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Drei kalifornische Hexen rocken Glarus

Die Frauenband L. A. Witch macht auf ihrer Europatournee am Freitag im Veka halt.

Südostschweiz
03.04.18 - 04:30 Uhr
Kultur
Coolness war wohl das erste Wort, das die drei Kalifornierinnen sagen konnten: Die drei «Hexen» wollen nun diese Woche im Veka einheizen.
Coolness war wohl das erste Wort, das die drei Kalifornierinnen sagen konnten: Die drei «Hexen» wollen nun diese Woche im Veka einheizen.
PRESSEBILD

Verschüttetes Bier am Boden, Rauchschwaden in der Luft, eine kleine Bühne in einem düsteren Keller – so muss es sein, wenn L. A. Witch auftreten. Denn darin entfaltet sich die hypnotisierende Wirkung der drei Kalifornierinnen am besten.

L. A. Witch – also die Los-Angeles-Hexen, können zwar nicht zaubern, dafür aber Musik machen. Und zwar auf eine Art, welche die Gegenwart am Freitag in einem benebelnden Dunst ersticken und die 60er-Jahre im Glarner Veka aufleben lassen sollen. Eine ungestüme Zeit, in der der Sound noch ungeschliffen und echt war, roh, und das angesagteste Modeaccesoire eine Zigarette im Mundwinkel war.

Gleichzeitig versetzen die drei Frauen ihr Publikum an einen Ort knapp 10 000 Kilometer Luftlinie weiter westwärts – zu den palmengesäumten Strassen, unter die Verrückten des Venice Beach und auf Skateboards cruisend durch die Grossstadt Los Angeles.

Mit der rauchig düsteren Stimme von Sade Sanches, den drängenden Beats von Ellie English und dem grummelnden Bass von Irita Pai versprühen die drei Frauen mehr Coolness als ein zugefrorener Klöntalersee, und ihr Sound ist furchiger als so manche Glarner Felswand, so versprechen es die Veranstalter in einer Pressemitteilung.

Danach gibt es Blues

Auf ihrer Europa-Tour passieren L. A. Witch London, Paris, Amsterdam und kommen nach Glarus, wo sich der Hall ihres Sounds zwischen dem Glärnisch und Äugsten richtig ausbreiten kann. Denn das ist es, was den Garage-Sound der Rock’n’Roll-Girls definiert. Das Echo davon macht «DJ Hoochie & Komplize Coochie», ein Geniegespann, das nicht bloss den Frauen hinterherjodeln will, sondern lieber den Charme des Blues spielen lässt.

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