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Zahl der Stellensuchenden im Kanton sinkt – ist aber höher als vor einem Jahr

Im Kanton St. Gallen ist die Zahl der Stellensuchenden im Vergleich zum Vormonat leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,0 Prozent – und damit klar tiefer als für die ganze Schweiz (2,8 Prozent).

Linth-Zeitung
05.06.25 - 13:21 Uhr
Linthgebiet
1,2 Prozent weniger als im April: Im Kanton St. Gallen waren Ende Mai 10'472 Stellensuchende beim RAV gemeldet.
1,2 Prozent weniger als im April: Im Kanton St. Gallen waren Ende Mai 10'472 Stellensuchende beim RAV gemeldet.

Im Mai sei jeweils aus saisonaler Sicht ein Rückgang der Zahl der Stellensuchenden zu erwarten, teilte der Kanton am Donnerstag mit. Diese Entwicklung zeige sich auch dieses Jahr. Gemäss dem Volkswirtschaftsdepartement waren Ende Mai aus dem Kanton St. Gallen 10'471 Personen zur Stellensuche bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet. Das sind 1279 mehr als vor Jahresfrist und 123 (oder 1,2 Prozent) weniger als Ende April.

Stellensuchende aus der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe sind mit 9,5 Prozent (+344 auf 3963 Personen) weniger stark betroffen als Stellensuchende aus dem Dienstleistungssektor mit 16,4 Prozent (+891 auf 6322 Personen).

See-Gaster steht vergleichsweise sehr gut da

In allen St. Galler Wahlkreisen ist die Zahl der Stellensuchenden im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Unter dem kantonalen Mittel von 13,9 Prozent liegen die Wahlkreise See-Gaster (+7,8%), Rorschach (+11,4%), St. Gallen (+12,1%) und Wil (+12,5%), darüber die Wahlkreise Sarganserland (+14,8%), Toggenburg (+16,0%), Rheintal (+18,0%) und Werdenberg (+22,3%). Heisst: Der Wahlkreis See-Gaster respektive die Region Zürichsee-Linth steht vergleichsweise sehr gut da, weist die klar tiefste Zunahme gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr auf.

Es hat mehr offene Stellen

Ende Mai waren bei den RAV des Kantons St. Gallen 3451 offene Stellen gemeldet. Das sind 252 mehr als vor Jahresfrist und 14 mehr als im Vormonat. Rund 57 Prozent davon stammen aus meldepflichtigen Berufen. Deren Zahl hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen, was mit der Ausweitung der meldepflichtigen Berufe auf Anfang 2025 zusammenhängt. Am stärksten gesucht sind Hilfsarbeitskräfte, Personen in Dienstleistungsberufen, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Personen in Handwerks- und verwandten Berufen.

Kurzarbeit auf hohem Stand

Gemäss Volkswirtschaftsdepartement haben für den Juni 61 Betriebe 2627 Mitarbeitende zur Kurzarbeit vorangemeldet. Dies ist gegenüber dem Vormonat ein Rückgang um 450 Personen. Im langjährigen Vergleich sei dies – mit Ausnahme der Corona-Pandemie – «ein verhältnismässig hoher Wert». Betroffen seien Betriebe aus der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe in allen Regionen des Kantons, heisst es in der Medienmitteilung der Staatskanzlei.

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