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Schweizer verpassen gegen die Ukraine den Coup ganz knapp

Zum Abschluss der EM-Qualifikation verloren die Schweizer Volleyballer hauchdünn gegen die Ukraine. Auch ein Sieg hätte sie nicht mehr an die EM-Endrunde gebracht – dies ganz im Gegensatz zu den Schweizerinnen.

Linth-Zeitung
Mittwoch, 09. Januar 2019, 23:31 Uhr Volleyball
Der Joner Joel Roos zeigt mit dem Schweizer Nationalteam gegen die Favoriten aus der Ukraine eine starke Leistung.
Keystone

Die Schweizer Männer haben sich mit einer knappen Niederlage aus der EM-Qualifikation verabschiedet. Das Team von Trainer Mario Motta unterlag am Mittwochabend den bereits qualifizierten und deshalb nicht mehr in Bestbesetzung angetretenen Ukrainern in Schönenwerd mit 2:3. Den Entscheidungssatz verloren die Schweizer mit dem Joner Joel Roos (Volley Näfels) und – dem allerdings nicht eingesetzten – Joel Maag vom TSV Jona nach zwei vergebenen Matchbällen unglücklich 14:16.

Rein rechnerisch hätte sich das junge Schweizer Team am letzten Spieltag im Fernduell mit Mazedonien und Ungarn noch für die Endrunde qualifizieren können. Weil sich aber die Mazedonier im Heimspiel gegen Ungarn glatt mit 3:0 durchsetzten, beendeten die Schweizer die Gruppe F mit sieben Punkten aus sechs Spielen auf dem dritten Rang.

Frauen schaffen Historisches

Dem Schweizer Frauen-Nationalteam genügte am frühen Mittwochabend in Schönenwerd der eine Punkt bei der 2:3-Niederlage im Heimspiel gegen Österreich, um sich erstmals auf sportlichem Weg für eine EM-Endrunde zu qualifizieren. «Ich bin riesig stolz, dass wir das geschafft haben. Wir haben sieben Monate auf diesen Moment hingearbeitet», freute sich Captain Laura Künzler. Die 22-jährige Aussenangreiferin vom deutschen Bundesligisten Vilsbiburg musste wegen einer Fussverletzung bis zuletzt um einen Einsatz bangen, ehe sie von den Klubärzten doch noch grünes Licht erhielt.

«Ich bin riesig stolz, dass wir das geschafft haben.»
Laura Künzler, Captain des Schweizer Frauen-Volleyball-Nationalteams

Mit ihrer Präsenz und den 15 Punkten trug Künzler massgeblich zum Erfolg bei. Die Schweizerinnen gewannen vor 1150 Zuschauern in Schönen-werd die ersten beiden Durchgänge mit 25:23 und 25:22. Damit war der eine benötigte Punkt auf sicher und die Equipe von Nationaltrainer Timo Lippuner in der Gruppe B nicht mehr vom 2. Platz zu verdrängen.

Danach war bei den Schweizerinnen die Spannung weg. Sie schafften es bis zur Mitte des Entscheidungssatzes nicht mehr, die Konzentration über längere Phasen hochzuhalten. Das Tiebreak verloren sie nach einer starken Aufholjagd und einem vergebenen Matchball schliesslich mit 15:17. Für eine EM-Teilnahme hätten die von Lippuners Vorgängerin Svetlana Ilic gecoachten Österreicherinnen mindestens einen 3:1-Sieg benötigt.

EM-Gegnerinnen stehen bald fest

Die Schweizerinnen haben Historisches vollbracht und reisen an die EM-Endrunde vom 23. August bis 8. September. Die Gruppenauslosung für den dezentral in Polen, Ungarn, der Slowakei und der Türkei ausgetragenen kontinentalen Titelkampf erfolgt am 23. Januar in Istanbul. In diesem Jahr nehmen erstmals 24 statt wie bisher 16 Nationen an der EM-Endrunde teil. (sda/lz)

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