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Geschichten, geschrieben um nicht einzuschlafen

Hansjakob Marti ist Bergbauer in Matt. Er ist aber auch Autor: In seinem Buch «Niggälifallä» sammelt er 32 Kurzgeschichten und Gedichte. Mit feinem Humor beschreibt er Anekdoten aus seiner Zeit als Älpler und Käser. Quasi im Vorbeigehen schafft er so auch eine detailreiche Beschreibung des Alplebens.

Südostschweiz
06.10.16 - 14:09 Uhr
Kultur

«Dieser Sohn kam mir wie ein mit Stärke getränktes, aufgestelltes Leintuch vor, das sich wie dank Fernsteuerung auf Kommando bewegte wie eine Marionette. Ein grosses mageres Bleichgesicht, aus dem zwei nervöse Augen durch dicke Brillengläser hervorlugten», schreibt Marti über den Sohn eines Alpbesuchers, der seine Hütte mit einem Hotel zu verwechseln schien. Es ist klar: Der 64-jährige Marti schreibt mit einer klaren Sprache über seine Erlebnisse. Und er nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn ihm etwas nicht passt. Das macht die Lektüre des Buches unterhaltsam und lehrreich zugleich. Ein Must für jede Sammlung von Glarner Literatur. Und für jene, die gerne über die Identität von im Buch porträtierten Personen werweisen wollen. (sdü)

Das Buch ist bei Somedia Publishing AG, Telefon 055 645 28 63 oder online beim Somedia Buchverlag erhältlich.

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