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IG Sardona will sich neu organisieren

Die Delegierten der Interessengemeinschaft Unesco-Welterbe Tektonikarena Sardona haben sich – elektronisch – zu ihrer 18. Versammlung getroffen.

Südostschweiz
08.04.20 - 04:30 Uhr
Leben & Freizeit
Rückblick auf 2019: Die IG Sardona beteiligt sich an der Sarganserländer Industrie- und Gewerbeausstellung in Mels.
Rückblick auf 2019: Die IG Sardona beteiligt sich an der Sarganserländer Industrie- und Gewerbeausstellung in Mels.
PRESSEBILD

Erstmals sei die Delegiertenversammlung (DV) der Interessengemeinschaft (IG) Tektonikarena Sardona elektronisch durchgeführt worden, steht in einer Medienmitteilung. «Aufgrund der Coronakrise» natürlich, aber ansonsten offenbar problemlos: «Die technischen Herausforderungen konnten dabei gut gemeistert werden.»

Die Delegierten der elf Welterbegemeinden haben allen Geschäften einstimmig zugestimmt und dabei auch den Startschuss für eine Überführung der Welterbe-Trägerschaft in eine neue Rechtsform gegeben. Vermisst worden sei bei der DV «naturgemäss der persönliche Kontakt».

Ein Ausschuss der IG hatte auf dem Zirkulationsweg beschlossen, die für den 30. März geplante DV elektronisch durchzuführen, «aufgrund der Vorgaben des Bundes zur Bewältigung der Coronakrise». Eine zeitliche Verschiebung der Versammlung habe der Ausschuss als nicht sinnvoll erachtet, weil unklar gewesen sei, «wie lange die aussergewöhnliche Situation rund um das Coronavirus» noch anhalte. Zudem sei der Ausschuss der Ansicht gewesen, keine speziell umstrittenen Geschäfte traktandiert zu haben. Diese Einschätzung teilten die Delegierten offensichtlich. Sie stimmten allen Geschäften einstimmig zu.

Rechnung 2019 leicht im Plus

Der Jahresrückblick auf 2019 zeigte mit einer reich illustrierten elektronischen Präsentation die Welterbe-Highlights des letzten Jahres. Für eine verstärkte Identifikation bei der Bevölkerung und diversen Interessengruppen gesorgt habe:

  • eine wiederum grosse Präsenz an Messen und Aktionstagen
  • Inszenierungen
  • ein umfangreiches Geo-Guide-Programm
  • Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Angebote für Schulen
  • die Pflege der zahlreichen Kooperationen

Für die Zukunft speziell wichtig gewesen sei die Verhandlung des Leistungsauftrags 2020 bis 2024 mit Bund und Kantonen sowie die Sicherung der Finanzierung für die kommenden Jahre. Mit einem zusätzlich akquirierten Bundesbeitrag in der Höhe von 360'000 Franken können dieses Jahr weitere Projekte realisiert werden.

Die Jahresrechnung schliesst bei einem Umsatz von knapp 1,2 Millionen Franken mit einem kleinen Überschuss von gut 10'000 Franken ab, obwohl ein Verlust von 56'000 Franken budgetiert war.

Suche nach neuer Rechtsform

Der Ausblick auf die kommenden Jahre zeige, dass der Optimierung der Organisation und des Managements künftig grosse Bedeutung zugemessen werde. Die Delegierten stimmten für das Eintreten auf eine Überführung der IG in eine neue Rechtsform. Das bewirkt noch keine tatsächliche Änderung der Rechtsform, setzt aber die Vorbereitungsarbeiten dazu in Gang. Den abschliessenden Entscheid über eine Anpassung der Rechtsform fällen die Trägerschaftsgemeinden.

Für die zurücktretende Sonja Wipf wählten die Delegierten neu Ariel Bergamini in den wissenschaftlichen Beirat. Bergamini ist Gruppenleiter Biodiversität, Naturschutzbiologie und Lebensraumdynamik an der eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf. (eing)

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