«Ds erschta Mol» – die «Khur Pride» steht an
Am Samstag findet in Chur die erste «Pride» mit Umzug statt. Sie startet mit einer Demo und wartet mit kulturellen Acts auf der Bühne im Stadtgarten auf.
Am Samstag findet in Chur die erste «Pride» mit Umzug statt. Sie startet mit einer Demo und wartet mit kulturellen Acts auf der Bühne im Stadtgarten auf.
Bunte Regenbogenfahnen, strahlende Gesichter und viele queere Menschen: Am Samstag, 4. Juni, findet in Chur die erste «Pride» Graubündens mit einem Umzug und einem Rahmenprogramm statt. Die Premiere feierte die «Khur Pride» zwar schon im vergangenen Juni, wegen der Coronapandemie allerdings im kleineren Rahmen. Der Startschuss für den wohl buntesten Samstag im Jahr gibt die Demo durch die Altstadt. Um 13 Uhr besammeln sich die Teilnehmenden an der unteren Bahnhofstrasse und treffen geschätzt um 14.30 Uhr beim Festivalgelände im Stadtgarten ein.
Reden, Musik und gute Stimmung
Auf der Festivalbühne wird Tamara Funiciello um 15 Uhr die Eröffnungsrede halten. Die ehemalige Juso-Präsidentin und Nationalrätin ist bisexuelle Aktivistin und setzt sich für die Gleichstellung queerer Menschen in der Gesellschaft ein. Um 15.30 Uhr halten Glitzer und Glam Einzug im Stadtgarten. «Lamer» spricht über ihre persönlichen Erfahrungen als Drag Künstlerin und wartet mit satirischen Monologen und reisserischen Lip Syncs auf. Anschliessend übernimmt Gaetano Sibilia, freischaffender Bündner Künstler und Tänzer. Das komplette Programm, welches bis um 22.30 Uhr dauern wird, ist auf der Homepage der Khur Pride ersichtlich.
Keine Party ohne Afterparty
Nach dem offiziellen Teil im Stadtgarten sind die Festivalbesucherinnen und -besucher zum krönenden Abschluss im «Cuadro22» in Chur eingeladen. Das Partykollektiv «Fagdom» wird den Gästen richtig einheizen. Einlass ist ab 18 Jahren und die Party dauert bis 3 Uhr am nächsten Morgen.
LGBTQ
Die Abkürzung kommt aus dem Englischen und steht für lesbian, gay, bisexuell, transgender, queer. Auf Deutsch: lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, queer, wobei «queer» heute ein Oberbegriff für alle Menschen der LGBTQ-Gemeinschaft (auf Englisch: «community») ist. Früher wurde «queer» auch als Beleidigung für Homosexuelle verwendet. Der Begriff LGBTQ wird oftmals um weitere Buchstaben ergänzt, um etwa intergeschlechtliche und asexuelle Menschen miteinzuschliessen. Dann heisst es «LGBTQIA+». Das Plus steht für alle weiteren sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. (jod)
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