Bänz Friedli kommt ins Glarnerland
Im Rahmen des Richisauer Literatursommers besucht der Kabarettist und Schriftsteller am 5. August das Gasthaus «Richisau».
Im Rahmen des Richisauer Literatursommers besucht der Kabarettist und Schriftsteller am 5. August das Gasthaus «Richisau».
Es sei noch nicht allzulange her, dass Bänz Friedli ein Geheimtipp gewesen sei, steht in der Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft für Literatur im Glarnerland. «Die verschworenen SRF-Radiohörer von der Zytlupe kannten ihn, die ersten Leser, die im ‘Tages-Anzeiger’ seine Kolumnen entdeckt hatten, die Partygänger aus der Zürcher Agglo und schliesslich die an Literatur und Kleinkunst Interessierten.»
Längst ein «richtiger» Autor
«Das war einmal.» Schliesslich sei Bänz, der zum Vornamen tatsächlich Bänz heisse und sich beim Familiennamen gerne einmal hinter dem Namen seiner Frau verstecke, längst vom Kabarettisten, vom launigen Causeur mit der kleinen sprachlichen Keule in der Hand, mit den Gedanken-Stoppern und den Aufregern im Programm unter die «richtigen» Schriftsteller gegangen. Nun liest er im Rahmen des Richisauer Literatursommers aus seinem literarischen Erstling.
«Es ist verboten, über das Wasser zu gehen», heisst es. Und Friedli habe damit unter seinen Schriftsteller-Kolleginnen und -kollegen eine literarische Visitenkarte abgegeben, die unter Tour-Veranstaltern und Kulturmachern gerne weiter empfohlen werde.
Gedanklich noch schärfer
«Die Frische seiner Gedanken ist noch einmal akzentuierter und gedanklich schärfer geworden», steht in der Mitteilung weiter. «Die Form aber kommt sprachlich rund, eingängig – und wie man es sich bei Friedli gewohnt ist – fast einschmeichelnd schön daher.»
Der Autor nehme seine Leser in den neusten Geschichten mit auf seine Ausflüge in die Fantasie des Alltags. «Es sind ungemein anregende Ausflüge in seine Welt, die – man merkt es spätestens nach der ersten oder zweiten Geschichte – eigentlich unsere eigene ist.» Friedli verleihe dem Alltag im Rückblick jenen Glanz und jenen Esprit, von dem man nicht so sicher sei, ob es ihn so gebe, oder ob man ihn so einfach übersehen habe.
Hören verdoppelt das Vergnügen
Die Geschichten zu lesen sei ein gedankliches Abenteuer. «Aber ihn aus seinen Geschichten vorlesen zu hören, ist und bleibt das doppelte Vergnügen. Sein Berndeutsch hat das Zeug zum Opium.» Wer ihm zuhöre, werde es bestätigen können: Man möchte weiter hören, immer weiter und so zur Gewissheit kommen: «Doch, ja, so ist unsere Zeit – und wenn sie vielleicht noch nicht so ist, da mag es nur an uns selbst liegen, dass die Kleinigkeiten, die uns im Alltag (noch) stören, nicht schon längst beseitigt sind – ganz nach Art des Sprachkünstlers.»
Die Veranstalter versprechen einen heiteren Spätsonntagmorgen im «Richisau», im Schatten der Ahornbäume und beim Rauschen der Klön, wenn es heisse: «Es ist verboten, über das Wasser zu gehen.»
Sonntag, 5. August, um 11.45 Uhr, Gasthaus «Richisau»; Vorverkauf: Baeschlin Bücher, Glarus, Telefon 055 640 11 25, [email protected]
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