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Ab Sommer darf wieder nach Benken abgebogen werden

Für die viel kritisierte Kreuzung, an der die Speerstrasse von Benken her in den Autobahnzubringer bei Reichenburg einmündet, ist eine provisorische Lösung in Sicht: eine Ampel mit Linksabbiegespur.

Südostschweiz
21.12.19 - 04:30 Uhr
Leben & Freizeit
Unbefriedigend: Wer von der Autobahn her kommt, kann zurzeit nicht links nach Benken abbiegen.Bild Johanna Mächler
Unbefriedigend: Wer von der Autobahn her kommt, kann zurzeit nicht links nach Benken abbiegen.Bild Johanna Mächler

Das Bundesamt für Strassen (Astra) gestaltet den Knoten Speerstrasse in Reichenburg um. Und zwar so, dass alle ursprünglichen Verkehrsbeziehungen wiederhergestellt werden und das erreichte Sicherheitsniveau beibehalten werden kann, wie das Astra mitteilt. Mit Blick auf eine definitive Neugestaltung des Knotens werde die geplante provisorische Übergangslösung für maximal die nächsten fünf Jahre realisiert.

Bei der Einmündung der Speerstrasse von Benken her in den Autobahnzubringer zur A3 bestand in Reichenburg ein Unfallschwerpunkt mit Ein-, Abbiege- oder Auffahrunfällen infolge von Linksabbiegemanövern. Um diesen Unfallschwerpunkt beheben zu können, hatte das Astra im September dieses Jahres im Sinne einer Sofortmassnahme zwei Linksabbiegeverbote (Abbiegen vom Autobahnzubringer in die Speerstrasse sowie von der Speerstrasse in den Autobahnzubringer) signalisiert. Mit dieser Massnahme konnte das Sicherheitsniveau am Knoten laut Astra kurzfristig verbessert werden. Indessen seien dadurch gewisse «Verkehrsbeziehungen» weggefallen.

Kreuzung mit Lichtsignal

Um diese weggefallenen Beziehungen wiederherstellen zu können, hat das Astra eine Übergangslösung bis zur definitiven Umgestaltung des Knotens entwickelt. Die Gemeinde Reichenburg und der Kanton Schwyz seien über diese vorgesehene provisorische Massnahme informiert. Bei dieser provisorischen Lösung wird auf dem Autobahnzubringer im Bereich der Speerstrassen-Einmündung eine zusätzliche Linksabbiegespur Richtung Benken erstellt, ausgestattet mit einem Verkehrsteiler und einer provisorischen Lichtsignalanlage. Infolge dieser Lichtsignalanlage und der neuen Spurgeometrien, die gewisse Anpassungen im östlichen Bereich des Knotens bedingen, wird zudem im Knotenbereich eine Geschwindigkeitsreduktion auf 60 km/h signalisiert.

Aktuell laufen die Projektierungsarbeiten für die Übergangslösung. Sie entspreche den Astra-Maximen «sicher, verträglich, verfügbar». Und sie sei rasch realisierbar und verbaue eine zukünftige Lösung nicht. Gebaut werden soll von Frühling bis Sommer 2020. Parallel zu den Arbeiten für die Übergangslösung wurden bereits Arbeiten für eine definitive Lösung am Knoten Speerstrasse aufgegleist.

Arbeiten an definitiver Lösung

Auch bei der definitiven Lösung, die innerhalb der nächsten fünf Jahre umgesetzt werden soll, haben laut Astra wiederum die Sicherheit und die Verhinderung von Rückstau auf der Nationalstrassenstammlinie oberste Priorität. Zugleich sollen die heute fehlerhafte Netzhierarchie (Einmündung der Speerstrasse als Privatstrasse in einen Nationalstrassenzubringer) korrigiert und der Nationalstrassenperimeter angepasst werden (Zuständigkeiten des Astra und des Kantons Schwyz bezüglich der einzelnen Strassenabschnitte). Diese Anliegen habe das Astra in vergangenen Jahren schon wiederholt thematisiert. Wegen der aufwendigen baulichen und politischen Verfahren habe bislang keine Lösung gefunden werden können. (eing)

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