Jenins feiert sich und seine Weine: Das müsst ihr zum Weinfest wissen
Das Dorf Jenins verwandelt sich am ersten Septemberwochenende in eine Festmeile. Das Weinfest in der Bündner Herrschaft steht auf der Agenda. Alles, was ihr dazu wissen solltet, findet ihr hier bei uns.
Das Dorf Jenins verwandelt sich am ersten Septemberwochenende in eine Festmeile. Das Weinfest in der Bündner Herrschaft steht auf der Agenda. Alles, was ihr dazu wissen solltet, findet ihr hier bei uns.
Jedes Jahr bevor in den Wingerten das Wimmeln beginnt, bereitet sich eines der Dörfer in der Bündner Herrschaft auf ein Fest vor. Dieses Jahr findet das Weinfest in Jenins statt, der selbsternannten «Perle» der Bündner Herrschaft. Was das Fest alles zu bieten hat, wie man nach Jenins und wieder nach Hause kommt, und warum Jenins fünf statt wie üblich vier Jahre auf diese Durchführung warten musste, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Das ist das Weinfest
In der Bündner Herrschaft findet jedes Jahr ein Weinfest statt. Alternierend in Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans. Weintorkel, Vereinsbeizen, Marktstände und Vergleichsdegustationen (20 Franken in der Turnhalle) bieten ein Wochenende lang Gelegenheit für gemütliches Beisammensein und zum Fachsimplen über die guten Tropfen. In den kleineren der vier Herrschaftsgemeinden verdoppelt sich an sonnigen Weinfestwochenenden die Einwohnerzahl vorübergehend.
Mit einem Jahr Verzögerung wieder in Jenins
2020 fand das Weinfest infolge der Pandemie nicht statt. Entsprechend musste sich Jenins ein Jahr länger bis zur nächsten Austragung gedulden. Nun sind wieder vier Jahre vergangen und das Fest gastiert in der «Perle» der Bündner Herrschaft. Entsprechend wird das 1000-Seelen-Dorf mit seinen zehn Weinbetrieben herausgeputzt, beflaggt und es Brunnen werden geschmückt. Das Festgelände erstreckt sich ab dem Parkplatz «Chrüzli» bis zur Kreuzung Malanserstrasse–Wiesenstrasse und weiter zum Oberdorfbrunnen bis und mit der Kreuzung Sägenstrasse–Bachstrasse.
Das ist das Festprogramm
Los gehts am Freitag, 5. September, mit der «Knaba» Bar. Am Samstag, 6. September, beginnt der Festbetrieb ab 11 Uhr mit verschiedenen Programmpunkten. Der Sonntag, 7. September, beginnt um 10.15 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst und wiederum um 11 Uhr mit dem Festbetrieb. Um 18 Uhr endet das diesjährige Weinfest.
So gelangt man am einfachsten ans Weinfest
Am simpelsten kommt und verlässt man Jenins mit dem Postauto über Maienfeld. Fahrzeiten sind in der SBB-App oder unter www.sbb.ch ersichtlich. Vom Bahnhof verkehren am Festwochenende ab 10.25 Uhr alle 15 Minuten Postautos. Der Ticketkauf in den Bussen ist möglich. Empfohlen wird, Tickets im Vorfeld zu erwerben. Autos parkieren beim Rossriet. Zu Fuss erreicht man Jenins in einer halben Stunde. Aber auch vom Rossrief gibt es einen Shuttlebus. Letzte Fahrten am Samstag finden um 2.58 Uhr nach Parkplatz und Bahnhof Maienfeld und 3.28 Uhr nach Landquart statt. Das Festgelände wird auch für den Durchgangs- und Anwohnerverkehr zwischen Samstag 10 Uhr bis Sonntag 19 Uhr gesperrt und der Verkehr umgeleitet.
Das sind die Attraktionen
Vergleichsdegustationen finden am Samstag und Sonntag jeweils von 12 bis 17 Uhr in der Turnhalle statt. Edi Rietberger präsentiert im Schulhaus Naturbilder. Weiter gibt es Brunnentouren und einen Brunnenumzug. Im Dorf gibt es das ganze Wochenende Stände mit einheimischen und exotischen Spezialitäten. Die Pfadi Falkenstein (Salisbungert), die Theatergruppe (Salis Säli, bei schlechtem Wetter Kirche) und die Rössli-Spielgruppe (Hofeggenberger) zeichnen für das Kinderprogramm verantwortlich. Zudem wird vor dem Rathaus ein nostalgisches Kinderkarussell aufgestellt und am Samstag zeigt die Tanzschule Landquart beim Volg Roundabout, ein mädchenspezifisches Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebot im Kinder- und Jugendbereich. Und natürlich öffnen die Weinbauern ihre Torkel im Dorf, wo für Speiss und Trank gesorgt ist – nicht nur, aber wie es sich für ein Weinfest gehört, natürlich mit ihren eigenen Produkten.
Navigation
So wirbt das OK
Veronica Ruof vom Organisationskomitee verspricht ein Wochenende voller Tradition, Geschmack und Lebensfreude für alle Altersgruppen. «Neben hochstehenden Weinen gibt es eine Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten, ein Handwerkermarkt, eine grosse Vergleichsdegustation und abwechslungsreiche musikalische Darbietungen», rührt Ruof die Werbetrommel für einen Besuch in Jenins.
Ausblick
Im kommenden Jahr ist mit der Durchführung des Weinfestes wieder das Städtchen Maienfeld an der Reihe.
Vom Föhn verwöhnte Trauben
Der älteste Beleg für Weinbau in Graubünden stammt aus dem Jahr 765. Heute werden in Graubünden auf mehr als 400 Hektaren jedes Jahr 2,5 Millionen Liter Wein produziert. Winzer zwischen Fläsch und Bonaduz sowie im Misox vinifizieren aus über 40 Rebsorten mehr als 60 Weinspezialitäten. Der grosse Teil davon sind Rotweine. Knapp 70 Prozent der in Graubünden hergestellten Weine gehören zur für die Bündner Herrschaft typischen Sorte Blauburgunder. (phw)
Philipp Wyss ist Wirtschaftsredaktor der gemeinsamen Redaktion der Zeitung «Südostschweiz» und der Internetseite «suedostschweiz.ch».
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SO Philipp Wyss schreibt:…
SO Philipp Wyss schreibt:
Festmeile. Weinfest in der Bündner Herrschaft: Alles, was ihr dazu wissen solltet, findet ihr hier bei uns.
Ich schreibe:
Alles? Ist das nicht eher Werbung?
Ich finde anderes interessant:
►Prof. Dr. Helmut Seitz: «Alkohol ist ein Zellgift und schädigt alle Organe. Das Sensibelste – und das wissen die Wenigsten – ist die Brust, die weibliche Brustdrüse.» Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. WHO: «Beim Alkoholkonsum gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge.».
►Blick 27.6.2025:
https://www.blick.ch/politik/alk-aufruf-des-bundesrats-ich-wuerde-mir-w…
Alk-Aufruf des Bundesrats
«Ich würde mir wünschen, dass die Leute mehr trinken»
Bundesrat Parmelin schlägt Alarm: Die Schweizer trinken immer weniger einheimischen Wein.
►Ein Schweizer Wein-Händler verlinkt Andrea Masüger als "Referenz":
Der Wein-Händler Schwander (Zürich, St.Gallen) brüstet (wie unpassend das Wort in diesem Kontext!) sich auf seiner Website: "Andrea Masüger über die Anti-Alkohol-Propaganda", verweist auf SOmedia-Urgestein und Schweizer Verlegerpräsident, Andrea Masüger, der in seiner Kolumne in der Südostschweiz 31.5.2025 betreffend Alkohol verschiedene Quellen zitiert, jedoch eher alkoholfreundlich schreibt und zu allem Überfluss auch noch Churchill referenziert.
Hingegen ich sage: Weil Alkohol ein Zellgift ist, kann er nicht gesund sein. Ebenso wenig wie Tabak. Masüger hin oder her.
https://img.selection-schwander.ch/media/c0/db/ed/1749648081/2025-05-31…