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Neun mutmassliche Bancomaten-Sprenger in den Niederlanden verhaftet

In den Niederlanden sind in den vergangenen Monaten insgesamt neun mutmassliche Geldautomaten-Sprenger verhaftet worden. Sie sollen auch für mehrere Sprengungen in der Schweiz verantwortlich sein.

Agentur
sda
24.04.26 - 17:50 Uhr
Blaulicht
Die mutmasslich Verantwortlichen für diesen Bancomaten-Angriff in Gland VD Anfang Dezember 2025 sind in den Niederlanden festgenommen worden. (Archivbild)
Die mutmasslich Verantwortlichen für diesen Bancomaten-Angriff in Gland VD Anfang Dezember 2025 sind in den Niederlanden festgenommen worden. (Archivbild)
KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Seit 2023 brechen Kriminelle Geldautomaten mehrheitlich mit Sprengstoff auf, wie es in der Mitteilung der Bundesanwaltschaft und des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) vom Freitag hiess. Ermittlungen zeigten, dass für zahlreiche Sprengstoffangriffe niederländische Tätergruppierungen verantwortlich sein dürften.

Diese schlügen vor allem in Deutschland und in Österreich zu, aber auch in der Schweiz. Die niederländische Polizei verhaftete zwischen dem 14. und dem 22. April sieben Mitglieder einer solchen Gruppierung. Neben den Schweizer Behörden waren auch deutsche und französische Polizeibehörden an der koordinierten Aktion beteiligt.

Zwei weitere Verdächtigte aus derselben Gruppierung wurden im Dezember 2025 nach einer Automaten-Sprengung in Gland VD festgenommen. Den mutmasslichen Tätern werden rund zehn Bancomaten-Sprengungen in der Schweiz angelastet.

In der Mitteilung ausdrücklich genannt wurden Vorfälle vom 20. Mai 2024 in Alle JU und in Pruntrut JU sowie vom 21. Juli 2025 in Couvet NE und vom 3. Dezember in Gland VD. Die Strafverfahren werden von der Bundesanwaltschaft geführt.

Grenzüberschreitende Operationen seien neben der Zusammenarbeit mit nicht-polizeilichen Akteuren wichtig, um Sprengungen von Geldautomaten wirksam zu bekämpfen, hiess es. Das Communiqué nennt dazu Zahlen: 2025 wurden in der Schweiz 24 Bancomat-Angriffe verübt, halb so viele wie 2024 und so wenige wie seit 2019 nicht mehr.

2025 führte noch knapp jede dritte Attacke zu einem Erfolg für die Kriminellen. Die Behörden führen dies auf kontinuierlich verstärkte Schutzmassnahmen von Banken und Geldautomatenbetreibern zurück.

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