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ABB rüstet weltgrösstes Diamantenförderschiff mit Energiesystem aus

Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB hat einen weiteren Spezialauftrag aus dem Geschäftsbereich Marine erhalten. Demnach wird ABB das Energiesystem auf dem grössten je gebauten Diamantenförderschiff einrichten.

Agentur
sda
Montag, 13. Juli 2020, 11:05 Uhr Zürich
ABB hat einen Auftrag für ein Schiff von Debmarine Namibia erhalten - ein Joint Venture zwischen der namibischen Regierung und der De Beers Gruppe, dem grössten Produzenten und Händler von Diamanten. (Symbolbild)
ABB hat einen Auftrag für ein Schiff von Debmarine Namibia erhalten - ein Joint Venture zwischen der namibischen Regierung und der De Beers Gruppe, dem grössten Produzenten und Händler von Diamanten. (Symbolbild)
KEYSTONE/EPA/SERGEI ILNITSKY

Auftraggeberin ist die Damen Shipyards Group, welche das weltweit grösste und erste speziell nach Kundenwunsch gebaute Diamantenförderschiff in einer Werft am Schwarzen Meer in Rumänien bauen wird, wie ABB am Montag mitteilte. Mit Gesamtkosten von 468 Millionen US-Dollar sei das Schiff die grösste Einzelinvestition, welche je im Bereich der Förderung von Diamanten im Meer getätigt worden sei. Der ABB-Anteil am Auftrag wird allerdings nicht bekanntgegeben.

Schiff geht an De Beers

Bestimmt ist das Schiff für Debmarine Namibia, ein Joint Venture zwischen der namibischen Regierung und der De Beers Gruppe, dem grössten Produzenten und Händler von Diamanten. Debmarine Namibia fördert bereits Diamanten aus dem Meer vor der Südwestküste des Landes. Diese werden in einer Wassertiefe von 90 bis 150 Meter im Tagbau geschürft. Die Vorkommen sollten nach den Prognosen aber in den nächsten 15 Jahren erschöpft sein, so dass die Offshore-Förderung an Bedeutung gewinnt.

Dazu dient das neue Schiff, welches 2022 an Debmarine ausgeliefert werden soll. Es nutzt eine Technik namens «Advanced Subsea Crawling», welche es erlaubt, Diamanten vom Meeresgrund zu schürfen. Vor Namibia befinden sich laut ABB die weltweit grössten bekannten Diamantvorkommen im Meer.

«Dieses technisch anspruchsvolle Spezialschiff ist ein besonderes Projekt, das eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem Kunden erfordert», wird in der Mitteilung Juha Koskela zitiert, dem Verantwortlichen bei ABB für den Bereich Marine & Ports.

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