«Mir si Sennesinger und Trichleschwinger»
Als ob Gotthard als Highlight nicht gut genug wäre: Nach Glarus kommt auch Alpentainer Marc Trauffer, der «kei Müeh mit Chüeh» hat.
Als ob Gotthard als Highlight nicht gut genug wäre: Nach Glarus kommt auch Alpentainer Marc Trauffer, der «kei Müeh mit Chüeh» hat.
Marc A. Trauffer ist der Mann, der den Schweizern aus der Seele singt. Mit Songs, die mitten ins Herz treffen. Mit verrückt-verrockten, teils auch urchigen Handorgel- und Jodelliedern, mit Inhalten, welche die Heimat vergöttern, auch wenn diese vereinzelt auf die Schippe genommen wird. Dann nämlich, wenn Isabel «Müeh mit Chüeh» hat. «Kei Müeh» mit Trauffers Heimat-Hymnen hat jedenfalls das Publikum. Geradezu phänomenal, wie massenhaft der Alpentainer verlangt wird. Nicht nur auf Youtube, wo es seine Hits «Müeh mit dä Chüeh», «Heiterefahne» und «Brienzer-Buurli» auf weit über eine Million Klicks bringen.
Ennet des Brünigs, im bernischen Brienz, wohnt Trauffer, der selbst alles andere als «Müeh mit dä Chüeh» hat. Er schnitzt sogar welche, in der Holzspielwarenfabrik seiner Eltern, die er übernommen hat. Der Hitparaden-Stürmer war zudem bis 2014 Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde Hofstetten, die aus dem Bilderbuch stammen könnte. So wie auch das nahe gelegene Freilichtmuseums Ballenberg, bei dem Trauffer bis 2015 als Vizepräsident amtierte.
«Woni ou häre gah. I füehl mi niene so dehei, wie da.»
Und im Ballenberg, in dieser Bilderbuch-Landschaft, in der Heile-Welt-Schweiz, entsteht auch das Musik-Video zum Trauffer-Hit «Sennesinger». Ein Lied, das das Publikum mitsingen wird, weil der Text die Glarner ins Herz trifft, so wie es der «Sänntäpuur» auch tut. Es ist ein Song, so Trauffer, «a alli Sennesinger und Trichleschwinger, Niidleschwinger und Fahnebringer, Holzchühschnitzer und Geislezwicker, Ländlerrocker und Stubehocker, Wätterschmöcker und Sprüchlichlöpfer – mit Gassefäger als Hoseträger.»
Es ist ein Song, der in einem Refrain gipfelt, von dem die Glarner auch ein Liedchen singen können: «I füehl mi niene so, woni ou häre gah. I füehl mi niene so dehei, wie da.»
Dass volkstümliche Musik vermischt mit Rock Trumpf ist, zeigte bereits der Prix Walo: In der Kategorie Newcomer schwang Männerchor-Gründer Georg Schlunegger obenauf. Die Sparte Schlager gewannen die Oesch’s die Dritten. Und in der Klasse Pop/Rock siegte – wer wohl? Alpentainer Marc A. Trauffer.

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