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Thomas Häberli bewahrt Ruhe

Mit nur drei erzielten Toren in fünf Spielen ist dem FC Luzern der Start in die Super League missglückt. Trainer Thomas Häberli bewahrt vor dem Heimspiel gegen die Young Boys am Sonntag Ruhe.

Agentur
sda
Sonntag, 01. September 2019, 05:30 Uhr Fussball
FCL-Coach Thomas Häberli glaubt fest an seine Mannschaft
FCL-Coach Thomas Häberli glaubt fest an seine Mannschaft
KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Es läuft nicht nach Wunsch beim FCL. Seit dem geglückten Saisonstart in St. Gallen (2:1) wurden die Mängel in der Offensive sichtbar. Die vier Qualifikationsspiele für die Gruppenphase der Europa League bekamen dem dünnen Kader von Thomas Häberli nicht gut. Zuletzt setzte es in der Meisterschaft drei Niederlagen am Stück ab, wobei die Gegner nicht YB oder Basel hiessen. Wie raus aus der Ergebniskrise?

Am Trainer wird die Torflaute nicht angelastet. Der plötzliche Abgang von Christian Schneuwly, die öffentliche Taktik-Kritik von Captain Christian Schwegler und der verweigerte Handschlag von Blessing Eleke werden von den Entscheidungsträgern bislang nicht als Signale gegen Häberli gedeutet. Es köchelt ein bisschen beim FCL, aber es brodelt noch nicht.

Thomas Häberli bewahrt in der heiklen Situation Ruhe. Er sei «überhaupt nicht nervös» und «überzeugt, dass sich die Bemühungen noch auszahlen werden», sagte er vor dem Heimspiel gegen die Young Boys am Sonntag. Ein halbes Jahr nach seinem verheissungsvollen Einstand ist sein Moderations-Geschick gefragt. Es gilt, die Wundstellen im Team zu orten und zu behandeln. Der Verlust von Ruben Vargas fiel ins Gewicht, er beraubte die Mannschaft ihrer Schnelligkeit im Vorwärtsgang. Schneuwlys Abgang durch die Hintertür erwischte den Klub auf dem falschen Fuss. Tempo und Kreativität mussten also her, die spät verpflichteten Ibrahima Ndiaye und Ryder Matos sollen sie liefern.

Ndiaye beendete mit seinem späten Anschlusstor zum 1:2 am letzten Wochenende gegen Sion die fast vier Spiele andauernde Luzerner Torflaute. Der am Donnerstag von Udinese zum Team gestossene Matos muss sich noch gedulden; er ist am Sonntag gegen YB noch nicht spielberechtigt. Dass die Luzerner gegen den Meister dennoch nicht chancenlos sind, haben sie in der letzten Saison bewiesen. Zweimal besiegten sie den Liga-Primus. Am 10. Spieltag beendeten sie mit einem 3:2-Auswärtssieg die Berner Siegesserie beim Saisonstart, im März verblüfften sie mit einem 4:0 im Cup-Viertelfinal. Es war dies Häberlis furioses Heimdebüt als FCL-Trainer.

Sion mit Behrami zum vierten Sieg?

In Thun strebt Sion seinen vierten Sieg in Serie an. Trainer Stéphane Henchoz kann dabei wohl wieder auf den seit Anfang Monat ausgefallenen Valon Behrami zählen, der unter der Woche in sämtlichen Trainings mitmischte. Seine Mannschaft habe bislang nicht sehr gut gespielt, das Glück aber erzwungen, lobte Henchoz im Vorfeld. Die Thuner ihrerseits, die vermutlich noch bis Oktober auf die Leistungsträger Dennis Hediger und Matteo Tosetti verzichten müssen, und bei denen Guillaume Faivre nach einigen Patzern um seinen Platz im Tor bangen muss, wollen das 0:4 gegen Servette von letzter Woche vergessen machen.

Im St.-Jakob-Park empfängt YB-Verfolger Basel am Sonntag Lugano zum Duell zweier Europa-League-Teilnehmer. Bis auf den am Kopf operierten Ricky van Wolfswinkel, der das Spital am Freitag verlassen konnte, aber noch monatelang ausfallen wird, kann FCB-Trainer Marcel Koller Personell aus dem Vollen schöpfen.

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