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Corona wirkt sich auf Asylgesuche aus

Im Kanton Graubünden haben im Jahr 2020 weniger Menschen Asyl gesucht. Grund dafür ist die Coronakrise.

Südostschweiz
07.02.21 - 04:30 Uhr
Leben und Freizeit
Im Jahr 2020 gab es in Graubünden weniger Asylsuchende als 2019.
Im Jahr 2020 gab es in Graubünden weniger Asylsuchende als 2019.
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Im vergangenen Jahr wurden dem Kanton Graubünden 147 Asylsuchende zugewiesen, was gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang ist. 2019 waren es noch 169 Asylgesuche und 2018 waren es 315. Die Abnahme zwischen den Jahren 2018 und 2019 sei aber auf die Neustrukturierung im Asylbereich zurückzuführen, welche 2019 in Kraft gesetzt worden sei, erklärt Carl Georg, Abteilungsleiter des Amts für Migration und Zivilrecht (AFM) des Kantons Graubünden, im Interview mit Radio Südostschweiz.

Corona war ausschlaggebend

Die wenigeren Asylgesuche im Jahr 2020 habe aber nicht mit einer neuen Struktur zu tun, sondern insbesondere mit der Corona-Pandemie. Georg betont: «Die schwierigeren, beziehungsweise härteren, Einreisebestimmungen hatten eine Auswirkung auf die Gesamtmigration.» Folglich hätten weniger Menschen die Möglichkeit gehabt, in die Schweiz einzureisen und Asylgesuche zu deponieren.

Situation in der Schweiz
Auch gesamtschweizerisch ist ein Rückgang von Asylgesuchen zu beobachten. Wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA schreibt, sind im vergangenen Jahr 22,6 Prozent weniger Asylgesuche gestellt worden als 2019. Grund dafür sind laut Georg die Beschränkungen im internationalen Reiseverkehr aufgrund des Coronavirus.

Mögliche Zunahme im laufenden Jahr

Die meisten der Asylsuchenden im Graubünden des vergangenen Jahres reisten aus Eritrea, Afghanistan, Türkei, Syrien, Algerien und Sri Lanka ein, wie Georg sagt. «Man geht davon aus, dass dies auch in Zukunft die Länder sind, aus denen die meisten Asylsuchenden kommen.»

Für das laufende Jahr 2021 rechnet Goerg mit einem geringfügigen Anstieg der Asylsuchenden. «Schon jetzt sind die Zahlen aufgrund der gelockerten Einreisebeschränkungen etwa auf dem gleichen Niveau wie vor der Coronakrise.» Auch die aktuellsten Prognosen vom Staatssekretariat für Migration zeigten einen leichten Anstieg von Asylgesuchen im Jahr 2021. «Das ist das wahrscheinlichste Szenario», so Georg. (paa)

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Wia khummts das dia Menscha Reisä khönna zu üüs ?? Miar hocka do scho fascht ähs Johr fescht, kei Reisa irgend wo hie.( wo miar au selber " bezahlä " .. kha miar das öppert erklära, warum miar do wega dem Virus umma sitza müend und anderi quer dur d`Welt Reisa ???.. ( ischas so, dass sie do uffam A... hocka miar`s dura füettera khöna ?? ) --unglaublich--

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