Rastplatz Walensee ab sofort zu
Die leer stehende Autobahnraststätte wird für Autos dauerhaft gesperrt. Für den Besitzer der Liegenschaft, der im Clinch mit den Behörden ist, verheisst das wenig Gutes.
Die leer stehende Autobahnraststätte wird für Autos dauerhaft gesperrt. Für den Besitzer der Liegenschaft, der im Clinch mit den Behörden ist, verheisst das wenig Gutes.
Der Parkplatz der ehemaligen Raststätte Walensee ist für Autos dauerhaft gesperrt. Wie das Bundesamt für Strassen (Astra) bestätigt, lässt der Bund den Parkplatz aus Sicherheitsgründen schliessen.
Die Zu- und Wegfahrt sei zu kurz, bestätigt das Astra eine entsprechende Meldung von Radio Zürisee. Denn für wegfahrende Fahrzeuge sei es nicht möglich, bei der Parkplatzausfahrt auf 80 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Dies wäre jedoch nötig, um sich reibungslos in den regulären Autobahnverkehr wieder einzugliedern.
Zudem fehlt bei der Wegfahrt ein Pannenstreifen, auf den Autofahrer im Notfall ausweichen könnten. Die Zu- und Wegfahrt ausbauen ist vom Gelände her nicht möglich.
Kein WC, nicht einmal Wasser
Die Masse des Rastplatzes sind zwar seit jeher gleich, inzwischen gelten jedoch strengere Normen für Autobahnen. Bisher hat der Bund ein Auge zugedrückt, wie er das auch bei der Einfahrt Mühlehorn offensichtlich tut. Das möchte er nun nicht mehr tun. Dazu beigetragen haben die hygienischen Zustände auf dem Rastplatz, die laut dem Astra zunehmend schlechter geworden sind – nicht zuletzt, weil dort jegliche sanitäre Einrichtungen fehlen. Es hat kein WC, ja nicht einmal fliessendes Wasser auf der gesamten Liegenschaft. Als letzten Grund führt das Astra an, dass der Parkplatz auch für Lastwagen ungeeignet ist, da diese zu wenig Platz hätten.
Seit 14 Jahren leer
Die Schliessung des Rastplatzes auf Obstalder Boden ist ein weiteres Kapitel in der Geschichte einer einst blühenden Autobahnraststätte auf ihrem Weg in die Vergammelung. Fast genau 14 Jahre lang steht das Gebäude an der A3 schon leer. Für das ehemalige Restaurant waren unter verschiedenen Eigentümern unterschiedliche Nutzungen geplant.
Zunächst verkaufte der Kanton das Areal an eine GmbH aus Luzern, die ih-rem Versprechen, die Immobilie nicht ungenutzt stehen zu lassen, jedoch nie nachgekommen ist. Der Weiterverkauf an die Firma Restwal GmbH im Juni 2013 sollte zur Wende führen. Der Bund wollte jedoch aus verschiedenen Gründen kein Restaurant mehr, daher plante der Geschäftsführer der GmbH, seinen Wohnsitz in die ehemalige Raststätte zu verlegen.
Die Gemeinde verweigerte ihm aber die Baubewilligung, worauf der Besitzer Einsprache beim Kanton einreichte. Laut Andreas Neumann, dem Kommunikationsbeauftragten der Gemeinde Glarus Nord, ist das Verfahren vor Längerem sistiert worden, «und seither haben wir nichts mehr gehört». Der neuste Astra-Entscheid ist zusätzliches Gift für das Projekt der Restwal. Deren Geschäftsführer hat die Anfragen der «Südostschweiz» bis gestern Abend nicht beantwortet.
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