizei sieht sich aufgrund der Zahlen in ihrer Prioritätensetzung bestätigt. Sie werde auch in Zukunft die Fahrfähigkeit der Fahrzeuglenkenden kontrollieren, das Einhalten der Geschwindigkeit messen und prüfen, ob die sicherheitsrelevanten Verkehrsregeln eingehalten werden.

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