Bauboom schlägt durch: Glarus Nord muss Schulraum schaffen
Die Gemeinde Glarus Nord investiert bereits im laufenden Jahr 3,5 Millionen Franken in die Schulhäuser. Doch nun steigen die Kinderzahlen an: In Bilten und in Näfels wird zusätzlicher Schulraum nötig.
Die Gemeinde Glarus Nord investiert bereits im laufenden Jahr 3,5 Millionen Franken in die Schulhäuser. Doch nun steigen die Kinderzahlen an: In Bilten und in Näfels wird zusätzlicher Schulraum nötig.
In Bilten wachsen die Kinderzahlen. Neu treten 43 statt der bisherigen 26 Kinder in den Kindergarten ein, wie die Gemeinde Glarus Nord in einer Mitteilung schreibt. Das sind fast zwei Drittel mehr als zuvor. Als Folge werden in den Jahren drauf auch «eine ungewöhnlich hohe Zahl an Kindern» in die Schule eintreten und sie durchlaufen.
Die Konsequenz: Es muss zusätzlicher Schulraum geschaffen werden. Die Gemeinde will dafür das ehemalige Gemeindehaus nutzen. Auf bisher angedachte mobile Lösungen, sprich Container, könne so verzichtet werden. Ab 2020 braucht es laut der Mitteilung auch in Näfels Schulraum. «Mittel- bis langfristig» sei zusätzlicher, fixer Schulraum in der Schule Schnegg in Näfels geplant. Bis dieser bereitsteht, müssen die Näfelser 5.- und 6.-Klässler weiterhin nach Mollis zur Schule.
Tagesstrukturen näher zur Schule
In Mollis und in Oberurnen ziehen bereits auf August die Tagesstrukturen näher zur Schule. In Mollis wird dafür im Schulhaus am Bach umgebaut. Dort braucht auch noch die Turnhalle eine Sanierung von undichten Fenstern und Flachdach, sodass 850 000 Franken verbaut werden. Die Tagesstrukturen Oberurnen ziehen ins neu übernommene Schulhaus Rauti 2, ebenso eine Kindergartenklasse, Psychomotorik und Logopädie sowie Schulsozialarbeit.
Für 650 000 Franken wird 2017 und 2018 auch in der Dorfschule Näfels saniert: Schulhaus und Turnhalle brauchen laut Mitteilung neue Fenster und Sonnenstoren. Weiter müssten am Schulhaus Dorf innen und aussen Risse saniert werden. Die Baueingabe sei kompliziert und verzögere sich, beklagt die Gemeinde: Das Schulhaus gehört zum Inventar der Schützenswerten Objekte der Schweiz (ISOS).
Im Bühlschulhaus Niederurnen werden für die sanitären Anlagen 380 000 Franken und für den Rub-Tan-Platz 80 000 Franken ausgegeben. Das Linth-Escher-Schulhaus wird für 350 000 Franken ans Fernwärmenetz angeschlossen. Weitere 450 000 Franken kosten neue Schulmobilien und Turngeräte sowie die Auffrischung von Schulzimmern in mehreren Häusern.
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