Fridolin zu heissen, ist ein Privileg
Ob Fridolin, Fritz, Frigg oder Fridli – jeder mit diesem Namen ist zum Fridlistag eingeladen. Es findet jeweils am 6. März statt und ist ein kameradschaftliches Treffen.
Ob Fridolin, Fritz, Frigg oder Fridli – jeder mit diesem Namen ist zum Fridlistag eingeladen. Es findet jeweils am 6. März statt und ist ein kameradschaftliches Treffen.
von Hans Speck
Die Gesellschaft des Fridolin-Bundes des Kantons Glarus tagt traditionell am Tag des Heiligen Fridolin im Stammlokal «Steinbock» in Näfels. Gegründet wurde der Bund am 6. März 1986 im Restaurant «Freihof» in Näfels. Der Fridlistag wird von den «Fridlianern» jeweils am 6. März gebührend gefeiert. Beim Fridlitreff handelt sich um ein fröhliches, kameradschaftliches Treffen privilegierter Männer, die den Namen Fridolin, Frigg, Fritz oder Fridli tragen.
Privilegiert sind auch all jene, die den Namen Fridolin als Zweit- oder Drittnamen tragen. Die dürfen mit den gleichen Rechten und Pflichten ebenfalls am Fridlitreff teilnehmen. So kam es, dass der Schreibende von Oberfridli Fridolin Hauser alias Osterhazy höchstpersönlich zum Hans Fridolin umgetauft wurde. Von so viel Ehre tief berührt, folgte der Autor der Einladung des Oberfridlis zum Fridlitreff im «Steinbock» und kam in den Genuss eines vergnüglichen Abends in den Kreisen dieser erlauchten Gesellschaft.
Aus Anlass des 35. Fridlitreffs liessen die Verantwortlichen in Einsiedeln in einer Kerzenmanufaktur eigens für das Fridolinsmünster in Bad Säckingen eine riesige Kerze ziehen, deren Inschrift lautete: «Der Fridlibund des Kantons Glarus grüsst den Landes- und Namenspatron Sankt Fridolin. 6. März 2020.» Nach der Übergabe an Münsterpfarrer Peter Berg wird künftig die Sankt-Fridolins-Kerze die Herzen vieler Gläubiger und Wallfahrer in der Münsterkirche erleuchten.
Nachdem der Buschauffeur seine wertvolle Fracht gesund und munter wieder in Näfels abgeliefert hatte, führte der Weg der «Fridlianer» direkt in die St. Hilarius-Kirche, wo für den Fridlibund und zur Ehre des heiligen Fridolin eine Messe zelebriert wurde.
Im Anschluss dislozierte die muntere Männerschar ins Stammlokal «Steinbock» in Näfels. Dort führte Oberfridli Fridolin Hauser in aufgeräumter Stimmung als geistiger Anführer und Oberhaupt des Fridlibundes in seiner unnachahmlichen, humorvollen Art durch die Tagung. Er verteilte da und dort Komplimente und sorgte für Stimmung, die beim Anbrechen des neuen Tages nach einem erlebnisreichen Tag sein Ende fand.
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