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Der Muttsee und die Technik

«Bilder vom Gebirge», titelt die Architekturzeitschrift «Hochparterre» zur Ausstellung des Glarner Fotografen Fridolin Walcher in Linthal. Chefredaktor Köbi Gantenbein dirigiert und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Südostschweiz
23.05.16 - 08:49 Uhr
Kultur

Der Anlass ist eigentlich nur die Eröffnung von Fridolin Walchers Ausstellung «Pyramide am Berg» mit seinen Bildern über das Pumpspeicherwerk Linthal 2015. Doch Köbi Gantenbein, Chefredaktor von «Hochparterre», und seine Stellvertreterin, die Glarner Architektin Rahel Marti, haben daraus viel mehr gemacht. 

Im Zentrum des Abends und eines «Hochparterre»-Themenhefts stehen die Bilder des Nidfurner Fotografen Fridolin Walcher. Die Naturlandschaft und die Technik, die sie am Muttsee oben monumental verändert.

Die Blaskapelle, die Gantenbein auch gleich selber dirigiert, spielt das Muttsee-Wälzerli. Über den Tanz der blauen Tiger und die überrollte Tundra: «Der See ist in seiner alten Form verschwunden.»

Vom Segen zur Last zur Sonne

Doch «als Lager von Atomstrom wird der See nicht mehr gebraucht», aus erhofftem Geldregen sei ersorgte Geldlast auf Jahrzehnte hinaus geworden. Möglich, so Gantenbein, dass der monumentale Energiespeicher wieder gebraucht werde, wenn dereinst die Vision von Gallus Cadonau, «oberster Solarideologe» der Schweiz, wahr werde: Solarpanels auf allen 1,1 Millionen Dächern der Schweiz.

Und Gantenbein kritisiert die Axpo, Bauherrin des Kraftwerks, dafür, dass sie Walchers Foto-Auftrag stoppte. Die Ausstellung im Bilderlager Fridolin Walcher im Linthpark, Linthal, dauert bis 17. Juni; Infos bei fridolinwalcher.ch; hochparterre.ch. (fra)

Was das «Hochparterre»-Themenheft sonst noch zeigt, lest ihr in der «Südostschweiz» vom Montag.

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