×

Derbypleite, Heimdebakel und Meistertitel – das war das Sportwochenende

Die FCRJ-Frauen unterliegen St. Gallen in einem torreichen Spiel. Die Jona-Uznach Flames gehen im ersten Heimspiel unter. Die Kanuten räumen zu Hause ab. Das lief am Wochenende im Regionalsport.

Linth-Zeitung
22.09.25 - 17:00 Uhr
Linthgebiet
Kanu-online-2
Schenken sich nichts: Donat Donhauser und Luca Lauper (beide KC Rapperswil-Jona) wechseln sich mit Siegen ab.
Pressebild

Fussball: Derbyniederlage, geglückte Reaktion und Achtelfinaleinzug

Womens Super League

Nach starkem Saisonauftakt mit dem 2:0-Heimsieg gegen Basel am zweiten Spieltag müssen sich die Rapperswil-Jonerinnen immer mehr nach hinten orientieren. Im Kantonsderby gegen St. Gallen kassierten sie im vierten Match die dritte Niederlage. Vor knapp 200 Zuschauenden setzten sich die Gäste im Grünfeld-Stadion mit 5:3 durch. Eva Bachmann traf dreimal, die frühere FCRJ-Stürmerin Sina Cavelti zweimal für die St. Gallerinnen. Die Tore des Heimteams erzielten Queralt Torradeflot (50./71.) und Adelisa Hafizovic (93.), wobei die letzten zwei Treffer nur noch Resultatkosmetik waren.
Bereits nach 35 Minuten führte der FC St. Gallen mit 3:0. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte sogar das 4:0 fallen können, als den Gästen ein Foulpenalty zugesprochen wurde. Doch FCRJ-Torhüterin Laura Vogt parierte den recht platzierten Flachschuss von Cavelti stark.
Von den Rosenstädterinnen kam in der ersten Halbzeit deutlich zu wenig. Einziges Lebenszeichen in der Offensive war ein Lattenknaller von Kapitänin Sarah Frischknecht (39.). Gleichzeitig offenbarten sie in der Defensive riesige Mängel, machten den Gästen das Toreschiessen viel zu einfach.
Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte konnten die FCRJ-Frauen verkürzen. Torradeflot zirkelte einen Freistoss aus 18 Metern gekonnt über die Mauer ins Lattenkreuz. Weniger als eine Minute später lag das Heimteam aber bereits wieder mit drei Toren im Hintertreffen.
Nach einer guten Stunde folgte mit dem fünften Gästetor die Entscheidung. Es war der einzige Gegentreffer, bei dem sich die FCRJ-Defensive nicht viel vorzuwerfen hatte.
FCRJ-Mittelfeldspielerin Gianna Klucker zeigte sich nach der Partie enttäuscht: «Als wir nach der Pause zurück auf den Rasen kamen, wussten wir, dass wir sehr vieles besser machen müssen. Wir haben dann auch wirklich nochmals alles hineingeworfen, aber schlussendlich hat es heute mit dieser Leistung einfach nicht gereicht.»




Frauen, 1. Liga, Gruppe 2

Eschenbach musste sich am Samstag auswärts beim SC Schwyz knapp mit 0:1 geschlagen geben. Das Tor fiel in der 35. Minute. Im fünften Match der neuen Saison war es für die Eschenbacherinnen die zweite Niederlage. In der Tabelle büssten sie dadurch zwei Positionen ein und sind als Neunte direkt vor den Abstiegsplätzen klassiert.

2. Liga interregional, Gruppe 5

Der FC Weesen ist zurück auf der Siegesstrasse. Auf die erste Saisonniederlage (2:4 in Altstätten) liess er am Samstag zu Hause einen 3:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft des FC Wil folgen. Alle drei Treffer erzielten die Syla-Brüder.
Nach temporeichem Beginn erhielten die Gasterländer in der 26. Minute nach einem Handspiel im Strafraum einen Elfmeter zugesprochen. Taulant Syla verwertete diesen souverän. Danach entwickelte sich eine Begegnung mit Chancen auf beiden Seiten, jedoch fehlte vorerst die letzte Konsequenz im Abschluss.
Nach dem Seitenwechsel versuchten beide Teams, das Spielgeschehen zu ihren Gunsten zu drehen. Das Heimteam hatte dabei Vorteile und kam in der 80. Minute durch Taulant Syla zum 2:0. Nun mussten die Gäste alles riskieren, zu einem Treffer reichte es der jungen Mannschaft aber nicht. Auf der Gegenseite netzte Edison Syla zum 3:0-Endstand ein (85.).
Der FC Weesen zeigte damit die erhoffte Reaktion – und unterstrich, dass er ein gewichtiges Wörtchen um den Aufstieg mitreden will.


Regionalcup OFV, 3. bis 4. Liga, 1/16-Final

Mit dem Drittligisten Uznach und dem Viertligisten Wagen standen am Wochenende zwei Vertreter aus dem Linthgebiet im Cup im Einsatz. Mit unterschiedlichem Erfolg. Wagen schaffte zu Hause die Überraschung und setzte sich gegen den eine Liga höher spielenden FC Glarus mit 1:0 durch – dank eines Eigentors der Glarner. Uznach unterlag derweil als Oberklassiger beim Viertligisten Rheineck mit 1:2. Das Heimteam zog in Halbzeit eins auf 2:0 davon, in der 85. Minute verkürzte Denys Magno.
Wagen ist somit der letzte verbliebene Vertreter aus der Region in diesem Wettbewerb. Die Achtelfinals werden zwischen dem 10. und 12. Oktober ausgetragen.

Führt ihr Team zum Erfolg: Die Rapperswil-Jonerin Franziska Widmer (vorne) verteidigt einmal mehr ihre Schweizer Meistertitel. 
Pressebild

Kanu: Einheimische holen Titel am Obersee

Die Internationale Kanu-Regatta in Rapperswil-Jona machte letztes Wochenende ihrem Namen alle Ehre: Sogar Athleten aus Neuseeland besuchten die 45. Ausgabe dieses Traditionswettkampfs. Grund zum Feiern hatten aber vor allem die Einheimischen. An den offenen Schweizer Meisterschaften gewannen die Athleten vom austragenden Kanuclub Rapperswil-Jona die Elite-Rennen.

Unangefochten siegte die 28-jährige Franziska Widmer über 200 und 500 Meter. Deutlich engere Entscheidungen gab es im stark besetzten Herrenfeld zu sehen. Auf der Sprintdistanz über 200 Meter schob Donat Donhauser erst auf den letzten Metern sein Boot an die Spitze und kürte sich mit 20 Hundertsteln Vorsprung vor Nationalteamkollege Silvan Diethelm aus Romanshorn zum Schweizer Meister. Etwas weniger Spannung liess Luca Lauper, vor Monatsfrist 14. an der WM, über 500 Meter aufkommen. Mit 1,62 Sekunden Vorsprung feierte er einen komfortablen Heimsieg. (wyf)

Unihockey: Flames kriegen im ersten Heimspiel aufs Dach

Zweites Spiel, gleiches Resultat: 6:1. Diesmal aber zu Ungunsten der Jona-Uznach Flames. Auf den klaren Auswärtssieg im Rheintal folgt für den Erstligisten eine deutliche Heimniederlage gegen Uri.

Die Gäste zeigten am Samstagabend in der Grünfeld-Halle in Jona von Beginn an, dass sie nicht nur defensiv stabil stehen, sondern auch brandgefährlich kontern können. Bereits in der 9. Minute eröffnete Elia Arnold das Skore, kurz darauf erhöhte Manuel Arnold auf 2:0. Die Flames fanden offensiv nur schwer ins Spiel und konnten kaum gefährliche Abschlüsse auf das gegnerische Tor bringen. Erst in der 18. Minute gelang Colin Aebersold nach schöner Vorarbeit von Cyrill Zimmermann der Anschlusstreffer zum 1:2.

Missratene Heimpremiere: Die Jona-Uznach Flames (am Ball Stürmer Timo Schmidt) tun sich gegen die Gäste aus Uri äusserst schwer und gehen mit 1:6 unter.
Bild: Bruno Doswald / Jona-Uznach Flames

Im zweiten Drittel blieb das Bild ähnlich: Uri verteidigte diszipliniert und nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt aus. Der Tscheche Vojtech Panuska traf gleich doppelt (26./35.) und stellte damit die Weichen früh auf Sieg. Die Flames hingegen taten sich weiterhin schwer, offensive Akzente zu setzen und mussten zudem zwei unnötige Strafen hinnehmen, die den Rhythmus zusätzlich störten. Kurz vor der zweiten Pause erhöhte der Finne Tuukka Salo im Powerplay auf 5:1.

Auch im Schlussabschnitt änderte sich wenig. Die Flames versuchten zwar, mit einem Time-out und einer Überzahlsituation noch einmal Druck aufzubauen, doch Uri blieb souverän und liess nichts mehr anbrennen. Elia Arnold setzte mit seinem zweiten Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt in diesem Spiel.

Die richtigen Lehren ziehen
Für die Flames gilt es nun, die Lehren aus dieser ersten Niederlage zu ziehen und im nächsten Auftritt wieder mehr Torgefahr zu entwickeln. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am kommenden Wochenende – und zwar gleich doppelt. Zuerst am Samstag auswärts in Oberägeri gegen die Zuger Highlands und danach am Sonntag ab 18 Uhr im Grünfeld im Heimspiel gegen Aufsteiger Züri Süd. (eing)

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Linthgebiet MEHR