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Chile hat als zweites Land der Welt Lepra besiegt

Chile in Südamerika hat als zweites Land weltweit die Krankheit Lepra besiegt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat der Regierung gratuliert und ein entsprechendes Zertifikat ausgehändigt. Diesen Meilenstein erreichte bislang nur Jordanien, 2024.

Agentur
sda
04.03.26 - 18:21 Uhr
Ereignisse
ARCHIV - Leprapatienten sitzen im Gang eines Krankenhauses. Foto: Fabio Teixeira/dpa/Symbolbild
ARCHIV - Leprapatienten sitzen im Gang eines Krankenhauses. Foto: Fabio Teixeira/dpa/Symbolbild
Keystone/dpa/Fabio Teixeira

Lepra ist eine chronische Infektionskrankheit, die die Haut verändern und die Nerven schädigen kann. Jahrzehntelang wurden Betroffene in vielen Gesellschaften ausgegrenzt, obwohl die Bakterien nur über engen und anhaltenden Kontakt übertragen werden können. Die Krankheit ist heilbar, aber ohne Behandlung können anhaltende Entzündungen und unbemerkte Verletzungen Gliedmassen verformen.

Die WHO verzeichnet etwa 200.000 neue Fälle im Jahr in mehr als 120 Ländern weltweit, vor allem in Südostasien, Afrika und Südamerika. In Deutschland gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit Jahren nur einen Leprafall pro Jahr. «Man kann davon ausgehen, dass es sich dabei um eingeschleppte Erkrankungen handelt», heisst es.

Chile hat nach Angaben der WHO seit 1993 keine lokale Ansteckung mehr verzeichnet, teilte die WHO mit. Dazu hätten unter anderem ein Programm zur Früherkennung und der universelle Zugang zu medizinischer Versorgung beigetragen.

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