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Koller glänzt, Jona landet Coup und Weesen krönt seine Saison: Das Sportwochenende auf einen Blick

Mountainbikerin Nicole Koller überzeugt auch beim Weltcup in Val di Sole. Die Joner Faustballer schaffen im Cup als Unterklassige eine kleine Sensation. Der FC Weesen ist Meister der Ostschweizer 2. Liga und die Jonerin Janice Studler rennt in Zumikon allen davon.

Silvano
Umberg
24.06.25 - 04:30 Uhr
Linthgebiet
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Rasant unterwegs: Mountainbikerin Nicole Koller aus St. Gallenkappel ist beim Weltcup in Val di Sole sowohl im Short-Track wie auch Cross-Country die schnellste Schweizerin.
Bild: Maxime Schmid / Keystone

Mountainbike: Nicole Koller stellt erneut ihre starke Form unter Beweis

Die weltbekannten Trails von Val di Sole bildeten am vergangenen Wochenende einmal mehr die spektakuläre Kulisse für den Mountainbike-Weltcup. In der malerischen Region Trentino kämpften die besten Cross-Country- und Downhill-Fahrerinnen und -Fahrer um wertvolle Punkte.

Mittendrin zeigten auch die Aushängeschilder des Veloclubs Eschenbach starke Leistungen. Allen voran Nicole Koller. Bereits im Short-Track am Freitag präsentierte sich die 28-Jährige in bestechender Form und verpasste das Podest nur um Haaresbreite. Als beste Schweizerin des Tages wurde sie Vierte.

In beiden Weltcup-Wertungen auf dem 2. Zwischenrang: Mountainbikerin Nicole Koller aus St. Gallenkappel hat momentan allen Grund zu strahlen.
Bild: Maxime Schmid / Keystone

Im Hauptrennen im olympischen Cross-Country am Sonntag bestätigte Koller eindrucksvoll ihre Konstanz in dieser Saison. Sie mischte lange an der Spitze mit und hielt bis in die letzte der sieben Runden Tuchfühlung zum Podest. Erst eine Tempoverschärfung der späteren Podestfahrerinnen Laura Stigger aus Österreich und der Schwedin Jenny Rissveds im Anstieg konnte sie nicht mehr mitgehen. Am Ende resultierte für Koller ein starker 5. Rang – und damit ihr fünftes Top-8-Ergebnis im fünften Weltcuprennen der Saison. Sowohl im Short-Track wie auch Cross-Country belegt Nicole Koller nach fünf von zehn Rennen Platz 2 in der Gesamtwertung, womit sie die klar beste Schweizerin ist.

Zufrieden sein mit ihrem Rennen konnte auch Tina Züger. Mit Rang 40 egalisierte die 25-Jährige aus Rieden zum zweiten Mal in Serie ihr zweitbestes Ergebnis in einem Cross-Country-Weltcuprennen in der Elite-Kategorie, in der sie nun die dritte Saison absolviert. Ihr Bestresultat ist ein 38. Platz aus der Premierensaison 2023.

Mit Rang 5 im Short-Track: Der Eschenbacher Dario Lillo deutet in Val di Sole einmal mehr sein grosses Potenzial an. Im Cross-Country (Bild) fährt er zwei Tage später auf den 21. Rang.
Bild: Maxime Schmid / Keystone

Auch bei den Männern gab es aus regionaler Sicht Grund zur Freude. Vor allem am Freitag im Short-Track. Dort schafften es mit Dario Lillo (5. Rang), Lars Forster (6.) und Marcel Guerrini (9.) gleich drei Fahrer des VC Eschenbach in die Top Ten. Dies mit einem minimalen Rückstand von lediglich 4 (Lillo, Forster) respektive 5 Hundertstelsekunden auf Sieger Christopher Blevins aus den USA. Lillo befindet sich in seiner ersten Elite-Saison und unterstrich mit diesem Ergebnis einmal mehr sein grosses Potenzial.

Nicht ganz so gut lief es dem 23-jährigen Eschenbacher am Sonntag. Im olympischen Cross-Country büsste er als 21. rund drei Minuten auf Sieger Martin Vidaurre Kossmann aus Chile ein und war damit nicht mehr der zweitbeste, sondern der achtbeste Schweizer – was einmal mehr die schier unheimliche Stärke der Schweizer Mountainbiker verdeutlichte.

Einmal gut, einmal weniger: Der Joner Lars Forster fährt beim Weltcup in Val di Sole die Ränge 6 (Short-Track) und 17 (Cross-Country) heraus.
Bild: Maxime Schmid / Keystone

Bester Fahrer aus dem Linthgebiet war in diesem Rennen der in Rieden wohnhafte Joner Lars Forster als 17 (mit 2:11 Minuten Rückstand auf den Sieger). Marcel Guerrini erreichte Rang 24 (3:17 zurück), Andri Frischknecht Platz 43 (6:12 zurück). (Jil Lüthi / su)

Faustball: Jonerinnen marschieren mit Rumpfteam Richtung Finalevent

Die Vorgabe für die letzte Qualifikationsrunde der NLA-Feldsaison vor der rund zweimonatigen Sommerpause war aus Sicht der Frauen des TSV Jona klar und hiess: «Verlieren verboten» im Direktduell gegen Schlieren. Dies wurde erfüllt. Nachdem sich die Jonerinnen zunächst Titelverteidiger Diepoldsau mit 0:3 (5:11, 14:15, 6:11) geschlagen geben mussten, zeigten sie gegen Schlieren eine engagierte Leistung und gewannen verdient mit 3:0 (11:9, 11:6, 11:9). Und dies, obwohl sie nur mit dem Minimum von fünf Spielerinnen antreten konnten, da sich Angreiferin Celina Traxler frühmorgens krankheitsbedingt forfait geben musste.

In der Tabelle verblieb Jona auf Rang 4, hat aber Schlieren um weitere zwei auf vier Punkte distanziert. Ganz sicher mit dabei am Finalevent der besten vier Equipen anfangs September in Oberentfelden ist Jona noch nicht, aber so gut wie. Bereits fix qualifiziert sind der weiterhin ungeschlagene Leader Kreuzlingen sowie Diepoldsau und Elgg-Ettenhausen. Die abschliessende Qualifikationsrunde (mit je zwei Spielen pro Team) findet am 24. August in Elgg statt. (pd/su)

Faustball: Joner überraschen im Cup – und liefern in der Meisterschaft

Die NLB-Faustballer des TSV Jona waren vergangene Woche gleich doppelt gefordert. Am Donnerstag standen sie im Cup im Einsatz, am Samstag dann in der Meisterschaft. In beiden Fällen blieben sie siegreich – was im Cup einer kleinen Sensation gleichkam. Gegenüber stand den Jonern mit dem STV Wigoltingen nämlich niemand Geringeres als der amtierende Schweizer Meister und Cupsieger. Das Team vom Obersee zeigte im heimischen Grünfeld eine sehr gute Leistung und setzte sich in sieben Sätzen mit 5:2 (14:12, 11:8, 6:11, 11:9, 12:10, 7:11, 11:6) durch. Als Unterklassiger hatte Jona dabei den Vorteil, jeweils mit einem 2:0-Vorsprung in die Sätze starten zu können. Dies wusste das Heimteam auszunutzen.

Keine solche Hilfe hatten die Joner in der Meisterschaft. Gleichwohl gewannen sie beide ihre Partien anlässlich der 5. Qualifikationsrunde und verteidigten damit die Tabellenführung vor Widnau 2. Gegen das siebtplatzierte Schlieren setzte sich Jona souverän mit 3:0 (11:6, 11:6, 11:8) durch, gegen den Tabellendritten Elgg-Ettenhausen 2 dann knapp mit 3:2 (13:15, 11:7, 11:8, 11:13, 11:6). (pd/su)

Fussball: FC Rapperswil-Jona gewinnt erstes Testspiel knapp

Nach einer intensiven ersten Trainingswoche absolvierte der Challenge-League-Aufsteiger aus der Rosenstadt am vergangenen Samstag sein erstes Testspiel. Und er tat dies erfolgreich. Gegen den Erstligisten Eschen/Mauren setzte sich der FC Rapperswil-Jona mit 2:1 durch. Alle Tore fielen in der zweiten Halbzeit. Die Liechtensteiner legten vor. Hakija Canoski, ein Testspieler von der U21 des FC St. Gallen, und Timon Näpfer drehten im Anschluss die Partie zugunsten des Oberklassigen. Ausgetragen wurde die Partie im Rheintal, genauer in Au. Dies anlässlich der Eröffnung der neuen Sportanlage Tägerlen sowie des 20-Jahr-Jubiläums des dort beheimateten FC Au-Berneck 05.

Ihr nächstes Testspiel bestreitet die erste Mannschaft des FCRJ am kommenden Samstag im heimischen Grünfeld, und zwar um 16 Uhr gegen das Super-League-Team des FC Zürich. Am Donnerstag, 12. Juli, kommt mit dem FC Basel dann sogar der Schweizer Double-Gewinner ins Grünfeld (Anpfiff 18.30 Uhr). Für beide Partien gibt es seit diesem Montag auf der Geschäftsstelle des FCRJ (Werkstrasse 20, Jona) Tickets – für 10 (Stehplatz), 20 (Sitzplatz) respektive 60 Franken (VIP inkl. Zugang zur VIP-Zone und Catering). Die Tageskasse wird an den Spieltagen jeweils 90 Minuten vor Anpfiff geöffnet sein. (pd/su)

Fussball: Der FC Weesen krönt sich zum Ostschweizer Meister

Zum Abschluss seiner rekordverdächtigen Aufstiegssaison absolvierte der FC Weesen am vergangenen Samstag noch das Entscheidungsspiel um den Meistertitel des Ostschweizer Fussballverbandes (OFV). Dabei traf er im heimischen Moos auf den Gruppensieger der anderen Ostschweizer 2.-Liga-Gruppe, den FC Rorschach-Goldach 17. Die Weesner entschieden die Partie gegen ihren Mitaufsteiger und künftigen Gegner in der Gruppe 5 der 2. Liga interregional souverän mit 2:0 für sich – und setzten ihrer erfolgreichen Saison damit noch die Krone auf.

Zur Erinnerung: Weesen gewann seine Gruppe mit 27 Punkten Vorsprung, dies mit einem sagenhaften Torverhältnis von 114:33. Bereits in der sechstletzten Runde wurde der Aufstieg perfekt gemacht. Weesens Stürmer Edison Syla sicherte sich mit beeindruckenden 38 Treffern den Titel des Torschützenkönigs der Ostschweizer 2. Liga. Sein älterer Bruder Taulant brachte es mit immer noch sehr starken 27 Treffern auf Rang 3. (su)

Leichtathletik: Janice Studler gewinnt Jubiläumslauf in Zumikon

Die Siegerin und der Sieger des 40. Zumiker Laufs: Janice Studler aus Jona und der Ukrainer Vitaliy Shafar.
Pressebild

Rund 900 laufbegeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen am vergangenen Samstag am 40-Jahr-Jubiläum des Zumiker Laufs teil. Bei hochsommerlichen Bedingungen führte die 12,2 Kilometer lange Hauptstrecke über anspruchsvolle, teils steile Abschnitte vorbei am Forchdenkmal und bot dabei eindrucksvolle Ausblicke auf den Zürichsee. Den Sieg holten sich bei den Frauen Janice Studler aus Jona und bei den Männern Vitaliy Shafar aus der Ukraine. Studler verwies in einer Zeit von 46:24 Minuten die Zürcherin Sophie Bergmann um 80 Sekunden auf Rang 2. In der Gesamtwertung des Züri-Lauf-Cups belegte die Jonerin nach 8 von 12 Rennen den 2. Platz hinter Bergmann. (pd/su)

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