Mehr Waffen in Graubünden
Immer mehr Bündner kaufen sich Waffen. Damit folgen sie einem landesweiten Trend.
Immer mehr Bündner kaufen sich Waffen. Damit folgen sie einem landesweiten Trend.
Insgesamt 28'415 Waffen sind bei der Kantonspolizei Graubünden registriert. Diese Zahl hat die Kantonsregierung am Montag bekanntgegeben. Die Kantonspolizei geht jedoch davon aus, dass im Kanton doppelt soviele Waffen vorhanden sein könnten, denn viele lassen ihre Waffen nicht registrieren.
Laut den Behörden ist eine Zunahme der Waffenkäufe klar erkennbar. Im Zeitraum zwischen den Jahren 2012 und 2016 seien sowohl die Zahl der Waffenkäufer als auch jene der erworbenen Waffen um 50 Prozent gestiegen.
Wurden 2012 von 976 Personen 1'655 Waffen erworben, so waren es im Jahr 2016 bereits 1'487 Personen, die 2'445 Waffen ihr Eigen nannten.
Schweizweit gibt es zwei auffällige Jahre: Im Jahr 2014 wurden rund 8'000 Waffenkäufe registriert. Im Jahr darauf 4'000. Diese Schwankungen ergeben sich durch nachträgliche Registrierungen. Schätzungen zur Folge gibt es in der Schweiz zwischen 2,5 und 4,5 Millionen Waffen. Die Waffendichte ist allerdings nicht gleichmässig verteilt. In Stadtkantonen gibt es grundsätzlich mehr Waffen als in ländlichen Kantonen.
Durch die Selbstbewaffnung resultiert insbesondere für die Polizei ein Risiko. Dies sei aber ein berufsimmanentes Risiko, wie die Regierung mitteilt.
Eine Waffe zu erwerben, ist im Rahmen der Waffengesetzgebung erlaubt. Die Regierung könne deshalb keinen Einfluss auf eine Selbstbewaffnung nehmen, solange diese im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben erfolgt.
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.