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Die Schwänder wollen ihre kleine Badi retten: Dafür brauchen sie aber eine halbe Million Franken 

Die Bergbadi Schwändi braucht eine automatische Wasseraufbereitung. Die Genossenschaft bekommt noch eine Saison Gnadenfrist und sammelt Geld. Was es braucht, bis im Herbst 2025 umgebaut werden kann. 

Fridolin
Rast
18.11.24 - 11:00 Uhr
Glarus
Sanierungsbedarf: Damit die Badegäste die Bergbadi Schwändi weiterhin geniessen können, braucht sie eine Erneuerung. Tony Arnold hat einen Plan.
Sanierungsbedarf: Damit die Badegäste die Bergbadi Schwändi weiterhin geniessen können, braucht sie eine Erneuerung. Tony Arnold hat einen Plan.
Pressebild
Die Badi Schwändi hangelt sich schon länger von Saison zu Saison. Schon vor einigen Jahren hat die Schwimmbadgenossenschaft angekündigt, dass eine neue Wasserbehandlungsanlage nötig sei.

Die gute Nachricht aber vorneweg: Ad-interim-Präsident Tony Arnold sagt: «Die Saison von nächstem Jahr ist schon gesichert.» Das für die Wasserqualität zuständige Amt habe für ein weiteres Jahr grünes Licht gegeben. Dies aber vor dem Hintergrund, dass die Umbaupläne für die Wasserbehandlung bereits konkret seien. 

Nun präsentiert die Genossenschaft die Pläne für die Badi und lädt dazu am Donnerstag, 28. November, in die Turnhalle Schwändi ein. 

Der Umbau ist dringend und teuer

Das Schwimmbad brauche unter anderem eine neue automatische Anlage zur Wasseraufbereitung, um weiterhin alle Auflagen erfüllen zu können, erklärt Genossenschaftspräsident Arnold. «Dafür muss das Becken mit den nötigen Leitungen ausgestattet werden und es braucht einen Technikraum für Ausgleichsbecken, Pumpen, Filteranlage und weitere Gerätschaften.»

Ein solcher Umbau sei teuer. «Nach den Berechnungen müssen rund 500’000 Franken investiert werden, um den zukünftigen Betrieb unserer Bergbadi zu sichern.» Schwändi hat nicht einmal 500 Einwohnerinnen und Einwohner, macht mehr als 1000 Franken pro Person, wenn alle etwas beisteuern wollten. 

Weil die manuelle Chlorierung des Wassers nicht mehr zeitgemäss sei und die technischen und gesetzlichen Vorschriften nicht mehr erfüllt seien, müsse die Genossenschaft nun dringend handeln, erklärt Arnold.

Die Badi-Leute hoffen auf breite Unterstützung

Die Umbaupläne sind bereits konkret, wie Tony Arnold erklärt. «Der Info-Anlass ist damit auch der Startschuss für unsere Spendenaktion.» Die Genossenschaft gehe dafür auf private Spender und Gönnerinnen oder Firmen zu, und die Schwändner hofften auch auf eine gewisse Unterstützung durch die Gemeinde und den Kanton. Je nach Bedarf werde die Genossenschaft auch noch Stiftungen wie etwa die Berghilfe ansprechen. 

Wie Arnold sagt, hofft der Vorstand sehr, dass die halbe Million Franken zusammenkommt. Und er sieht die Möglichkeit, noch weitere Kreise anzusprechen: «Wenn noch ein letzter Teil fehlt, würden wir ein Crowdfunding lancieren.» 

Im Herbst 2025 bauen

«Wir wollen im Herbst des nächsten Jahres das Geld beisammen haben und den Bau starten», sagt Tony Arnold. Auch wenn das ein sehr ambitioniertes Ziel sei, sei er zuversichtlich. Denn: «Wir haben bereits eine private Spende von 40’000 Franken bekommen und freuen uns riesig über diesen Start.» Der Betrag sei sicher auch eine Motivation für weitere Spenderinnen und Spender, zur Rettung der seit 1932 bestehenden Bergbadi beizutragen.

Badespass in den 1990ern: Die Badi Schwändi wird schon bald 100 Jahre alt. 
Badespass in den 1990ern: Die Badi Schwändi wird schon bald 100 Jahre alt. 
Archivbild

Info über die Badi-Pläne

Die Schwimmbadgenossenschaft Schwändi lädt am Donnerstag, 28. November, um 19 Uhr zu einem Infoabend in der Turnhalle Schwändi ein und präsentiert dort die Umbaupläne für die Bergbadi. Weiter gibt es laut einer Mitteilung Infos zum Badibetrieb 2025 und die Möglichkeit, mit den Verantwortlichen über die Zukunftspläne für die Badi zu reden. 

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