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Reformierte sagen Ja zur Erneuerung ihrer Kirche

Die Kirchbürger geben grünes Licht: Ein Baukredit von 4,75 Millionen Franken wurde deutlich angenommen. Damit kann die evangelisch-
reformierte Kirchgemeinde Rapperswil-Jona den Ausbau ihres
Gotteshauses an der Zürcherstrasse in Angriff nehmen.

Magnus
Leibundgut
Donnerstag, 14. Februar 2019, 15:46 Uhr Rapperswil-Jona
Ein Raum der Besinnung: So soll die reformierte Kirche in Rapperswil nach der Erneuerung aussehen.
PRESSEBILD

Der gestrige Abstimmungssonntag zeitigte für die reformierte Kirchgemeinde Rapperswil- Jona ein klares Ergebnis: Mit 1091 zu 600 Stimmen sagten die Bürgerinnen und Bürger Ja zum Ausbau und zur Innenraumsanierung der Kirche Rapperswil. Bei einer Stimmbeteiligung von 34 Prozent wurde die Abstimmungsvorlage mit 65 Prozent Ja-Stimmen relativ deutlich angenommen.

Satire mit Abendmahlwein

Beatrix Bock, Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde, ist erfreut über das Abstimmungsergebnis: «Es zeigt auf, dass wir eine gute, solide Arbeit gemacht haben. Es bedeutet einen Meilenstein für die zukünftige Entwicklung der Kirchgemeinde. Bereits im Vorfeld der Abstimmung hat die Mehrheit der Kirchbürger der jetzigen Variante die Zustimmung gegeben.»

«Die Sanierung des Gotteshauses wird das Kirchenleben stark verändern.»

Beatrix Bock, Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Rapperswil-Jona


Die Sanierung des Gotteshauses werde das Kirchenleben dank der verbesserten Raumsituation stark verändern, indem mehr Angebote lanciert werden können. «Mit der Zustimmung kann nun die Kirche Rapperswil an die heutigen Bedürfnisse von Gottesdiensten, der Familien und anderer kirchlicher und kultureller Anlässe angepasst werden», sagt Bock: «Wir haben ein starkes Mandat der Kirchenmitglieder erhalten.» Die Sanierung werde dazu beitragen, dass die christlichen Werte auch künftig gelebt werden können. «Wir erneuern, weil wir an die Zukunft glauben», konstatiert die Präsidentin.
Die aufgekommene Kontroverse im zurückliegenden Abstimmungskampf bedauert Bock: «Die Satire mit dem Abendmahlswein war unwürdig.» Die Bauarbeiten sollen im kommenden Jahr starten, die neue Kirche 2021 eingeweiht werden.

Gruppe wirft Fragen auf

Vom Abstimmungsergebnis wenig überrascht zeigt sich Johanna Krapf von der Gruppe engagierter Kirchbürger, die den Baukredit bekämpft hatte: «Wir haben ein solches Ergebnis erwartet.» Hingegen sei die Stimmbeteiligung deutlich höher ausgefallen als üblicherweise bei Kirchenabstimmungen zu erwarten ist. «Wir respektieren den Entscheid der reformierten Kirchbürger von Rapperswil-Jona.» Sie seien der Argumentation, wie sie die Vorsteher im Abstimmungsbüchlein dargelegt hatten, gefolgt und hätten die Erneuerung der Kirche Rapperswil angenommen.
Die Gruppe engagierter Kirchbürger möchte Folgendes festhalten: «Wir gehen davon aus, dass der Baukredit einem Kostendach entspricht und diese Limite somit nicht überschritten wird.» Einige Fragen bezüglich der Umsetzung des Projekts seien für die Gruppe aber zudem weiterhin nicht geklärt: Sie erwartet, dass sie noch vor Baubeginn Antworten darauf erhält.

Zu wenig Toiletten geplant

So wirft die Gruppe die Frage auf, ob sich das Stuhldepot im Kirchenraum befinde und wie der neue Begegnungsraum gekühlt werde. Zudem fragt sich die Gruppe, ob die wenigen im Bauprojekt vorgesehenen Toiletten wirklich genügen werden. Überdies will die Gruppe wissen, wie sich die akustischen Massnahmen auf die Klangqualität von Musikvorträgen auswirken werde.

«Wir hoffen, dass mit der Sanierung mehr Bürger den Weg in die Kirche finden mögen.»

Johanna Krapf, Gruppe engagierter Kirchbürger


«Wir hoffen mit der Kirchenvorsteherschaft, dass die Zahl der Bürger, die den Weg in die Kirche finden, zunehmen möge – dank der Erneuerung der Kirche», sagt Krapf: «Wir wollen alle die Zukunft unserer Kirchgemeinde gemeinsam und im Frieden angehen.» Dies ganz im Sinne der Jahreslosung der christlichen Kirchen: «Suche Frieden und jage ihm nach»

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