×

Yverdon zu abgebrüht: Der FC Rapperswil-Jona muss seine zweite Niederlage hinnehmen

Am dritten Spieltag der Challenge League unterliegt der FC Rapperswil-Jona zu Hause Yverdon Sport mit 0:3. Eine Stunde lang spielt der Aufsteiger gut mit, danach zeigt sich die individuelle Klasse des Super-League-Absteigers eindrücklich.

Silvano
Umberg
08.08.25 - 23:30 Uhr
Linthgebiet
FCRJ-Front
Zweite Saisonniederlage: Loïs Ndema (rechts) unterliegt mit dem FCRJ dem Favoriten Yverdon Sport.
Pressebild

von Elmedin Hasanbasic

Rapperswil-Jona beginnt das Heimspiel gegen Yverdon wie die ersten beiden Partien nach seiner Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse: mutig, offensiv. In der Challenge League ist der Grat zwischen Sieg und Niederlage allerdings sehr schmal. Die Differenz macht oft die Effizienz. Wie zuletzt in Nyon (0:1-Niederlage) hat der Aufsteiger aus der Rosenstadt dies gestern Abend bitter erfahren müssen. Lange spielt er mit dem grossen Favoriten auf Augenhöhe, aber am Ende setzt sich die grössere individuelle Klasse der Gäste doch durch.

Das Spiel

Gegen Carouge (1:0-Sieg) und Nyon machte der FCRJ im Spiel nach vorne mächtig Dampf. Kein Team der Liga gab in den ersten beiden Runden mehr Torschüsse ab. Gleichzeitig war das Team von Trainer David Sesa mit nur einem erzielten Treffer aber auch die ineffizienteste Offensive. 

Was Effizienz bedeutet, erhielt der FCRJ von Super-League-Absteiger Yverdon eindrücklich aufgezeigt. Praktisch mit dem ersten Torschuss ging die von US-Investoren finanzierte Millionentruppe in Führung. Yverdons Starstürmer Dejan Sorgic hielt aus 25 Metern drauf, FCRJ-Captain Adonis Ajeti lenkte den Ball unglücklich ab, sodass Keeper Alan Omerovic nicht mehr entscheidend eingreifen konnte.

Wie in Nyon fiel das 0:1 entgegen dem Spielverlauf. Der FCRJ hatte sich in den ersten Minuten offensiv engagiert gezeigt, war allerdings zu wenig zielstrebig in seinen Ausführungen. Im Sturmzentrum erhielt Samba So den Vorzug vor Dimitri Volkart und Florian Kamberi, agierte aber meist glücklos.

Kamberi, der vor der Partie gemeinsam mit Noé Boum seinen Vertrag beim FCRJ verlängert hatte, ersetzte ihn nach etwas mehr als einer Stunde. Den gewünschten Effekt brachte es nicht. Im Gegenteil, je länger die Partie dauerte, desto besser wurde Yverdon und spielte sich gar in einen Rausch. Patrick Weber erhöhte in der 79. Minute das Skore und Antonio Marchesano sorgte Minuten später für den 3:0-Schlussstand.

Die Tore

37. Minute, Dejan Sorgic, 0:1: Eine klassische Torchance ging dem Treffer des 35-Jährigen, der 72 Tore in der höchsten Spielklasse vorzuweisen hat, nicht voraus. Aber ein Knipser von diesem Format braucht manchmal eben nur eine Halbchance für ein Tor – wobei er in diesem Fall eben auch noch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite wusste. 79. Minute, Patrick Weber, 0:2: Antonio Marchesano hat das Auge und die technischen Fertigkeiten, Mitspieler Patrick Weber mit einem feinen Lupfer in Szene zu setzen. Dieser baut die Führung mit einem unhaltbaren Schlenzer aus 16 Metern aus. 83. Minute, Antonio Marchesano, 0:3: Der 34-Jährige belohnt sich nach dem feinen Assist auch mit einem Tor. Nachdem der FC Rapperswil-Jona alles nach vorne geworfen hatte, kontert Yverdon eiskalt. Via Innenpfosten trifft Marchesano zum Schlussstand.

Die Stimme

«In der ersten Stunde war es ein Spiel auf Augenhöhe. Leider verpassen wir es, in Führung zu gehen oder später dann den Ausgleich zu machen. In der Folge hat sich gezeigt, dass in der  Mannschaft von Yverdon sehr viel individuelle Klasse und reichlich Erfahrung steckt. Die Gäste waren letztlich cleverer, abgebrühter und sind kaltschnäuzig mit ihren Chancen umgegangen», fasste FCRJ-Mittelfeldspieler Rijad Saliji die Partie schonungslos zusammen.

Rapperswil-Jona – Yverdon 0:3 (0:1)
Grünfeld. – 1552 Zuschauende. SR: Jonathan Jaussi.
Tore: 37. Sorgic 0:1. 79. Weber 0:2. 83. Marchesano 0:3.
Rapperswil-Jona: Omerovic; Ambassa, Padula, Ajeti, Ndema; Charveys; Schmidt (75. Rans), Ryter (84. Boum), Saliji (75. Emini), De Carvalho (84. Volkart); So (62. Kamberi).
Yverdon: Martin; Sauthier, Gnakpa (44. Diop), Pos (77. Kongsro), Le Pogam; Camara (77. Weber), Chappuis, Marchesano; Golliard (63. Sessolo), Sorgic, Rodrigues (63. Ntelo).
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Ribeiro, Morgado und Marchand. – Verwarnungen: 43. Saliji, 65. Pos, 75. Ajeti, 86. Padula, 87. Emini.




Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Linthgebiet MEHR
prolitteris