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Doppelter Selbstmordanschlag auf US-Botschaft in Tunis

Bei einem Selbstmordanschlag vor der US-Botschaft in Tunis sind die beiden Angreifer und ein Polizist getötet worden. Dies bestätigte das Innenministerium am Freitag. Zuvor hatte es geheissen, dass fünf Polizisten und ein Zivilist verletzt worden seien.

Agentur
sda
Freitag, 06. März 2020, 15:17 Uhr Tunis
Sicherheitskräfte untersuchen in Tunis nach einem doppelten Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft den Tatort.
Sicherheitskräfte untersuchen in Tunis nach einem doppelten Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft den Tatort.
KEYSTONE/EPA/MOHAMED MESSARA

Der Anschlag erfolgte am Eingang zur schwer gesicherten US-Botschaft, die sich in einem belebten Büroviertel in der tunesischen Hauptstadt befindet. Auch die tunesische Börse, weitere Botschaften und auch deutsche Institutionen befinden sich in der Nähe.

Augenzeugen berichteten lokalen Medien davon, dass sich die Attentäter auf einem Motorroller den an der Botschaft postierten Polizisten genähert hatten, ehe sie eine Bombe zündeten.

Bilder in sozialen Medien zeigten einen beschädigten Wachposten, ein teilweise zerstörtes Polizeifahrzeug und ein zertrümmertes Auto auf der Strasse vor der Botschaft. Splitter und Trümmerteile wurden durch die Explosion bis zu 150 Meter weit geschleudert.

Die US-Botschaft rief per Twitter dazu auf, die Gegend rund um das Botschaftsgelände zu meiden. Teils gepanzerte Sicherheitskräfte riegelten die Gegend ab. Ein Helikopter kreiste über der Botschaft.

Die US-Botschaft in Tunis ist schwer gesichert, seit Demonstranten 2012 das Botschaftsgelände gestürmt hatten. Die eigentliche Botschaft ist durch hohe Mauern und Betonblöcke abgeriegelt.

In Tunesien kommt es immer wieder zu Anschlägen auf Sicherheitskräfte. Erst im vergangenen Sommer hatte sich ein Selbstmordattentäter an einem Polizeifahrzeug nahe der französischen Botschaft im Stadtzentrum in die Luft gesprengt und ebenfalls einen Polizisten getötet.

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Wahnsinn pur. Zeigt auch dieser versuchte Anschlag einmal wieder, das die Fundamentalisten, egal von was für einer Seite auch immer, nichts unversucht lassen, um den US - Imperialismus sowie seiner Lakaien, wo auch immer, "empfindliche" Nadelstiche zuzufügen.. Zum Glück sind bei diesem versuchten Anschlag, keine Menschen (außer den Attentätern) ums Leben gekommen. Aber dies zeigt doch immer wieder, das der "Friede" im nahen wie mittleren Osten, auf brüchigen Füßen steht, und es nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte, bis ein riesiger Flächenbrand in Erscheinung tritt, welchen man dann kaum noch, unter Kontrolle bringen kann.