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Chur bleibt auf Erfolgskurs

Die Stadt Chur budgetiert für das nächste Jahr einen Gewinn von 3,2 Millionen Franken. Das sind 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr.

Südostschweiz
Mittwoch, 25. September 2019, 14:27 Uhr Budget 2020
Luftbildaufnahme
Das Budget für das Jahr 2020 sieht erfreulich aus.
MARCO HARTMANN

Am Mittwoch präsentierte die Stadt Chur ihr Budget für das Jahr 2020. Der Churer Erfolgskurs widerspiegelt sich im budgetierten Gewinn von 3,2 Millionen Franken, wobei es im Vorjahr 2,1 Millionen Franken waren.

Der Aufwand von 260,3 Millionen Franken und der Erfrag von 263,5 Franken weist 2020 ein Überschuss von den 3 Millionen Franken auf. Die Aufwendungen steigen laut einer Mitteilung der Stadt um rund 8,2 Millionen Franken, der Ertrag um 9,3 Millionen.

Auf der Aufwandseite betont die Stadt den steigenden Personalaufwand, welcher zwei wesentliche Gründe hat. Zum einen steige er durch die Fusion mit Maladers und andererseits durch die Stadtpolizei, welche die Korpsbestandserhöhung beinahe abgeschlossen hat.

Maladers sei jedoch kein Sorgenkind, welches zu Chur kommt, betont Stadtpräsident Urs Marti gegenüber TV Südostschweiz. «Die grossen Kosten für die Stadt sind die Gesundheitskosten und die ansteigende Demografie.»

Die Herausforderungen bleiben laut Marti auch in Zukunft gross. «Die Demografie und somit die Gesundheitskosten steigen an. Wenn wir nichts machen, sind wir sehr schnell in roten Zahlen.»

Durch die Steuerreform und die AHV Finanzierung (STAF) entgehen der Stadt Steuereinnahmen in der Höhe von 1,5 Millionen Franken. Laut der Mitteilung der Stadt werden trotzdem höhere Steuererträge von 2,3 Millionen Franken netto erwartet. Wie in den Vorjahren führt die Bewertung von Anlagen im Finanzvermögen zu höheren Erträgen.

55 Millionen Franken werden investiert

Im 2020 investiert die Stadt Chur in einige Grossprojekte. 54,9 Millionen Franken werden dafür im Budget ausgewiesen. Die grössten Projekte und Investitionsbeiträge sind:

  • Das Sportanlagenprojekt «Eisball» (15 Mio.)
  • Die Sanierung und der Umbau der Carmennahütte (2,5 Mio.)
  • Die Erneuerung der Badtechnik und Kioskgebäude der Badi Sand (2 Mio.)
  • Der Ausbau und die Sanierung des Dachgeschosses im Rathaus (2 Mio.)

Die Nettoinvestitionen können laut der Mitteilung zu 36,6 Prozent selbst finanziert werden. Marti freut sich im allgemeinen über das Budget 2020, wie er nach der Medienkonferenz am Mittwoch sagt. «Wir sind investitionsfähig. Aber auch hier müssen wir immer im Detail hinschauen. Sonst geht es schnell in die andere Richtung.» (nua)

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