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Den Bündner Gastronomen reicht es

Die Bündner Gastronomen demonstrieren am Mittwoch in Chur. Sie haben verschiedene Forderungen rund um Entschädigungen für die coronabedingten Ausfälle in der Gastrobranche.

Südostschweiz
21.12.20 - 09:14 Uhr
Ereignisse
Restaurants in Graubünden müssen über die Feiertage geschlossen bleiben.
Restaurants in Graubünden müssen über die Feiertage geschlossen bleiben.
GIAN EHRENZELLER/KEYSTONE

Erst in der vergangenen Woche hat der Bund weitere Corona-Massnahmen beschlossen und die bisher geltenden teilweise angepasst. Unter anderem bleiben Gastronomiebetriebe schweizweit ab dem 22. Dezember geschlossen. Ausnahmen sind in Kantonen mit günstiger epidemiologischer Entwicklung möglich.

Bündner-Gastro-Demo

Wegen der Schliessung der Gastronomiebetriebe entstehen für die Gastronomen Ausfälle. Eine Interessensgruppe von Bündner Berggastronomen hat nun entschieden, am Mittwoch auf die Strasse zu gehen, um für eine korrekte Entschädigung der Ausfälle zu demonstrieren, wie es in einem internen Schreiben heisst.

Unter dem Lead von Gastro Graubünden werde am Mittwoch ein Mahnmal auf der autofreien Poststrasse ab Restaurant «Calanda» Richtung Arcas errichtet. Jeder Beizer stelle einen leeren Stuhl aus seinem Restaurant auf. Auf der Rücklehne werde der Name des Restaurants angeschrieben, heisst es weiter. Unterstützt werde die Aktion auch von Casimir Plazer, Präsident von Gastro Suisse.

Folgende Forderungen werden ausserdem an die Regierung übergeben: 
    • Erstattung der Kosten für die hausinternen Corona-Massnahmen
    • Erstattung von verderblichen Lebensmitteln und Getränken
    • eine angemessene Entschädigung für die allgmeinen Kosten
    • schnelles und unbürokratisches Handeln

(paa)

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Die GR-Gastronomie scheint mir eine multi-ungesunde Einstellung zu haben:
Zitat:
«Die Flammen in den Feuerschalen vor den Bars und Restaurants im Churer Welschdörfli sind nicht als Wärmespender, sondern als eine Art Mahnfeuer zu verstehen.»
Im gleichen Atemzug stellt der Geschäftsführer des Dachverbandes Gastro Graubünden fest, «dass die Branche brennt».
Ich frage:
Im gleichen ATEMzug?
1)
Der ATEM kann bei COPD, Asthma und Covid-19 alias Corona lebensbedrohliche Formen annehmen.
Verdienstvollerweise berichtete die Somedia (Pierina Hassler): «Nichtraucher Ötzi hatte eine Raucherlunge» und warum:
https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2020-11-09/die-nebenwirkung…
2)
Bereits der Gastro-GR Renato Feurer fiel mir negativ auf:
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2020-12-15/wie-viele-menschen…
Zitat: Renato Feurer, sind Sie nicht der, dem es samt Konsorten auf dem Regierungsplatz "den Pfannendeckel lüpfte" bzw. der mit diesen Utensilien dort Krach, Lärm vollführte, den ich bekanntlich seit Jahren als gegen die Gesundheit anprangere und wissenschaftlich belege?
3)
Wie ich erst heute erfuhr, bestehen an einem Ort in der Innerschweiz erbärmliche Missstände: Dort wurde Anfang Dezember ein Chlausjagen durchgeführt, mit anschliessendem Beizentreffen. Und nun sind unglaublich viele erkrankt. Für Chronischkranke ist das ganz schlecht. Jetzt könne man nicht mal ins Spital, wenn etwas wäre. Alle sind am Anschlag und ausgebucht.
Und so ein Elend und Leid bloss wegen irgendwelcher oberflächlichen Schein-Spasskultur alias Sauglattismus?
4)
Den Wirten würde ich eh empfehlen, ihren Protest (vergleiche Artikel mit dem Vorwurf der Teil-Enteignung)
https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/2020-12-21/gastronomen-spreche…
in die ätiologische Richtung zu lenken:
Mittelfristig dürfte das aus meiner Sicht (vergleiche auch: Klima, Artensterben, Mikroplastik- und Pestizide-Tsunamis; Exponentialität) fehlkonstruierte Geld-/Wirtschaftssystem (eine Art Schneeballsystem, aber die sind doch verboten, oder) eh auffliegend kollabieren, weswegen ich für Wirte und alle anderen grundsätzlich Grundeinkommen indiziert sehe:
Ernst Wolff (in Davos):
75-80 % der Arbeitsplätze werden in den nächsten Jahren verschwinden:
https://www.youtube.com/watch?v=bT34HsltH-E

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