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Waadt und Wallis ab Mittwoch nicht mehr auf belgischer Risiko-Liste

Die Kantone Waadt und Wallis stehen ab Mittwoch nicht mehr auf der Coronavirus-Risikoliste Belgiens, Genf allerdings schon. Aussendepartements-Chef Ignazio Cassis teilte dies am Dienstagabend per Twitter mit. Er hatte gegen den belgischen Entscheid interveniert.

Agentur
sda
Dienstag, 04. August 2020, 20:07 Uhr Bern
Schnell reagiert: Aussenminister Cassis hat die belgische Regierung umgestimmt.
Schnell reagiert: Aussenminister Cassis hat die belgische Regierung umgestimmt.
KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Bundesrat Cassis zeigte sich hocherfreut und wünschte in seinem Tweet vom Dienstagabend allen belgischen Touristen in der Schweiz schöne Ferien.

Die belgische Regierung in Brüssel hatte die Kantone Genf, Waadt und Wallis mit Wirkung ab dem 1. August auf die rote Liste gesetzt. Zwei Tage später, am Montag, hiess es aus dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern, man berate sich mit Brüssel.

Das EDA sei bereits vor dem Inkrafttreten dieser Rote-Liste-Massnahme mit dem belgischen Aussenminister in Kontakt getreten, auch um detaillierte Informationen darüber zu erhalten, welche epidemiologische Kriterien angewendet würden, hiess es am Sonntag. Das EDA bleibe auch in Kontakt mit anderen europäischen Behörden, um schnell über allfällige Massnahmen, die die Schweiz beträfen, informiert zu sein.

Bis Mitte Juli hatte Belgien bereits die Quarantäne und den Test für Reisende aus dem Tessin vorgeschrieben. Der Kanton fand sich jedoch nur auf der orangen, nicht auf der roten. Damals hiess es, auf der orangen Liste würden alle Regionen aufgeführt, die mehr als doppelt so viele Ansteckungen wie Belgien aufweisen - und zwar pro 100'000 Einwohner.

Nach Kritik von Tessiner Regierung und Kantonsarzt hatte das EDA in Belgien interveniert. Die belgischen Behörden strichen das Tessin daraufhin von der Liste.

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