Eine unglaublich mächtige Mauer eingebaut
Die Vorburg wurde freigelegt. Ein Ärchäologe hat den Vorgang dokumentiert und ist überzeigt, dass es sich um eine mehrphasige Burganlage handelt. Seine Meinung begründet er mit verschiedenen Aspekten.
Die Vorburg wurde freigelegt. Ein Ärchäologe hat den Vorgang dokumentiert und ist überzeigt, dass es sich um eine mehrphasige Burganlage handelt. Seine Meinung begründet er mit verschiedenen Aspekten.
Der Archäologe Christian Bader hat bei der Freilegung der Vorburg das Vorhandene dokumentiert. Für ihn ist klar: «Es handelt sich um eine mehrphasige Burganlage.» Er erklärt zu den einzelnen Aspekten der Burganlage Folgendes:
● «Die westliche Schildmauer ist gut erhalten und 2,4 Meter dick», erklärt Bader. Sie hat ihren Namen, weil sie gegen den bergseitigen Burgzugang hin steht und gehört zum Palas, dem Wohnturm.
● Südwestlich im rechten Winkel dazu steht die Fortsetzung der Palas-Mauer. Innen sichtbar sind darin zwei Fenster mit schönen, im Schutt gefundenen Fensterstürzen.
● Ebenfalls innen sichtbar sind sorgfältig gemauerte Balkenlöcher von rund 60 Zentimetern Tiefe, in die man die Deckenbalken beim Bau eingelegt und mit je einer Steinplatte überdeckt hatte. Die Balkenlage reicht aber nicht bis zur westlichen Schildmauer.
Doch diese Situation wird irgendwann umgebaut. «Das Innere der Burg muss demontiert worden sein», erklärt Bader:
● Nachträglich sind die zwei Fenster zugemauert, die Balken entfernt, die Balkenlöcher zum Teil von einer Mauer verdeckt.
● Diese mit 2,7 bis 2,8 Metern «unglaublich mächtige» Eck-Mauer wird an die beiden Aussenmauern angebaut und hat keinerlei Eingang. Sie bildet einen Raum von 6,5 Metern Länge und 2,7 Metern Breite.
● Darüber wird ein neuer Boden eingezogen, an nur grob ausgeschlagenen Balkenlöchern in der Aussenmauer erkennbar höher als der herausgerissene. Sie sind auch nur etwa 25 bis 30 Zentimeter tief und mit kleinen Steinen «ausgezwickt».
Wofür der später eingebaute Raum diente, ist laut Bader ungeklärt. Ein Keller? Müsste doch zugänglich sein. Eine Wasserzisterne? Nein, denn es sind keinerlei Spuren einer Lehm-Abdichtung zu finden, nicht an den Mauern und nicht am Boden. Die Frage bleibe offen.
Lehm war zwar zu finden. Erkennbar aber als Füllung jenes Ofens, zu dem die Ofenkachel gehört.
● Dann gibt es auch um die Vorburg herum eine Ringmauer, doch von ihr sei sehr viel zerstört. (fra)
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