Etappe 2: Abtauchen in die Unterwelt
Die «Südostschweiz» ist auf Besuch, wo früher die Schultafeln herkamen – im Landesplattenberg Engi.
Die «Südostschweiz» ist auf Besuch, wo früher die Schultafeln herkamen – im Landesplattenberg Engi.
Wo sind wir denn hier? Es ist kalt, und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. 27 Meter hoch ist auch die 120 Meter lange Kathedrale, in der die Wanderer kaum aus dem Staunen kommen und andächtig zuhören. Durch die Felsenhalle hallt Verdis «La Traviata», so klangvoll schön, als sei man in der Mailänder Scala. Die zweite Etappe der Wandertage entführte die Leserinnen und Leser der «Südostschweiz» in die Glarner Unterwelt, in vorige Jahrhunderte, in den Rausch des schwarzen Goldes, das hier, noch bis 1961, als Schiefer abgebaut wurde.
Der Besuch des Landesplattenbergs in Engi, wo Hunderte von Arbeitern geschuftet haben, bleibt nicht der einzige Höhepunkt. Hans Rhyner, Initiant des touristischen Plattenbergs, erzählt, dass dieser sich im ältesten Wildschutzgebiets Europas befindet – und er erzählt vom Jäger, der mehrmals durch die Prüfung flog. Über den Jäger, dem man nochmals mit der Prüfungsfrage «Was ist der Unterschied zwischen einem Steinbock und einem Adler» eine Chance geben wollte, die der Jäger dann auch mit Bravour beantwortet: «Der ‘Steinbock’ hat am Montag zu, der ‘Adler’ am Dienstag.»
Humorvoll führte die Wanderung weiter, auf den Spuren von General Suworow bis ins Wakkerpreis-Dorf Elm, das durch seine sonnengebräunten Häuser bekannt ist. Aber nicht nur: auch wegen Gold-Vreni Schneider und des ebenfalls weltberühmten Martinslochs.
«Eindrücklich zu erfahren, unter welchen Bedingungen gearbeitet wurde.» - Koni Stauffacher
«Mir hat schon das Reingehen in den Landesplattenberg gefallen.» - Leonie Schneider
«Unglaublich, dass die für den Abtransport des Schiefers keine Rösser hatten.» - Felix Rudin
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