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Bis am Mittwochmorgen immer wieder Regen

Ein Tief über Tschechien sorgt seit Sonntagabend auf der Alpennordseite für viel Regen. Im Glarnerland fielen bis am frühen Montagabend 15 bis 30 Millimeter. Bis am Mittwochmorgen früh werden nochmals 20 bis lokal 60 Millimeter erwartet.

Südostschweiz
21.05.19 - 04:30 Uhr
Leben & Freizeit
Regen kann auch erfreuen: Dieses Mädchen in Glarus scheint trotz – oder gerade wegen – des Regens ganz zufrieden zu sein.
Regen kann auch erfreuen: Dieses Mädchen in Glarus scheint trotz – oder gerade wegen – des Regens ganz zufrieden zu sein.
SASI SUBRAMANIAM

Von Felix Blumer

Wochenlang war von fehlenden Niederschlägen die Rede, seit Sonntagabend hat aber Petrus die Schleusen nördlich der Alpen weit geöffnet. Schon am Sonntagabend gab es in der Zentral- und Ostschweiz erste kräftige Schauer und teilweise auch Gewitter. Seit der Nacht auf gestern regnet es besonders in der Deutschschweiz anhaltend und intensiv, und auch im Glarnerland hat verbreitet Regen eingesetzt.

Bei uns im Kanton gab es bis am frühen Montagabend 15 bis 30 Millimeter Niederschlag, wobei das Schwergewicht eindeutig Richtung Bilten und Walensee lag, während im Süden des Kantons weniger Regen fiel. Am meisten Niederschlag, schweizweit gesehen, gab es bis jetzt in Benken in der Linthebene mit 70 Millimetern. Zu diesem hohen Wert führte aber auch eine heftige lokale Niederschlagszelle am Sonntagabend.

Verantwortlich für den Regen ist eine Vb-ähnliche Wetterlage (sprich «5b-Lage») mit einem Tief über Tschechien. Solche Wetterlagen sind bekannt für länger anhaltenden Niederschlag. Entsprechend regnet es bei uns im Kanton wahrscheinlich bis am Mittwochmorgen früh weiter. Bis zu diesem Zeitpunkt werden nochmals 20 bis 60 Millimeter Niederschlag erwartet. Im Mittelland fällt dagegen am Dienstag nur noch wenig Regen.

Schnee nur oberhalb von 2000 Metern

Die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 2000 und 2300 Metern. Dies bedeutet, dass vor allem aus Höhenlagen zwischen 1600 und 2000 bis 2200 Metern noch grössere Schmelzwassermengen dazukommen. Da in den letzten Wochen aber nur wenig Niederschlag fiel, wird nur an kleineren und mittleren Gewässern mit mässiger Hochwassergefahr gerechnet.

«Es wird nur an kleineren und mittleren Gewässern mit mässiger Hochwassergefahr gerechnet.»

Der Glarner Felix Blumer ist Meteorologe beim Schweizer Radio und Fernsehen.

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