Pochen auf gesunden Menschenverstand
Der Präsident des Glarner Jagdvereins Fritz Stüssi stellte der Glarner Jägerschaft ein gutes Zeugnis aus.
Der Präsident des Glarner Jagdvereins Fritz Stüssi stellte der Glarner Jägerschaft ein gutes Zeugnis aus.
Von Hans Speck
Fritz Stüssi, Sie haben an der Hauptversammlung des Glarner Jagdvereins das Vereinsjahr offiziell abgeschlossen. Wie lautet rückblickend ihr Fazit?
Es war ein positives Jagdjahr. Ich meine, «unser Kurs» stimmt. Neu waren die vom Bund vorgegebenen Kriterien in Bezug auf die Deklaration des Wildbretes, das dem Markt zugänglich ist. Die Zusammenarbeit mit unseren wichtigsten Partnern, Jagdverwaltung, Forst und Kantonstierarzt war gut.
Heute dient die Jagd nicht nur der Gewinnung von hochwertigem Fleisch oder der persönlichen Erfüllung der Jäger, sondern auch dem Erhalt des natürlichen Gleichgewichts. Hat die Jägerschaft ihren Auftrag im 2018 erfüllt?
Aus meiner Sicht ja. Die notwendige Regulierung der Wildbestände hat 2018 gute Resultate erreicht. Die sinnmachenden, liberalen Jagdvorschriften haben unsere Aufgabenerfüllung positiv unterstützt.
Kürzlich las man von zwei Fällen, bei denen Jäger die Auflagen des Jagdgesetzes nicht befolgten. Die Fehlbaren standen vor Gericht und werden wohl zur Rechenschaft gezogen. Finden Sie das gängige Strafmass unabhängig dieser Fälle als gerechtfertigt, oder sollten die Strafen zur Abschreckung erhöht werden?
Ich meine nein. Natürlich verlangt auch das jagdliche Zusammenleben nach vertretbaren, vollziehbaren Rahmenbedingungen. Dort, wo klare Verstösse vorkommen, braucht es Massnahmen mit spürbaren Konsequenzen. Wichtig ist aber ebenso, dass bei der Ausübung der Jagd stets der gesunde Menschenverstand bei allen Beteiligten eine zentrale Rolle einnimmt.
Was steht für die Jagd 2019 für Sie im Vordergrund?
Zunächst aus Sicht des Jagdvereins: Das Jagdjahr soll der Fortsetzung der Konsolidierung unserer Jagdvorschriften sein. Unsere Patentjagd, mit den im Unterschied zu den Revierkantonen kurzen Jagdzeiten erträgt liberale Abschussvorgaben gut. Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit unseren Partnern erachte ich als sehr wichtig.
Und für Sie als Jäger?
Eine möglichst unfallfreie, erlebnisreiche Jagd. Tolle Naturerlebnisse und hie und da auch «Wildanblick». Ebenso eine gute Jägerkameradschaft und vor allem auch ein anständiges Verhalten im Umgang mit der vermeintlichen «Jagd-Konkurrenz».
Den Auftrag «bestens erfüllt»
inklusive Gäste nahmen an der 13. Hauptversammlung des Glarner Jagdvereins (GLJV) im Seminarhotel «Römerturm» in Filzbach teil. Im Zentrum der Verhandlungen standen nebst einer umfangreichen Traktandenliste die Jagdvorschriften für 2019, die Zahlen und Fakten der Jagd 2018 sowie topaktuelle Informationen aus dem «Stöckli» von Ständerat Werner Hösli zur Revision des Eidgenössischen Jagdgesetzes. Das Fazit des GLJV-Präsident Fritz Stüssi: «Die Glarner Jägerschaft hat ihren Auftrag bestens erfüllt.» (hasp)
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.