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Magersucht aus Sicht einer Betroffenen, ihrer Familie und den Pflegenden

Magersucht betrifft auch Graubünden. Schwere Fälle werden stationär betreut. Radio-Grischa-Moderatorin Sara Marti hat mit einer Betroffenen, ihrer Familie und Fachangestellten gesprochen.

Sara
Marti
25.05.25 - 04:30 Uhr
Leben & Freizeit

Magersucht ist in der Schweiz weitverbreitet. 108'000 Frauen und 18'000 Männer leiden laut einer Statistik des Bundes an der Krankheit. In Graubünden werden die schwersten Fälle im Kantonsspital behandelt.

Radio-Grischa-Moderatorin Sara Marti will von Nick Vonzun, dem Leiter der Ernährungstherapie wissen, weshalb Betroffene daran erkranken:

Audio: Sara Marti

Valeria Mock leidet seit mehreren Jahren unter Magersucht:

Audio: Sara Marti

Valerias Krankheit aus Sicht ihrer Mutter:

Audio: Sara Marti

Wie ein Tag in stationärer Behandlung abläuft, weiss Tina Tanner, Oberpsychologin der Klinik Beverin:

Audio: Sara Marti

Die Auslöser der Magersucht sind vielfältig. Die Wahrnehmung der Betroffenen ist verzerrt:

Sara Marti ist Moderatorin bei Radio Grischa und berichtet zudem über regionale und aktuelle Themen. Davor hat sie das Praktikum beim Radio absolviert.

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Ja, die Ursachen von Sucht können unterschiedlich sein. Hauptfaktor finde ich den gesellschaftlichen Lebensstil, die heutige "Alternativlosigkeit". Deutlich zunehmend in die falsche Richtung.
https://wecollect.ch/projekte/petition-kurzungen-im-suchtbereich-stoppen
Eine "besondere" Therapie:
NZZ 23.5.2025 - Gemäss dem "Wahren Freund Israels" Michel Houellebecq [ausgesprochen: Höllebag] benötigt Europa den Krieg (3WK) offenbar essentiell (statt Frieden):
Zitat: «Die westlichen Länder sind in einem weitaus schlechteren Zustand als Israel – in Bezug auf den Willen zum Leben», flüstert Houellebecq schon fast in sein Mikrofon. «Es liegt vielleicht am Krieg, dass ihr mehr Lust am Leben habt als wir», sagt er an den Saal gerichtet. «Menschliche Beziehungen verlieren in den westlichen Gesellschaften immer mehr an Bedeutung», fügt Houellebecq hinzu, in dessen Werk Einsamkeit oder die Chance auf eine sinnvolle Existenz in einem zunehmend sinnentleerten Umfeld die grossen Themen sind.
Es sei sehr unerfreulich, das zu sagen, aber womöglich brauche es einen «guten Krieg», um die Lust am Leben wiederzufinden. «Doch an dem Punkt, an dem wir angelangt sind, weiss ich noch nicht einmal, ob das ausreicht.»
«Die Nachkriegszeit in Europa war eine Zeit, in der enorme Lebensfreude herrschte», sagt Houellebecq ganz am Schluss.

Warum?
►Beobachter 2022: Schweiz ist mit Abstand Mobbing-Europameister.
►Schweizer Illustrierte 25.5.2025: (...) Aber wisst ihr was? Jetzt, wo ich langsam aber sicher auf die Fünfzig zugehe, kommt er wieder zurück, dieser verdammte Weltschmerz. Gut, man muss ja auch sagen, dass die Welt grad wirklich zu einem guten Teil ein Ort zum Verzweifeln ist. Aber mich scheissen nicht mal die Trumps und Musks und Putins an. Sondern die ganz normalen Menschen im ganz normalen Alltag. Die, welche im vollgepackten Zug demontrativ ihren Rucksack auf dem Sitz neben sich parken, während eine alte Dame sich verzweifelt versucht, irgendwo festzuhalten. Oder der Typ, der letzthin sein Auto auf meinen offensichtlich reservierten Parkplatz stellt, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass die Mieterin keine Ahnung hat, wo sie nun ihr Auto hinstellen soll. Oder der alte Mann, der vor dem Coop hinfällt, und Dutzende von Menschen laufen gestresst an ihm vorbei, bevor meine Tochter und ich ihm auf die Füsse helfen.
Ich könnte wirklich regelmässig dran verzweifeln, wie gedanken- und achtlos die Menschen durchs Leben und den Alltag gehen. Und nein, es ist nicht nur die Gen Z, die wir gern als so übertrieben ichbezogen abstempeln, sondern Männer und Frauen jeden Alters und jeder Herkunft.
Und jetzt, wo ich mir das von der Seele geschrieben habe, frage ich mich, was wohl aus Toni geworden ist. Ich wünsche ihm so sehr, dass er alles Glück dieser verflucht ungerechten Welt gefunden hat!
https://www.schweizer-illustrierte.ch/style/lifestyle/weltschmerz-823746
►Ein Hauptergebnis des berühmten Experiments (1972): "Universum '25" (Timing passt) war:
"Vor den Individuen selbst stirbt deren Geist."
https://www.youtube.com/watch?v=7ReBJfxHjFU

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