Der Mond und die drei Schwestern
Hoch über Glarus wartet eine Schwester seit über 400 Jahren auf ihre Geschwister.
Hoch über Glarus wartet eine Schwester seit über 400 Jahren auf ihre Geschwister.
Das Foto wurde vor genau einer Woche um 6.47 Uhr geschossen. Es zeigt den Halbmond, wie er sich den drei Schwestern am Vorderglärnisch nähert. Die drei Schwestern befinden sich auf einer Höhe von 1829 Meter über Meer.
Die drei gewaltigen Felszacken sind den Bewohnern bekannt unter dem Namen «Drei Schwestern», wovon wir noch die oberste respektive westlichste ganz, von den anderen beiden aber nur noch Rudimente erblicken.
Dazu wissen nicht viele die Geschichte: «Es war am Abend von St. Martini, der 11. November 1593, als ein heftiges Erdbeben den Kanton Glarus erschütterte. Wegen diesen starken Erschütterungen spaltete sich die mittlere der drei Schwestern von ihrer Basis ab und stürzte norwestwärts gegen die in die Feldruns mündende Lawinenrinne des Vorderglärnisch und hinterliess im Tal Verwüstungen. Durch die Erschütterungen dieses Felssturzes lockerte sich das Terrain so stark, dass sich bis im Frühjahr 1594 täglich einzelne Felsblöcke ablösten. Mit dem Ablösen des oberen Bruches musste sich der Halt der gesenkten und gebrochenen untersten Schwester vollends verlieren. Sie folgte dann auch unter Getöse sofort der anderen Bruchmasse nach.»
Quellenangabe: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus, Band 5 / 1869.
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