Der Glärnisch ist ein drohender Riese über dem See
Dem Klöntal droht ein Bergsturz, der Riedern, Netstal und Glarus Nord unter Wasser setzen könnte.
Dem Klöntal droht ein Bergsturz, der Riedern, Netstal und Glarus Nord unter Wasser setzen könnte.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr klein, das sei als Erstes betont. Doch die Gefahr ist eine reale und der mögliche Schaden ein sehr grosser. Darum beleuchtet die «Gefährdungsanalyse Glarus» die Gefahr, welche die steilen Felswände für den Klöntalersee darstellen.
Eine Gefahr, die auf das Ende der letzten Eiszeit und auf die anschliessende noch kühle Phase zurückgeht: Seit der Gletscher weg ist, sind die Bergflanken nicht mehr gestützt. Und nach dem Gletscher gab es noch eine Zeit, in der Permafrost im Fels Klüfte entstehen liess. Das heisst: In der Gefährdungsanalyse gehen die Experten davon aus, dass bis zu 30 Millionen Kubikmeter Fels instabil werden könnten.
Was dann passieren würde, hat wiederum mit dem Klöntalersee zu tun. Denn dieser könnte je nach Wetterlage nicht genügend abgesenkt werden, um die drohende Gefahr auf das Klöntal selbst zu beschränken. Ein Grund, warum der Bund die Hänge über dem Klöntalersee wie auch über vielen anderen Stauseen in der Schweiz überwachen lässt. Die Lage im Klöntal gilt heute als ruhig, doch eine Katastrophe von 1963 in Norditalien hat den Bund dazu gebracht, dieses Überwachungsnetz aufzubauen.
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