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Legenden beschriften sich nicht

Partykönig Harry Hustler verklickert Euch jeden Donnerstag die angesagtesten Partys, die gerade anstehen. Organisierst auch Du eine Party in der Region und der König weiss es (noch) nicht? Schreib einfach eine E-Mail auf [email protected], und schon ist Abhilfe geschaffen.

Südostschweiz
28.07.17 - 05:00 Uhr
Kultur
Lustige Sprüche auf Turnbeuteln – keine Seltenheit.
Lustige Sprüche auf Turnbeuteln – keine Seltenheit.
PIXABAY

Wer mag sich noch an Flip aus «Fascht e Familie» erinnern? Flip bestach nämlich in dieser Serie immer durch selbstgefertigte T-Shirts, auf denen lustige Sprüche wie «Gut gegessen ist halb gelebt», «Beim Nichtstun mache ich Überstunden», «Freiheit für Kuchen», «Millionär in Ausbildung» oder «Auch eine Geisterstunde hat nur 60 Minuten» standen. Damit hat Flip einen Trend vorweggenommen. Denn schaut man sich heute um, kann man auf vielen T-Shirts etwas lesen.

Leider sind die heutigen T-Shirts aber selten so lustig wie jene von Flip. «Too rare to die» steht da beispielsweise. Doch betrachtet man die Person, welche dieses Shirt trägt, kann man eigentlich nie zustimmen. Sowieso fragt sich, ob sich eine Person, welche die Aufschrift «I’m not weird, you are simple» auf der Brust trägt, nicht genau durch diese Aufschrift als simple Person outet. Gleiches gilt für Shirts mit dem Aufdruck «I’m legendary». Oder glaubt jemand ernsthaft, eine wirklich legendäre Person würde je so ein T-Shirt anziehen?

Seit einiger Zeit werden allerdings nicht nur T-Shirts gerne mit Sprüchen versehen, sondern auch Turnbeutel. «Sei immer du selbst! Es sei denn du kannst ein Einhorn sein. Dann sei immer ein Einhorn», «Lieber peinlich als langweilig», «Du tanzt mich mal» oder «This bag contains a gun, a bomb, a very large knife and loads of drugs» ist darauf zu lesen, obwohl die Träger dieser Turnbeutel nie Einhörner, interessant, gute Tänzer oder Waffennarren sind. Doch anstatt mich ob der mangelnden Authentizität aufzuregen und Flip zu vermissen, sollte ich mir vielleicht einfach einen Aufdruck zu Herzen nehmen, den ich kürzlich erblickt habe. Dieser lautete nämlich: «Read a book not Turnbeutel».

Zum Programm: Auch dieses Wochenende verlagert sich das Partygeschehen vornehmlich nach draussen. An erster Stelle sei deshalb natürlich das Rockfest in Schmerikon genannt, das mit Künstlern wie Ugly Kid Joe, Baze, Ritschi, Marc Amacher oder Baba Shrimps dieses Wochenende an den Zürichsee lockt. Derweil kann das Festival da Jazz in St. Moritz zum Abschluss nochmals mit Szenegrössen wie Paolo Conte, Helge Schneider und Mare Nostrum auftrumpfen. Ausserdem finden mit dem Vaduz Soundz (Dabu Fantastic, Lovebugs, Marc Sway), dem Roam Festival in Lugano (Cigarettes After Sex, Vök, Wild Beasts) und dem Blue Balls in Luzern (Patti Smith, Benjamin Clementine, Gregor Meyle) noch weitere Festivals statt, deren (nicht allzu lange) Anreise sich lohnt.

Morgen Freitag feiert dann das «Selig» in Chur Reopening mit DJ Toru, DJ Steel mixt im «Viva», DJ Hairless heizt dem «Cava» ein, und in der «Roots Bar» ist Freaky Friday mit Marco Hess und dem KMS DJ-Team. Derweil bluest Andy Egert in der «Sportbar» in Pontresina, DJ Nene ist im «Pampa» in St. Moritz am Start (morgen nochmals), und Doris Ackermann und Band machen im «Lihn» im glarnerischen Filzbach Country.

In Zürich gibt es Techno mit Monolink und Alex.Do im «Hive», Elektronik-Pop mit Phoria und Tempers im «Bogen F», und Techhouse mit Lazare Hoche, Malin Genie und S.A.M. im «Supermarket».

Übermorgen Samstag beehrt dann DJ Tomekk das Reopening der «Felsenbar» in Chur, Franky Stache und DJ Toru beleben das «Selig», DJ Bowser mischt im «Viva», und Jojo and the dinosaurs geben nachmittags ein Konzert im «Fontana-Park». Derweil musiziert Kurt Ackermann  im «Kurhaus» in Lenzerheide, im «Vivai» in St. Moritz lautet das Motto «No Tomorrow» mit Musik von GianneX, und am Alpensound in Braunwald in der Glarner Bergen sorgen Geri der Klostertaler, Weber & Wohler, George Hug & Band und weitere für Stimmung.

In Zürich gibt es Instrumental-Elektronik mit Brandt Brauer Frick in der «Roten Fabrik», Slowtech mit Dandara & Arutani und Nicola Noir in der «Zukunft», Folk mit Brandy Butler und Ursina in der «Bäckeranlage», und Elektronisches mit My Favorite Robot und Hernan Cayetano im «Hive».

Allerdings sollte man vielleicht ein bisschen Energie sparen, da am Montag nicht nur in Chur Freinacht ist (dem Nationalfeiertag sei dank). Euer Partykönig wünscht Hals- und Tanzbeinbruch.

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