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Kapitale Punkte gegen Biel – die Rapperswil-Jona Lakers senden ein Lebenszeichen aus

Die SCRJ Lakers können doch noch siegen. Im Direktduell gegen den EHC Biel gewinnen sie mit 3:1. Damit wahren sie ihre Chancen auf die Play-ins.

Linth-Zeitung
16.02.25 - 13:38 Uhr
Linthgebiet
Lakers
Ausgelassener Jubel: Die Lakers-Akteure Bobby Nardella (links) und Gian-Marco Wetter feiern den Treffer zum 2:0 gegen Biel.
Bild Christian Merz / Keystone

von Pascal Zingg

Nach der äusserst schwachen Leistung beim 1:6 in Zug brauchten die Lakers am Samstag eine Reaktion, um sich im Kampf um die Play-in-Plätze zu behaupten. Diese Reaktion zeigten die Rapperswiler dann auch, indem sie ein weitgehend fehlerloses Spiel hinlegten und den Bielern damit nur wenige Chancen zugestanden. «Heute haben wir Charakter gezeigt. Wir sind als Team aufgetreten und haben gezeigt, dass wir noch etwas länger in der Saison bleiben möchten», erklärte Emil Djuse.

Auffällig war, dass der SCRJ in dieser Partie sehr solidarisch verteidigte. «Wir haben vor dem eigenen Tor einen viel besseren Job gemacht als noch in den letzten Spielen. Es ist uns gelungen, die Spieler und deren Stöcke zu kontrollieren, weshalb die Schüsse meist von den Aussenbahnen kamen», zeigte sich Emil Djuse zufrieden.

Tore zum richtigen Zeitpunkt

Während sie in der Defensive eine konstant kompakte Leistung zeigen, können die Lakers in der Offensive in den richtigen Momenten die nötigen Akzente setzen. Während Capaul für das wichtige 1:0 in der siebten Minute zuständig war, brachte Wetters 2:0 nach nur 53 Sekunden im zweiten Drittel die nötige Sicherheit.

Ebenfalls jubeln durfte an diesem Abend Jonas Taibel. Nach dem späten Anschlusstreffer von Fabio Hofer war es dem 20-jährigen Stürmer vergönnt, seinen ersten National-League-Treffer ins leere Tor zu erzielen. Zum Antiheld des Spiels wurde ein Spieler mit Lakers-Vergangenheit. Zukunftsversprechen Rodwin Dionicio, der einst eine Saison bei der U15 der Rosenstädter spielte, leitete das 1:0 mit einem Fehlpass ein. Beim 3:1 blieb er am Block von Taibel hängen, weshalb der Bieler Verteidiger auch in dieser Situation am Ursprung des Tores stand.

Die Leader stehen auf

Dass die Lakers gegen Biel einen geruhsamen Abend erlebten, lag auch daran, dass Schlüsselspieler ihre Leaderrollen wahrnahmen. Als Vorkämpfer zeigte sich beispielsweise Emil Djuse. Der Schwede war in der Defensive omnipräsent, weshalb es ihm offenbar leicht fiel, die Verteidigung zu dirigieren. Dabei konnte ihn nicht einmal ein Schuss ins Gesicht aus der Bahn bringen. Nach einigen Stichen an der Oberlippe kehrte der Verteidiger in gewohnt aggressiver Manier zurück. Im zweiten Drittel erhielt er einen verdienten Szeneapplaus, als er eine Bieler mit einem Check auf offenem Eis daran hinderte in die Zone der Rapperswiler einzudringen. Gerade nach solchen Leistungen stellt sich die Frage, ob der SCRJ in der nächsten Saison tatsächlich auf Djuse verzichten kann.

Orchestrierte Djuse die Verteidigung mit viel Einsatz, war Topskorer Malte Strömwall einmal mehr der Motor in der Offensive. Zwar gelangen dem Schweden keine Punkte, doch kurbelte er die Rapperswil-Joner Angriffe durch seine Rushes immer wieder an. Dabei zeigte er auch immer wieder Spielwitz, weshalb er Luis Janett im Bieler Tor im letzten Drittel beinahe aus einem unmöglichen Winkel bezwungen hätte. Der dritte Leader mit einer starken Leistung war Melvin Nyffeler. Der Torhüter spielte eine solide Partie, die seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit gab, um die Punkte nach Hause zu bringen.

Zu Hause eine Macht

Mit der schwachen Leistung in Zug und dem Sieg gegen Biel bestätigte der SCRJ einmal mehr die Tatsache, dass man zu Hause meist sehr stark auftritt und auswärts immer wieder Mühe bekundet. Betrachtet man nur die Heimspiele, liegen die Lakers auf Rang 3 der Tabelle. Führt man sich die Auswärtstabelle zu Gemüte, ist nur der HC Ajoie schlechter als die Lakers. Blickt man auf die letzten vier Spiele, so müssen die Rapperswiler einen Weg finden, die Heimstärke auch gegen Lausanne und Davos zu zeigen. Gegen Kloten und Ajoie sollte man zudem einen Weg finden, auch in der Fremde zu performen. Schliesslich braucht es für den Weg in die Play-ins wohl noch sechs bis acht Punkte.

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