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Rekordzahl von Sans-Papiers erhalten Aufenthaltsbewilligung

In der Schweiz haben noch nie so viele Sans-Papiers eine Aufenthaltsbewilligung erhalten wie im vergangenen Jahr. Bund und Kantone genehmigten 840 entsprechende Härtefallgesuche. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Agentur
sda
Sonntag, 10. Februar 2019, 16:26 Uhr Bern
Eine Sans-Papiers-Frau bedankt sich für die Operation Papyrus. Die Aktion hat bewirkt, dass in Genf mehr Menschen ohne gültige Papiere eine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben. (Archivbild)
Eine Sans-Papiers-Frau bedankt sich für die Operation Papyrus. Die Aktion hat bewirkt, dass in Genf mehr Menschen ohne gültige Papiere eine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben. (Archivbild)
KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

716 betrafen Personen ohne Aufenthaltspapiere und 124 Gesuche bezogen sich auf abgewiesene Asylsuchende, wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf Zahlen des Staatssekretariats für Migration (Sem) schreibt. Sem-Sprecher Lukas Rieder bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Zahlen.

Die meisten Ausländer ohne Papiere haben 2018 in den Kantonen Genf und Waadt eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Das ist unter anderem eine Folge der Operation «Papyrus», die der Genfer FDP-Regierungsrat Pierre Maudet im Februar 2017 aus wirtschaftlichen Gründen in die Wege geleitet hatte.

Zwischen 50«000 und 100»000 Ausländer und Ausländerinnen leben in der Schweiz ohne gültige Aufenthaltspapiere, gemäss einer Schätzung aus dem Jahr 2015.

Es handelt sich um Personen, die nie Papiere hatten, deren Aufenthaltsbewilligung ausgelaufen ist oder deren Asylgesuch abgelehnt worden ist. Fast 90 Prozent dieser erwerbsfähigen Sans-Papiers sind laut einer Studie des Staatssekretariat für Migration erwerbstätig.

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