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Ein Triple, ein Quintuple und eine positive Nullnummer – das war das Sportwochenende

Janice Studler gewinnt zum dritten Mal den Zürilauf-Cup, Kevin Kuhn zum fünften Mal das Radcross Illnau. Und die FCRJ-Frauen fügen dem Leader den ersten Punktverlust zu. Das lief im Regionalsport.

Silvano
Umberg
29.09.25 - 17:00 Uhr
Linthgebiet
ZKB ZUERILAUF CUP 2025 PFÄFFIKERSEE-LAUF
Eine Klasse für sich: Janice Studler aus Rapperswil-Jona rennt beim Pfäffikersee-Lauf souverän zum Sieg – und gewinnt zum dritten Mal in Folge die Gesamtwertung des Zürilauf-Cups.
Bild: Matt Anderson / WeArePepper

Eishockey: Lady Lakers feiern knappen Startsieg

Den Schwung aus der vergangenen Saison mitnehmen und wieder die Play-offs erreichen – so lautet das Ziel des Frauenteams der SC Rapperswil-Jona Lakers für die neue Spielzeit in der zweithöchsten Liga SWHL B. Der Auftakt ist den Rosenstädterinnen schon mal geglückt. Beim letztjährigen Halbfinalisten Zunzgen-Sissach kam die Equipe von Trainer Reto Klaus zu einem 1:0-Erfolg. In einer Partie mit ungewöhnlich vielen Strafen (je sieben Zweiminüter pro Team) erzielte die erst 15-jährige Bündnerin Lara Zanetti, auf diese Saison hin vom CdH Engiadina aus der SWHL C zu den Lady Lakers gestossen, kurz vor der zweiten Pause im Powerplay den «goldenen» Treffer.

Leichtathletik: Janice Studler sichert sich das Triple

Elf Laufwettbewerbe umfasste die 40. Ausgabe des 1986 erstmals durchgeführten Zürilauf-Cups. Das letzte Rennen der aktuellen Saison, mit Start und Ziel in Wetzikon ZH, musste bei den Frauen die Entscheidung über den Gesamtsieg herbeiführen. Die in Rapperswil-Jona wohnhafte Janice Studler, die den Gesamtsieg des beliebten Laufwettbewerbs bereits 2023 und 2024 hatte für sich beanspruchen dürfen, hielt als Titelverteidigerin der Nervenbelastung stand und entschied das Saisonfinale souverän zu ihren Gunsten. 

Studler absolvierte die 12,2 Kilometer des Pfäffikersee-Laufes in einer Zeit von 46:36 Minuten und liess der Konkurrenz deutlich das Nachsehen. Auf die zweitplatzierte Raja Aellig-Urner lief sie einen Vorsprung von 2:20 Minuten heraus und die drittplatzierte Helene Ervin Egle lag im Ziel fast drei Minuten hinter der souveränen Siegerin zurück. 

Mit ihrem dritten Gesamtsieg in Folge reiht sich Janice Studler in die absolute Top-Klasse in der langen Geschichte des Zürilauf-Cups ein. Mit fünf Siegen en suite (1989 bis 1993) ist Gerti Wettstein nach wie vor Rekordhalterin. Dahinter folgt Janice Studler, die wie Luzia Schmid (2002 bis 2004) dreimal in Folge die Laufserie für sich entscheiden konnte. (ff)

Fussball: FCRJ-Frauen werden für Kämpferherz belohnt, Weesen feiert Last-Minute-Sieg

Women's Super League

Nach drei Niederlagen in Serie in der Meisterschaft hat das Team des FC Rapperswil-Jona am Samstag wieder einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit viel Leidenschaft, Disziplin und Teamwork erkämpften sich die Rosenstädterinnen im heimischen Grünfeld gegen Servette Chênois ein 0:0. Damit fügten sie den Genferinnen, welche die Tabelle weiterhin souverän anführen, den ersten Punktverlust der laufenden Saison zu. FCRJ-Stürmerin Tamara Saric zeigte sich stolz darüber und strich die starke Teamleistung heraus: «Es war von der ersten bis zur letzten Sekunde ein riesiger Kampf. In den Schlussminuten mussten wir wirklich alles hinten reinwerfen, weil Servette oft in unserem Strafraum war. Aber wir haben gekämpft, wir haben zusammengehalten. Und das hat uns diesen Punkt eingebracht.»
Einen Schreckmoment erlebten die FCRJ-Frauen in der 79. Minute: Ihr Trainer Gerold Bisig sah nach einer Diskussion mit dem Schiedsrichter die Rote Karte. Doch seine Spielerinnen liessen sich davon nicht beirren. Im Gegenteil: Sie kämpften noch beherzter und warfen sich in jeden Ball.
Die Rapperswil-Jonerinnen bleiben somit der Favoritenschreck: Aus den ersten sechs Partien haben sie zwar «erst» vier Punkte geholt (Rang 8), diese jedoch gegen den Ersten und Dritten der Tabelle (gegen Basel war es ein 2:0-Heimsieg gewesen).

Starke Leistung gegen den Leader: Wie hier Captain Sarah Frischknecht (am Ball) im Match gegen YB, zeigen die Frauen des FC Rapperswil-Jona auch gegen Servette Chênois vollen Einsatz – und werden diesmal mit einem Punkt belohnt.
Archivbild: Shot by Shen

Frauen, 1. Liga, Gruppe 2

Im sechsten Match feierten die Eschenbacherinnen ihren dritten Sieg. Gleich mit 4:1 bodigten sie am Samstag auf dem heimischen Rasen den Tabellenvorletzten Effretikon. In der Tabelle machte das Team von Trainer Antonio Scarano damit zwei Plätze gut, liegt mit 10 Punkten neu auf Rang 7, wobei der Rückstand auf den Tabellenzweiten Baar nur ein Zähler beträgt.

Frauen, 2. Liga

Seit der dritten Runde lösen sich bei Aufsteiger Uznach Sieg und Niederlage stets ab. Am Sonntag unterlagen die Uznerinnen, die erstmals überhaupt in dieser Liga vertreten sind, zu Hause den Gästen aus Frauenfeld mit 0:1. Der Gegentreffer fiel bereits in der 10. Minute. In der Tabelle liegt Uznach weiterhin auf Rang 7.

2. Liga interregional, Gruppe 5

Aufsteiger Weesen ist wieder an der Tabellenspitze. Wie Seefeld haben die Gasterländer am Samstag im sechsten Match den fünften Sieg eingefahren. Dank der besseren Strafpunktebilanz (15 gegenüber 17) liegen sie nun aber vor den Zürchern.
Der Weg zum 4:3-Auswärtssieg gegen die Reserven des FC Schaffhausen glich für die Weesner einer Achterbahnfahrt. Nach gut einer halben Stunde führten sie dank Toren von Tuncer Niederberger, Edison Syla und Taulant Syla komfortabel mit 3:0. Nach der Pause stellten sie sich dann aber derart ungeschickt an, dass ihnen die Felle beinahe noch davonschwammen. Nach dem 3:3 des Heimteams kurz vor Schluss hatte es das Team vom Walensee dann einer Willensleistung von Captain Oliver Gutknecht tief in der Nachspielzeit (93.) zu verdanken, dass es am Ende doch mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten konnte.

2. Liga, Gruppe 2

Für den FC Eschenbach setzte es am Samstag eine bittere Auswärtsniederlage ab. Nach frühem Rückstand (4.) gelang den Eschenbachern zunächst die Wende. Nach Treffern von Kaan Polat (43.) und Noël Langer (55.) sowie einem Eigentor (45.) führten sie nach einer knappen Stunde mit 3:1. Mit einem Doppelschlag glich Bazenheid wenig später aber aus. Und in der Nachspielzeit (93.) gelang den Gastgebern sogar noch der 4:3-Siegtreffer. In der Tabelle blieb Eschenbach auf Position 10.

Drei Ränge weiter vorne liegt neuerdings die zweite Mannschaft des FC Rapperswil-Jona, die am Sonntag mit einem 3:1 zu Hause gegen Steinach ihren dritten Saisonsieg feierte. Nach einem 0:1-Rückstand sorgten Roger Kuhn, Edijon Ejupi und Viacheslav Seredenko für die Wende.

3. Liga, Gruppe 4

Der FC Uznach ist zurück auf der Siegerstrasse. Nach drei 1:2-Niederlagen in Folge (eine davon im Cup) setzte er sich am Samstag auswärts beim FC Neckertal-Degersheim durch – mit 2:1. Giovanni Fortunato traf in der 9. Minute zur Führung. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöhte Denys Magno per Penalty auf 2:0. Kurz vor Schluss kamen die Gastgeber nochmals heran, zu mehr als Resultatkosmetik reichte es aber nicht mehr. In der Tabelle blieb es für die Uzner bei Rang 4.
Direkt dahinter liegt die dritte Mannschaft des FC Rapperswil-Jona, die am Donnerstag zu Hause gegen Aadorf 2:2 unentschieden spielte.

4. Liga, Gruppe 8

Die vierte Mannschaft des FC Rapperswil-Jona steht auch nach sechs Runden mit dem Punktemaximum da. Und das als Aufsteiger! Am Samstag setzten sich die Rosenstädter im glarnerischen Rüti mit 1:0 durch. Auf Rang 3 folgt der FC Wagen, der am Samstag zu Hause die Reserven des FC Linth 04 gleich mit 6:2 bezwang. Silvan Mächler und Maurice Laimbacher trafen je doppelt. Die zweite Mannschaft des FC Uznach (7. Platz) spielte gegen Walenstadts Reserven (9.) 1:1. Schmerikon (4. Rang) gastiert am Montagabend beim FC Netstal (2.), der wie die Rapperswil-Joner bisher noch keine Punkte abgegeben hat.

Das Quintuple geschafft: Schweizer Meister Kevin Kuhn vom Veloclub Eschenbach (Mitte) steht beim Radcross Illnau zum fünften Mal in Folge zuoberst auf dem Podest.
Pressebild

Radquer: Kevin Kuhn bestätigt seine gute Form

Kevin Kuhn vom Veloclub Eschenbach hat zum fünften Mal das Radcross Illnau gewonnen. Der amtierende Schweizer Meister setzte sich am Sonntag gegen die beiden Franzosen Martin Groslambert und David Alexis durch.

Kuhn fuhr solo über die Ziellinie. Bereits bei Rennhälfte konnte er sich von seinen Konkurrenten absetzen. «Ich war noch nicht am Anschlag. Also forcierte ich das Tempo», sagte der 27-Jährige, der bis ins Ziel 18 Sekunden Vorsprung auf Groslambert herausfuhr. Im dritten Rennen der neuen Radquer-Saison war es für Kuhn der zweite Sieg. In Deutschland war der Profiathlet vom VC Eschenbach am Wochenende davor je einmal Erster und Zweiter geworden. Der Weltcup startet am 23. November mit dem Rennen im tschechischen Tabor.

Bei den Elite-Frauen siegte in Illnau Alicia Franck aus Belgien mit fast einer Minute Vorsprung. Auf Rang 2 folgte die Schweizerin Rebekka Estermann, Dritte wurde die Französin Lauriane Duraffourg.

Insgesamt starteten bei der 13. Ausgabe des Radcross Illnau über 300 Fahrerinnen und Fahrer – so viele wie noch nie. Rund 140 davon waren Kinder, die auf verkürzter Strecke um den Sieg fuhren. Darunter auch Noé, der dreijährige Sohn von Radprofi Stefan Küng, der in Illnau sein erstes Radrennen bestritt.

Gegen die Zuger Highlands in letzter Sekunde verloren, gegen Züri Süd souverän gewonnen: Die Spieler der Jona-Uznach Flames erlebten am Wochenende eine Gefühlsachterbahn.
Archivbild: Jona-Uznach Flames

Unihockey: Doppelrunde bringt Flames bittere Pleite und deutlichen Heimsieg

Für die Jona-Uznach Flames stand am Wochenende die erste Doppelrunde der neuen 1.-Liga-Saison auf dem Programm. Am Samstag hatten sie auswärts bei den Zuger Highlands anzutreten. Die beiden Teams lieferten sich ein packendes Duell auf Augenhöhe. Mit einem äusserst bitteren Ende für die Flames, die eine starke Vorstellung mit viel Herzblut zeigten und zwischenzeitlich mit 2:0 und 3:1 geführt hatten: In buchstäblich letzter Sekunde kassierten sie den entscheidenden Gegentreffer zur 5:6-Niederlage. Am Ende entschieden Kleinigkeiten und die gnadenlose Effizienz der Zuger in den Schlüsselmomenten.

Tags darauf meldeten sich die Flames eindrucksvoll zurück. Vor heimischem Publikum in der Sporthalle Grünfeld in Jona zeigten sie gegen Züri Süd eine leidenschaftliche und abgeklärte Leistung. Am Ende durften sich die zahlreich erschienenen Zuschauenden über einen verdienten 5:2-Erfolg freuen.

Von Beginn weg war spürbar, dass die Flames dieses Spiel unbedingt für sich entscheiden wollten. Aggressiv in den Zweikämpfen und mit viel Zug aufs gegnerische Tor setzten sie Züri Süd früh unter Druck. In der 9. Minute platzte der Knoten: Aebersold verwertete den präzisen Querpass von Zimmermann eiskalt zum 1:0. Nur zwei Minuten später bebte die Halle erneut – Baumgartner traf nach herrlicher Vorlage von Broder zum 2:0. Am Schluss stand mit einem klaren 5:2 der zweite Saisonsieg zu Buche, wodurch Jona-Uznach auf den Tabellenrang 6 vorrückte.

Dieser Abend war ein Statement: Die Flames spielten mit Herz, Leidenschaft und der nötigen Cleverness. Jeder kämpfte für jeden, und vorne wurden die Chancen eiskalt genutzt. Mit diesem Sieg sichern sich die Flames nicht nur drei Punkte, sondern auch eine gehörige Portion Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Die Flames verabschiedeten sich mit einem Lächeln und erhobenem Haupt vom Feld. (eing)

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