Den Blick in der «Höhle» schärfen
Die «Gepäckausgabe» im Güterschuppen Glarus ist eine Plattform für junge Kunst. Noch bis zum 19. August ist dort die Raum-Klanginstallation mit dem Titel «Sing Tendons Third Body Cave Sound Choir» zu sehen.
Die «Gepäckausgabe» im Güterschuppen Glarus ist eine Plattform für junge Kunst. Noch bis zum 19. August ist dort die Raum-Klanginstallation mit dem Titel «Sing Tendons Third Body Cave Sound Choir» zu sehen.
Die «Gepäckausgabe» zieht vor allem ein junges, aber auch älteres kunstinteressiertes Publikum an. Jeweils zwei Wochen lang hat nach diesjährigem Konzept ein Glarner Künstler Zeit, mit einem Kunstschaffenden seiner Wahl den Raum zu verwandeln.
Zu sehen ist im Güterschuppen zurzeit die Raum-Klanginstallation «Sing Tendons Third Body Cave Sound Choir». Produziert haben sie Thomas Baumgartner aus Engi und Samuel Koch aus Zürich. Die beiden haben Kunst mit Vertiefung Fotografie studiert und gerade mit ihrem Bachelor in Zürich abgeschlossen.
«Der Raum, der einst als Gepäckausgabe des Güterschuppens diente, war zwei Wochen lang unser Atelier», sagt Baumgartner im Künstlergespräch mit Johanna Burger und Hannah Marti. «Die Installation sollte etwas von der Rolle des Knotenpunkts des Bahnhofs wiedergeben», so Koch.
Hinhören und abschalten
Die beiden erklären auch, warum sie die Fenster mit Gipswänden verbarrikadiert haben. Der Raum, nur mit drei Modellbaugras-Inseln ausgestattet, von denen sich Drähte zur Decke hinziehen, soll eher wie eine Höhle wirken. Unsichtbar werden zudem über der Decke von Wechselmotoren Klaviersaiten hin- und hergezogen, was metallische Geräusche oder eine Art Musik erzeugt. Die Wirkung, die sich die beiden Fotografen vorstellen, tritt ein: Die Installation lässt die Besucher des Raumes hinhören und auch etwas abschalten von der Aussenwelt. Und wenn sie wieder draussen stehen, schauen sie vielleicht mit neuen Augen auf die imposanten Berge von Glarus.
Bis 19. August zu sehen. Den Schlüssel zum Kunstraum muss man bei den SBB im Bahnhof Glarus holen.
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