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Acht Jahre nach dem grossen Bergsturz: In Bondo wird wieder Strom produziert

Beim verheerenden Bergsturz vom August 2017 verschütteten gewaltige Murgänge die Wasserfassung Prä des Kraftwerks Bondo. Fast acht Jahre später läuft die Stromproduktion wieder.

Südostschweiz
21.05.25 - 10:00 Uhr
Graubünden

Am 23. August 2017 wurde das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Bregaglia komplett auf den Kopf gestellt. Unmittelbar nach dem Bergsturz entstand ein Murgang, der bis nach Bondo vorstiess. Auch die Wasserfassung Prä des Kraftwerks Bondo auf rund 1100 Metern wurde meterhoch zugeschüttet. In der Folge war das Kraftwerk Bondo fast acht Jahre ausser Betrieb.

Erneuter Murgang bremste Bauarbeiten aus

Nach einer sorgfältigen Schadensanalyse und langer Planung tat sich in Bondo wieder etwas. Anfangs Juli 2023 starteten die Bauarbeiten für die Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks. Alles lief nach Plan, bis ein erneuter Murgang Ende August desselben Jahres die Baustelle teils verschüttete. «Bevor wir überhaupt weitermachen konnten, musste die gesamte Baustelle von Geröll geräumt werden», erklärt Andres Fasciati, Leiter der Bergeller Kraftwerke bei EWZ und Gesamtprojektleiter. Dank rascher Räumung und Reparaturarbeiten konnten der Rückstand auf drei Monate begrenzt werden, so Fasciati.

Neues Kraftwerk soll Murgängen standhalten können

Seit Anfang Mai drehen die Turbinen wieder und produzieren sauberen Strom für 4000 Bündner Haushalte. Laut einer Mitteilung des Elektrizitätswerk Zürich (EWZ), wurde die neue Wasserfassung auf der bestehenden Infrastruktur errichtet, jedoch mit deutlich verstärkten Schutzmassnahmen. Sie soll künftigen Murgängen möglichst gut standhalten. Falls das Kraftwerk beschädigt wird, soll es möglichst rasch wiederhergestellt werden können. (red)

Tag der offenen Tür im August

Am Samstag, den 16. August, findet die Feier zur Wiederinbetriebnahme der Kraftwerksanlagen statt. Auf Besucherinnen und Besucher warten Informationsangebote, Führungen und ein Unterhaltungsprogramm.

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