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Bunt, laut und fröhlich – so waren die Fasnachtsumzüge in der Region

Die «fünfte Jahreszeit» im Wetterglück: Tausende zieht es zum Höhepunkt der Fasnacht nach Benken, Schänis, Kaltbrunn und Schmerikon. Sie werden vom närrischen Treiben an den Umzügen nicht enttäuscht.

Linth-Zeitung
03.03.25 - 16:30 Uhr
Linthgebiet

von Gabi Corvi, Pascal Eicher und Markus Timo Rüegg (Text und Bilder)

Petrus ist ein Fasnächtler. Das hat er auch dieses Jahr wieder an den Fasnachtsumzügen in Benken, Schänis, Kaltbrunn und Schmerikon unter Beweis gestellt. 

Kaltbrunn: Viel mehr Gruppen

Auch in Kaltbrunn zelebrierten Fasnächtlerinnen und Fasnächtler am Sonntag nochmals die fünfte Jahreszeit. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaftem Klima begann um 13.30 Uhr der Umzug. Der Anlass war gut besucht: «Es waren schätzungsweise 2300 bis 2400 Leute anwesend», sagt Roger Eberhard, Präsident der Fasnacht Kaltbrunn. Die Zuschauenden bekamen ein dichtes Programm zu sehen – 42 Gruppen nahmen am Umzug teil. Das sei etwas mehr als in vergangenen Jahren, in denen jeweils zwischen 30 und 40 Gruppen dabei gewesen seien, so Eberhard. So resümiert der Präsident: «Dass wir den Umzug mit vielen Leuten bei tollem Wetter durchführen konnten, war ein schöner Lohn für unseren Aufwand.»

Schmerikon: «En gfreute» Umzug

Das OK Schmerkner Fasnacht hat erneut einen Dämmerigs-Umzug auf die Beine gestellt, der es in sich hatte. Samstagabend, punkt 17.37 Uhr, startete dieser von der Allmeindstrasse her in Richtung Bahnhofplatz. Umzugschefin Janinne Wirth wies die 29 Gruppen und Guggen ein. Mittendrin waren auch viele einheimische Formationen mit fantasievollen Kostümen und Mottos. So etwa der Rölliclub (Brauchtum), der Kindergarten Zentral (Zentralflitzer), die Frauengemeinschaft und Familientreff (Baustellen-Chaos), die Seetüüfel, die Meitliriege (Mit de Bambies wirds magisch), d'Bätzihäxä oder die Jungwacht Mägs (Wo ist Walter).

Benken: Wie aus dem Ei gepellt

Benken im Fasnachtsfieber – und das ganz «Verhüenerät»! Güggel, Hühner, Bibeli, kurz Federvieh und mehr war am Samstagnachmittag in Benken launig unterwegs. Viele kreative Sujets wurden vom Böggenvolk beklatscht und auch der «Tschämpien 2025», Daniel Hofstetter, mischte sich unter die Narren; genauso wie Narrenrätin Susanne Lendi, die den Umzug 11 Jahre lang organisiert hat und heuer mit dem Kickboard im Sauseschritt die Wagen ein letztes Mal begleitete. Interaktion der «Maschgen» mit dem Publikum machten den Umzug zum fröhlich-bunten Familienevent. Das legendär fröhliche «Bänggner»-Treiben zog die Massen an!

Schänis: herzlich, fantasievoll

In Schänis ging heuer «de Böögg ab»! Ergo defilierte der Schneemann auf dem Holzhaufen – für einmal sogar winkend – durch die Schänner Gassen. Inklusive Sechseläutenmarsch und Bögg-Umritt versteht sich. Die kakofonische Kulisse für den «Stargast» lieferten natürlich die Guggen, allen voran die Lokalmatadoren Gassä Tschäderer. Passend zur Tradition, mediale Themen aufs Korn zu nehmen, wurde die Esaf-Verkehrsproblematik mit einer genialen Idee gelöst: dem Linth-(Wasser)-Taxi! Beim Wagen «Bauer ledig sucht» kämpften fesche Jungbauern um die Gunst der Damen. Die Fasnachtsfans säumten lachend, klatschend und tanzend die Strassen und kaperten sogar die Friedhofsmauer als Logenplatz.

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