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Sportvereine beschäftigen sich nach «Eisball» mit neuer Thematik

Auf der Traktandenliste der Generalversammlung der Interessengemeinschaft der Churer Sportvereine von vom Mittwochabend stehen verschiedene Themen. Darunter ein Rückblick auf die Abstimmung vergangenen Jahres über die neuen Sportanlagen der Stadt Chur sowie eine Anpassung des Reglements für Fördergelder.

Mittwoch, 20. März 2019, 04:30 Uhr Gegen sexuelle Ausbeutung
So könnte die neue Churer Eissporthalle künftig aussehen.
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Aktuelles Sportanlagen-Konzept sogar noch besser als «Gesak»

Im vergangenen November sagte die Churer Stimmbevölkerung Ja zum Projekt «Eisball». Es handelt sich dabei um ein Konzept, dass die Erneuerung und den Ausbau der Churer Sportanlagen regelt. Kernpunkte sind die Erweiterung und Modernisierung der Sportanlagen auf der Oberen Au. «Wir sind natürlich sehr glücklich darüber, einerseits, dass die Vorlage überhaupt angenommen wurde und andererseits auch noch mit einer so hohen Zustimmung von über 80 Prozent», sagt Jürg Kappeler, Präsident der Interessengemeinschaft der Churer Sportvereine (ICS). Man dürfe die Generalversammlung am Mittwochabend entsprechend mit einem positiven Rückblick auf das letzte Jahr eröffnen.

«Ich glaube wir können sogar so weit gehen und sagen, dass dieses Konzept noch besser ist als das letzte», so Kappeler. Er meint damit eine gescheiterte Vorlage – jene des Gemeindesportanlagenkonzepts («Gesak») – aus dem Jahr 2014. Es mache Sinn, dass der Rasen- und Eissport in der Oberen Au ausgebaut und die Infrastruktur für Hallensportler an der Ringstrasse angesiedelt wird, also näher an den umliegenden Schulhäusern.

Die ICS helfe bei der Detailplanung der Projekte mit: «Von unserer Seite aus werden wir vor allem die betroffenen Sportvereine weiter unterstützten, so dass deren Bedürfnisse auch Rechnung getragen wird», so Kappeler. Was die Reithalle betrifft gilt: Abwarten. Es sei die Aufgabe der Stadt Chur als Verhandlungspartner eine Lösung zu finden. Man sei selbstverständlich daran interessiert, dass es hier bald zu einer Einigung komme.

Neues Thema im Fokus: Sexuelle Ausbeutung von Jugendlichen

Neben dem positiven Rückblick auf das vergangene Jahr rund um das Projekt «Eisball», steht ein weiteres Thema auf der Traktandenliste: Der ICS will sexueller Ausbeutung von Jugendlichen den Kampf ansagen. «Man hört ja immer wieder von solchen Fällen im Ausland», sagt Jürg Kappeler. Man wolle deshalb vorbereitet sein und Präventivarbeit leisten. Konkret geht es darum, das Reglement für die Verteilung von Fördergeldern anzupassen, also eine zusätzliche Klausel darin aufzunehmen. Darüber werden die Anwesenden an der GV informiert. Erhält die Idee breite Zustimmung wird eine entsprechende Anpassung vorgenommen und dem Stadtrat unterbreitet. Gibt dieser wiederum grünes Licht könnte man dies bestenfalls bis im Jahr 2021 umsetzten.

«Ich glaube der Aufwand, den wir dafür haben, ist vernachlässigbar im Vergleich zum grossen Gewinn, den wir dadurch erzielen», so Kappeler. Obwohl es sich technisch gesehen nur um zusätzliche Bürokratie handelt, müsse man das einfach einmal angehen. Es habe seines Wissens noch keine Vorfälle von sexueller Ausbeutung bei Jugendlichen in den letzten Jahren gegeben, was aber nicht heisst, dass dies auch in Zukunft in Chur ausgeschlossen werden könne. «Es ist ein Null-Toleranz-Thema», weshalb es gar keine Diskussion darüber gebe, ob eine solche zusätzliche Klausel sinnvoll sei oder nicht.

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