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Die offene Jugendarbeit lanciert eine App für Glarnerinnen und Glarner

Die Mitarbeitenden des Netzwerks Glarner offene Jugendarbeit wollen die Jugendlichen auch digital erreichen.

Südostschweiz
24.03.21 - 04:30 Uhr
Leben & Freizeit
Werbung für Gratis-App: So sieht der Flyer aus, der Glarner Jugendliche dazu animieren soll, sich die neue App auf das Smartphone zu holen.
Werbung für Gratis-App: So sieht der Flyer aus, der Glarner Jugendliche dazu animieren soll, sich die neue App auf das Smartphone zu holen.
PRESSEBILD

Laut einer Mitteilung des Netzwerks Glarner offene Jugendarbeit (Gloja) verbringen Jugendliche heute im Durchschnitt mehrere Stunden täglich am Smartphone. Diese Tatsache wolle sich Gloja zu Nutzen machen, weshalb eine App für alle Glarner Jugendlichen lanciert werde. Diese App sei kostenlos «und wird damit zum Einstiegstor für altersgerechte Freizeit, die Berufsfindung und fördert die Teilhabe der Jugend in der Gemeinde», heisst es in der Mitteilung.

Gloja wolle das Smartphone nutzen, um die Jugendlichen mit einer geeigneten App einfacher und besser zu erreichen. Bereits während des Lockdowns hätten die Frauen und Männer der Jugendarbeit im Kanton Glarus aus der Not eine Tugend gemacht und ihre Präsenz im Netz verstärkt. «So wurden digitale Jugendtreffs sowie Projekte organisiert und mit den Jugendlichen durchgeführt.»

Auf Knopfdruck Räume mieten

Die App bietet verschiedene Funktionen. So können alle Standorte der offenen Jugendarbeit gefunden werden, im Event-Kalender der App kann man sich erkundigen, was in den drei Gemeinden an Veranstaltungen geplant ist, und über einen weiteren Button kann man Räume mieten. «Zum Beispiel für ein Geburtstagsfest», wird genannt. «Daneben ist eine anonyme, professionelle Beratung möglich, und der Notfallbutton ist mit der Notfallnummer 147 vernetzt.»

Die App habe keine kommerziellen Ziele, bei den Events auch würden aber auch private Anbieter berücksichtigt.

Chatten im «Fridlis Talk»

Den Gloja-Machern der App sei es ein grosses Anliegen, «mit den Jugendlichen in einem partizipativen Austausch zu sein». Heisst: Mitmachen ist erwünscht. So erhalten Jugendliche über Anmeldungen und Angebote die Möglichkeit, die App mitzugestalten «und so ihre Medienkompetenz zu steigern». Weiter gibt es in der App ein soziales Netzwerk, den «Fridlis Talk». In diesem kann man Chats beitreten oder selber einen Chat zu einem bestimmten Thema eröffnen. Die Moderation der Chats geschieht durch das Gloja-Netzwerk.

Für das Glarnerland aufgebaut

Laut der Mitteilung haben die Jugendarbeitenden der drei Gemeinden «die bereits bewährte App» gekauft und mit dem Verein jugendarbeit.digital eigens für das Glarnerland aufgebaut. Die Inhalte der App seien jugendgerecht aufgebaut und orientierten sich an den Empfehlungen von Fachleuten. Die Bedürfnisse und Ideen der Jugendlichen stünden im Mittelpunkt. Sie könnten mit der App ihre Eigenverantwortung, Kreativität und Sozialkompetenz weiterentwickeln. (eing)

Die App steht gratis zum Download bereit: http://jugend.app/get

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