Glarner sind Kaiserschnitt-Schweizermeister
Das Bundesamt für Statistik hat die Zahlen zur Geburten- und Müttergesundheit des Jahres 2017 veröffentlich. Und so haben nebst Babys auch interessante Zahlen dazu das Licht der Welt erblickt. Die Glarner haben den Bündnern in einer «Disziplin» den Rang abgelaufen.
Das Bundesamt für Statistik hat die Zahlen zur Geburten- und Müttergesundheit des Jahres 2017 veröffentlich. Und so haben nebst Babys auch interessante Zahlen dazu das Licht der Welt erblickt. Die Glarner haben den Bündnern in einer «Disziplin» den Rang abgelaufen.
2017 wurden in der Schweiz 85'990 Entbindungen gezählt, das sind 5,8% mehr als 2012. Dies schreibt das Bundesamt für Statistik im Bericht zu Geburten und Müttergesundheit im Jahr 2017. Die meisten Geburten erfolgten mit 98,3% in den Spitälern und zu einem geringen Anteil in sogenannten Geburtshäusern. Von 2012 bis 2017 leicht verändert habe sich die Häufigkeit der verschiedenen Entbindungsarten. Die Geburtseinleitung, also die künstliche Auslösung von Wehen mit Medikamenten oder durch aktive Eröffnung der Fruchtblase, stieg von 23,7% im Jahr 2012 auf 26,2% im Jahr 2017.
Die Schweiz – das Land der Kaiserschnitte
Dem Bericht weiter zu entnehmen ist, dass die Schweiz im europäischen Vergleich eine sehr hohe Rate an Kaiserschnitten hat. Lediglich Italien nimmt in der Statistik vor den helvetischen Nachbarn Platz ein. Seit 2014 werde hierzulande zwischen dem im Voraus geplanten und dem Notfallkaiserschnitt unterschieden, präzisiert das Bundesamt in der Mitteilung. Etwas mehr als die Hälfte (51,1%) aller Kaiserschnitte seien geplant. Dieser Anteil sei seit 2014 stabil geblieben.
Glarus – der Kanton der Kaiserschnitte
Während Graubünden sich im Mittelfeld der Statistik zu den Kaiserschnitten tummelt, zeigt sich der Nachbarkanton an vorderster Front. Der Kanton Glarus weist mit knapp 40% die höchste Kaiserschnittrate aller Kantone auf. «Die Ergebnisse aus den kleinen Kantonen wie Glarus, welche wenig Fälle pro Jahr festhalten, werden der Vollständigkeit halber erwähnt. Aufgrund der kleinen Anzahl Fälle pro Jahr sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren.», sagt Mélanie Riggenbach vom Bundesamt für Statistik.
Durchschnittsalter und Gesundheit der Mütter gestiegen
Der Anteil der Frauen, die bei der Geburt des ersten Kindes unter 20 Jahre alt sind, ist seit 1970 zurückgegangen. Jener der Frauen, die mit 35 Jahren oder später Mutter werden, hat sich hingegen seither fast verdreifacht. Komplikationen bei Schwangerschaft oder Entbindung, die zum Tod der Mutter führen, träten sehr selten auf. Zwischen 2007 und 2016 starben in der Schweiz laut Statistik 41 Mütter bei der Geburt. Dies entspricht einer Müttersterblichkeitsrate von fünf Todesfällen pro 100'000 erfolgreiche Geburten.
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Das sollte nur in Notfällen…
Das sollte nur in Notfällen gemacht werden. Aber es ist ja wieder der Profit! Die Prämien lassen grüßen.